Dienstag, 22. September 2026

Liebe Grüße aus Hinterdupfing - Ein Blogartikel von Ernst Koch

Im Laufe meines Lebens habe ich unzählige Nachrichten und Anrufe von Menschen erhalten, die mir mitteilten, dass sie sich gerade in Paris befänden, in New York, Miami, vielleicht Moskau, Tokio, Kapstadt, in der Schweiz, in Florida oder in Los Angeles. Und – seien wir ehrlich, ich schliesse mich selbst nicht aus, denn auch ich habe das früher getan – es scheint für sehr viele Menschen von grosser Bedeutung zu sein, dass andere wissen, an welch wunderbarem Ort sie sich gerade aufhalten. Oder mit welch bedeutenden Menschen sie gerade zusammensitzen. Eine Postkarte aus dem Paradies, verschickt an alle, die gerade nicht dort sind. Niemand, so scheint es, schreibt jemals: „Liebe Grüße aus Hinterdupfing." Dabei wäre gerade das, wie ich noch zeigen möchte, die ehrlichere und am Ende womöglich glücklichere Nachricht.

Was schon die Alten darüber wussten

Die antiken Denker haben sich mit genau diesem menschlichen Bedürfnis, durch den eigenen Aufenthaltsort zu glänzen, bereits ausgiebig beschäftigt – und sie kamen zu einem bemerkenswert klaren Urteil.

Der Philosoph Diogenes von Sinope, jener berühmte Kyniker, der in einem grossen Tongefäss auf dem Marktplatz von Korinth lebte, wurde einst gefragt, aus welcher Stadt er stamme. Seine Antwort ging in die Geschichte ein: „Ich bin ein Kosmopolit" – ein Weltbürger. Er, der besitzlos und ohne festen Wohnsitz lebte, erhob sich damit über jene, die ihre Identität aus der Zugehörigkeit zu einer bestimmten, möglichst angesehenen Stadt bezogen. Als ihm eines Tages sogar Alexander der Grosse, der mächtigste Mann seiner Zeit, gegenübertrat und ihm jeden Wunsch gewähren wollte, bat Diogenes nur um eines: „Geh mir ein wenig aus der Sonne." Wer innerlich schon reich ist, braucht weder Paläste noch mächtige Bekanntschaften, um sich seiner selbst zu vergewissern.

Auch der römische Stoiker Seneca widmete diesem Thema eigens einen seiner berühmten Briefe an Lucilius. Er lobt darin seinen Freund ausdrücklich dafür, dass dieser nicht ruhelos von Ort zu Ort ziehe – non discurris nec locorum mutationibus inquietaris, „du läufst nicht umher und lässt dich nicht durch den Wechsel der Orte beunruhigen". Und dann folgt der Satz, der wie für unsere Zeit der Standort-Meldungen geschrieben scheint: Aegri animi ista iactatio est – „dieses Umherwerfen ist ein Zeichen einer kranken Seele". In einem weiteren Brief bringt Seneca es noch pointierter auf den Punkt: Animum debes mutare, non caelum – „Du musst deinen Geist verändern, nicht den Himmel über dir". Und er erinnert an eine Begebenheit, in der Sokrates einem Reisenden, der klagte, seine Reisen hätten ihm nichts genützt, entgegnete: Was wunderst du dich, dass dir das Reisen nichts nützt – du nimmst dich selbst doch überallhin mit! Auch Aristoteles lehrte in seiner Ethik, dass das wahre menschliche Glück, die Eudaimonia, aus der tätigen Verwirklichung der eigenen inneren Tugend erwächst – niemals aus äusseren Gütern wie Reichtum, Ansehen oder einem prächtigen Aufenthaltsort. Äussere Güter, so Aristoteles, können das gute Leben höchstens begleiten, niemals aber begründen.

Die Psychologie hinter dem Bedürfnis, gesehen zu werden

Warum aber tun Menschen es trotzdem – warum verspüren so viele den Drang, ihren Standort wie eine Monstranz vor sich herzutragen? Die grossen Psychologen des zwanzigsten Jahrhunderts liefern dazu erhellende Antworten.

Alfred Adler, einer der Begründer der modernen Tiefenpsychologie, sprach vom „Geltungsstreben" – jenem tief sitzenden menschlichen Bedürfnis, Anerkennung und Bedeutung zu erlangen, das häufig aus einem unbewussten Gefühl der Minderwertigkeit heraus entsteht. Wo ein Mensch innerlich nicht ausreichend von seinem eigenen Wert überzeugt ist, sucht er Bestätigung von aussen – und ein exotischer Ort, an dem man sich gerade aufhält, wird zu einem leicht verfügbaren Beweisstück der eigenen Bedeutsamkeit.

