Being an empath – How to handle it?
Transkription des Videos von Maharishikaa Preeti Maiyaa
https://www.youtube.com/watch?v=17cJyz3D6Fw
Priya:
Ich habe eine Frage, Maharishikaaji, über Empathie und die Seele und wie Empathie den individuellen Ausdruck und das Erkennen der eigenen Seele beeinflusst. Zum Beispiel: In meiner Erfahrung mit Empathie kann man spüren, wie jemand anderes die Welt wahrnimmt, und das kann eine direkte eigene Erfahrung beeinflussen. Ich frage mich, wie wichtig das ist und wie es den individuellen Ausdruck der Seele von Priya, geboren von Pamela, ihrer Seele, beeinflusst.
Maharishikaa:
Die neue Spiritualität, die Spiritualität der Zukunft, ist eine Spiritualität, die sehr körperlich ist, sehr gegenwärtig, sehr hier und jetzt. Eigentlich ist sie die Präsenz selbst.
Es gibt eine direkte Verbindung zwischen der Tiefe der Selbstverwirklichung und der Empathie, die du für den anderen empfindest. Je tiefer die Selbstverwirklichung, desto größer die Empathie. Und das Interessante ist, dass, wenn die Empathie ein Ergebnis von Selbstverwirklichung ist – was bedeutet, sich auf das Zentrum deines Seins einzustimmen, auf die Seele, die Quelle, die Wahrheit –, die daraus resultierende Empathie von einer Art ist, die nicht zu Schaden oder Negativität für deine Person führt.
Wenn du Menschen hast, die Empathen sind, aber die nicht im System sind, die nicht tief im System verwurzelt sind, die nicht auf die ganz zelluläre Materialität ihres Seins eingestimmt sind, die nicht gegenwärtig sind, hier und jetzt, sondern eher im Bliss, abgeschaltet, eher kosmisch ausgerichtet, dann wird das System porös. Es wird extrem sensibilisiert, aber es hat keine Abwehrkräfte. Also hast du einen Empathen, der im Wesentlichen materiell geschwächt ist.
Aber wenn du auf die Quelle und die Seele eingestimmt bist, in einem Sinne von Hingabe – und wenn wir Quelle oder Wahrheit oder Seele sagen, das sind verschiedene Worte und sie haben für jeden Menschen eine andere Bedeutung, und das ist auch das Schöne daran, weil wir nicht wissen müssen, was das genau ist und woraus es besteht und „okay, es ist ein Atom, aber was für ein Atom“ und all das –, all das ist nicht so notwendig. Wichtig ist zu verstehen, dass es ein Zentrum in dir gibt. Und dieses Zentrum ist unabhängig von dem, was du Priya nennst. Also ist Priya diejenige, die tatsächlich in Hingabe an dieses Zentrum ist, und diese Hingabe stärkt ihre Materialität. Und daher wird sie, während sie diese Empathie entwickelt, nicht dadurch geschwächt, sondern dadurch gestärkt. Es ist erstaunlich, wie das funktioniert, und es funktioniert wirklich für jeden, der von Natur aus empathisch ist. Und ich denke, jeder in diesem Satsang heute wird grundsätzlich empathisch sein, denn sonst würdest du gar nicht erst in einem solchen Satsang sein. Sogar diejenigen, die lernen, weil sie Macht über andere haben wollen, sind grundsätzlich empathisch und haben das noch nicht herausgefunden.
Je mehr du dich also in Hingabe beugst, desto mehr ist das Leben selbst dem gewidmet. Und das bedeutet nicht, dass du mit einem Heiligenschein herumläufst und keinen Scheck schreiben kannst. Das bedeutet es nicht. Es bedeutet einfach, sehr gegenwärtig zu sein, sehr eingestimmt zu sein. Verliebt zu sein in die Quelle, in das Selbst, das die Liebe selbst ist. Aber die Empathie, die daraus resultiert, schwächt dich nicht. Du wirst einfach stärker, du wirst mächtiger in einem konsolidierten Sinne, in einem kohärenten Sinne, weißt du.
Es ist also sehr wichtig, sich zu beugen, sich hinzugeben, in diesen Zustand zu gehen.
Priya:
Danke, das ergibt viel Sinn. Und tatsächlich nach innen gehen, anstatt nach außen und in den Kosmos, sondern nach innen gehen und Informationen nehmen, vielleicht zur Quelle, zur Seele, macht dich einfach so viel solider.
Maharishikaa:
Absolut, es ist nicht einmal irgendwelche Informationen irgendwohin zu nehmen. Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass du gegenwärtig bist, du bist hier und jetzt, du bist bewusst, dass Dieses gegenwärtig ist, und du bist in einem Zustand der Hingabe. Du beugst dich. Okay. Und du beugst dich wozu? Sehr, sehr technisch gesprochen: Wenn du sagst, dich zur Seele beugen, beugst du dich zum Selbst, das du bist. Aber die Identifikation mit der Seele ist nicht das, was hier getan werden soll, denn dann löst du dich von allem. Wenn du sagst „Ich bin die Seele“, dann bist du abgelöst, und Hingabe ist der Schlüssel! Nicht Ablösung. Ablösung ist nicht der Schlüssel, um im Körper leben zu können, hier und jetzt, gegenwärtig in dieser Welt und mit den Herausforderungen eines sehr realen Lebens umzugehen, weißt du?
Aber die Empathie, das Gefühl, das Gute-tun-Wollen kommt aus einem Ort der Hingabe, nicht aus Ehrgeiz, wie „Gutes tun, aber nicht ausgebeutet werden“. Den Schmerz fühlen, aber sich nicht sozusagen vor den Bus werfen. Ja, das wirst du nicht tun, wenn du in Hingabe an das Selbst bist. Das wirst du eher tun, wenn du abgeschaltet bist. Menschen, die viel meditieren, zum Beispiel, Menschen, die zu viele Drogen nehmen, Menschen, die zu viel Alkohol trinken, Menschen, die stundenlang nonstop chanten – diese Bliss-Erfahrung ist eigentlich eine Bewegung des Bewusstseins, die in einen Bliss-Zustand geht, aber dann beginnt sie auch das System zu verlassen. Und je mehr du das System verlässt, desto weniger geschützt ist das System, desto weniger geschützt ist das System, weißt du? Ergibt Sinn…
Also die neue Spiritualität, die Spiritualität der Zukunft, ist eine Spiritualität, die sehr körperlich ist, sehr gegenwärtig, sehr hier und jetzt. Eigentlich ist sie die Präsenz selbst. Und das sind keine Worte, die gemeint sind – sie sind gemeint als Handlungen in Aktion. Jetzt! Gegenwärtig! Eingestimmt auf den anderen! Sich des anderen bewusst, und doch gleichermaßen bewusst deiner eigenen Materialität.
Quelle: Maharishikaa • Originalvideo auf YouTube
Transkription und Übersetzung ins Deutsche
