Sonntag, 9. September 2018

Werde wieder wie ein Kind! - Verstand, Intuition & Vertrauen - Teil 1


Heute möchte ich auf das Thema Verstand, Intuition und Vertrauen eingehen. Ich erkläre es anhand eines aktuellen Beispiels. Ein Klient hat zur Zeit einen finanziellen Engpass und so helfe ich ihm ausnahmsweise unentgeltlich mit Rat & Tat. Dies kann ich logischerweise nicht immer machen. Er hat nun einige offene Rechnungen, unter anderem bei einem sogenannten Freund. Obwohl er diesem sagte, dass er kurzfristig einen Geldbetrag bekommt, drängelt dieser und besteht auf die sofortige Bezahlung. In seiner Not rief mich mein Klient an und fragte um Rat. Ich sagte ihm, dass er doch eine kleine Teilzahlung leisten soll, womit er seine Zahlungswilligkeit zeigt. Zugleich soll er dem Gläubiger in einem Email seine Zahlungswilligkeit nochmals bestätigen und ihm schreiben, dass er den Rest (es geht nicht um viel) sobald bezahlt, wenn er seine Aussenstände von seinem Kunden beglichen bekommt.

Dies ist nur eines von unzählig vielen Beispielen, wo ich meinem Klienten geholfen habe. Doch es geht nicht um Geld oder Schulden, sondern um das Thema Vertrauen. Als Kleinkind - wenn wir noch nicht von den Umwelteinflüssen verdorben sind - haben wir uneingeschränktes Vertrauen in Mutter und Vater. Wir können noch nicht wirklich unseren Verstand benutzen, sprechen von uns noch oft in der Dritten Person (weil wir offensichtlich wissen, dass wir nicht dieser Mensch XY, sondern ein spirituelles Wesen sind!). Alles was Vater und Mutter mit uns tun, ist gut und wir zweifeln nicht ihr Handeln an. Dies geht so lange gut, bis unser Urvertrauen durch irgendwelche Erlebnisse erschüttert ist. Ob dies ein zu lange Allein lassen ist, oder der erste Tag unter Fremden, im Supermarkt, im Kindergarten und unendlich Vieles mehr... In dem Moment, wo das Urvertrauen wegbricht, macht sich Misstrauen, Vorsicht und letztlich der Verstand breit. Zuvor wussten wir intuitiv, dass Mama (Papa, grössere Geschwister, Opa, Oma etc.) uns vor allem Unheil beschützen. Es gab keinen Zweifel, keine Schatten und wir haben uns, nachdem wir den Mutterleib verlassen mussten, in dieser Menschenfamilie integriert, bzw. wurden mit Freude und Liebe aufgenommen. Wir sind in Geborgenheit, Sicherheit und wohl beschützt vor der rauhen Wirklichkeit und der äusseren Welt. Doch in dem Moment, wo unser ursprüngliches Vertrauen in diese Geborgenheit, Schutz etc. verschwindet oder nicht zur Gänze mehr vorhanden ist, beginnt die Angst zu regieren und das ist letztlich der Verstand. Dann beginnt das Taktieren, das berechnende Verhalten und vieles Andere mehr. Und sobald der Verstand und die Angst, anstatt die Intuition, das Zepter übernommen hat, verschwindet das einst strahlende und unbekümmerte Wesen. Es wird ängstlich, vorsichtig, misstrauisch...und dieses Misstrauen wächst immer mehr, wenn nicht die Eltern, Geschwister, Familie und die Umwelt einen dem entgegensetzenden positiven Einfluss haben. Ich weiss von einem Klienten, dass seine Mutter ihn als Kleinkind, einfach im Meer ins Wasser fallen liess und er unterging. Er wäre fast ertrunken und hatte in diesem Moment sein Urvertrauen gegenüber seiner Mutter verloren. Er hatte Jahrzehnte unter dem fehlenden Ur-Vertrauen gelitten. Es war nur ein winzig kleiner Moment von Leichtsinn, Dummheit und Unaufmerksamkeit seiner Mutter, der ihm fast das Leben gekostet hätte. Er konnte nie wieder Vertrauen zu seiner Mutter haben. Und stelle Dir vor, wie viele unzählige Momente es im Leben eines kleinen Kindes gibt, die enorm grosse Auswirkungen auf das weitere Leben haben können. Da ich mich mit diesem Thema sehr intensiv auseinandergesetzt habe, vertrete ich auch die Ansicht, dass die Mutter, so lange wie nur möglich für ihre Kinder voll und ganz da sein sollte.



"Wenn ein Kind zur Welt kommt, ist es ein fühlendes Wesen: Es fühlt alles. Es ist noch kein denkendes Wesen. Es ist natürlich, so wie alles andere Natürliche in der Natur. - genau wie ein Baum oder wie ein Tier. Aber wir beginnen es zurecht zu modeln, es zu "bilden". Es muss seine Gefühle verdrängen, denn wenn es seine Gefühle nicht verdrängt, steckt es immerzu in der Klemme.



Wenn es weinen möchte, darf es nicht weinen, weil seine Eltern das nicht gut fänden. Es würde verurteilt werden. Es würde nicht bestätigt, es würde nicht geliebt werden. Es wird nicht so akzeptiert, wie es ist. Es muss sich "benehmen" - und zwar so, wie es eine bestimmte Ideologie, ein Ideal will. Nur dann ist es liebenswert.

Liebe ist für das Kind - so wie es ist - nicht zu haben. Es kann nur geliebt werden, wenn es sich an bestimmte Regeln hält. Diese Regeln sind aufgezwungen; sie sind nicht natürlich. Das natürliche Wesen wird allmählich unterdrückt und das unnatürliche, das unwirkliche, wird darüber gesetzt.

Dieses Unwirkliche ist Dein Denken, und irgendwann kommt der Moment, da die Kluft so gross ist, dass Du sie nicht mehr überbrücken kannst.

Du vergisst einfach völlig, was Deine wirkliche Natur war - oder ist. Du bist ein falsches Gesicht. Das ursprüngliche Gesicht ist verloren gegangen. Und Du hast auch Angst, das Ursprüngliche zu empfinden, denn sobald Du es empfinden würdest, hättest Du sofort die ganze Gesellschaft gegen Dich. So bist Du also selber gegen Dein wirkliches Wesen.

Das führt zu einem höchst neurotischen Zustand. Du weisst nicht, was Du willst, Du weisst nicht, was Deine authentischen Bedürfnisse sind. Und Du bist ständig auf unauthentische Bedürfnisse aus; denn nur das fühlende Herz kann Dir die Richtung, den Sinn dafür weisen, was Deine wirklichen Bedürfnisse sind. Wenn die verdrängt sind, erpfindest Du symbolische Bedürfnisse.

Zum Beispiel magst Du immerfort viel zu viel essen, Dich mit Essen voll stopfen, ohne je das Gefühl zu haben, gefüllt zu sein. Das Bedürfnis will Liebe, es will kein Essen. Aber Essen und Liebe sind tief miteinander verknüpft. Wenn also das Bedürfnis nach Liebe nicht empfunden wird oder verdrängt ist, entsteht ein unechtes Bedürfnis nach Essen, und man kann immerzu weiter essen. Da das Bedütfnis nicht echt ist, kann es niemals erfüllt werden - und wir leben in lauter unechten Bedürfnissen. Das ist der Grund, warum alle Befriedigung ausbleibt.

Du willst geliebt werden, das ist ein Grundbedürfnis, ein natürliches. Aber es kann in eine unwahre Dimension umgeleitet werden. Zum Beispiel kann das Liebesbedürfnis - das Bedürfnis geliebt zu werden - als ein unechtes Bedürfnis empfunden werden, wenn Du versuchst, die Aufmerksamkeit Anderer auf Dich zu lenken. Du möchtest, dass Andere Dir Aufmerksamkeit schenken - also wirst Du vielleicht ein politischer Führer. Grosse Menschenmengen mögen Dich dann beachten, aber das wirkliche, das Grundbedürfnis ist es, geliebt zu werden. Und selbst indem die ganze Welt Dir Beachtung schenkt, kann dieses Grundbedürfnis nicht erfüllt werden. Dieses Grundbedürfnis ist schon durch einen einzigen Menschen erfüllt, der Dich liebt, der Dir aus Liebe Beachtung schenkt.

Wenn Du jemanden liebst, schenkst Du ihm Beachtung. Aufmerksamkeit und Liebe sind eng verwandt. Wenn Du aber das Bedürfnis nach Liebe verdrängst, dann wird daraus ein symbolisches Bedürfnis; dann bedarfst Du der Aufmerksamkeit Anderer. Du magst sie zwar bekommen, aber selbst dann wird es keine Erfüllung geben. Das Bedürfnis ist unwahr, vom natürlichen Grundbedürfnis abgeschnitten. Diese Spaltung in der Persönlichkeit nennt man Neurose."

Quelle: Das Mysterium der Liebe, Band 3, Osho




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(Anmerkung: Dies ist ein wunderbares Buch, welches wirklich lesenswert ist. Es ist für mich eher ein "Arbeitsbuch", mit dem Du einige Antworten auf Deine wichtigen Fragen bekommst. Ich habe es bereits 3x gelesen und immer wieder neue Erkenntnisse gewinnen können)











Ich hatte schon mehrmals die oben stehende Textpassage erwähnt, da ich sie äusserst wichtig finde. Lese sie aufmerksam, verinnerliche es und sehe, wo Du Dich eventuell selbst wieder erkennst. Dann kannst Du die ungesunden Verhaltensweisen und Lebensmuster - vielleicht unter professioneller Anleitung - auflösen und kommst so, Schritt für Schritt, zu einem glücklichen und erfüllten, wie freierem Leben.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg auf Deinem Weg!




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Ernst Koch
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