Noch tiefer geht Erich Fromm in seinem Werk „Haben oder Sein". Er unterscheidet zwei grundverschiedene Weisen, das eigene Dasein zu gestalten: den Modus des Habens, in dem sich ein Mensch über das definiert, was er besitzt, konsumiert oder vorzuweisen hat – „Ich bin, was ich habe und konsumiere" –, und den Modus des Seins, in dem ein Mensch aus seiner eigenen inneren Lebendigkeit heraus schöpft. Wer im Modus des Habens verhaftet ist, so Fromm, kompensiert eine innere Leere durch vermeintliche Statussymbole – und dazu zählt eben auch der glanzvolle Aufenthaltsort, den man wie eine Monstranz vor sich herträgt.

Der Sozialpsychologe Leon Festinger lieferte mit seiner „Theorie des sozialen Vergleichs" eine weitere wichtige Erklärung: Menschen bewerten den eigenen Wert unweigerlich im Vergleich zu anderen. Eine Nachricht aus Paris oder Miami ist, bewusst oder unbewusst, immer auch eine Einladung an den Empfänger, sich selbst mit dem Absender zu vergleichen – und dabei möglichst neidisch zurückzubleiben. Der Soziologe Erving Goffman beschrieb diesen Mechanismus als „Impression Management": Wir alle inszenieren im sozialen Leben eine Bühnenfigur, ein Idealbild unserer selbst, das wir der Welt präsentieren wollen – und der glamouröse Urlaubsort gehört zu den wirkungsvollsten Requisiten dieser Inszenierung.

Was die Wissenschaft dazu herausgefunden hat

Auch die moderne Forschung hat sich diesem Phänomen ausführlich gewidmet. Bereits 1899 beschrieb der Ökonom und Soziologe Thorstein Veblen in seinem einflussreichen Werk „Theorie der feinen Leute" das Prinzip des „demonstrativen Konsums" (conspicuous consumption): Menschen erwerben und zeigen Güter nicht in erster Linie, weil sie ihnen nützen, sondern um ihren sozialen Status sichtbar zu demonstrieren. Ein Aufenthalt an einem prestigeträchtigen Ort funktioniert nach genau demselben Prinzip – er ist, könnte man sagen, demonstrativer Konsum in geografischer Form.

Besonders aufschlussreich ist zudem, was die Glücksforschung über den tatsächlichen Effekt solcher Statussymbole herausgefunden hat. Die Psychologen Philip Brickman und Donald Campbell prägten 1971 den Begriff der „hedonistischen Tretmühle": Menschen gewöhnen sich erstaunlich schnell an positive Veränderungen und kehren binnen weniger Wochen oder Monate zu ihrem ursprünglichen Grundniveau an Zufriedenheit zurück – ganz gleich, ob sie eine Gehaltserhöhung, einen Lottogewinn oder eben eine Reise an einen traumhaften Ort erlebt haben. Der schönste Ort der Welt verschafft, wissenschaftlich betrachtet, nur einen sehr kurzfristigen Glücksschub. Eine vielzitierte Studie amerikanischer Forscher aus dem Jahr 2012 wies zudem nach, dass eine situativ aktivierte materialistische Denkweise – etwa durch die Konfrontation mit Luxusgütern oder Statussymbolen anderer – das eigene Wohlbefinden und das soziale Miteinander messbar verschlechtert. Wer sich ständig mit den vermeintlich glanzvollen Standorten anderer vergleicht, schadet demnach nicht nur der eigenen Zufriedenheit, sondern auch seinen Beziehungen.

Was die grossen spirituellen Lehrer dazu sagen

Die spirituellen Traditionen der Menschheit gehen dem Phänomen noch auf den Grund seiner tiefsten Ursache. Der Buddha lehrte, dass alles menschliche Leiden aus dem Tanha entspringt, dem Durst, dem Anhaften an vergängliche Dinge, Zustände und Vorstellungen von uns selbst. Das Bedürfnis, durch einen bestimmten Ort aufgewertet zu werden, ist aus dieser Sicht nichts anderes als eine weitere Form des Anhaftens – der Versuch, das eigene, an sich schon vollständige Wesen durch etwas Äusseres zu ergänzen, das in Wahrheit niemals ausreichen kann.

Eckhart Tolle, einer der einflussreichsten spirituellen Lehrer unserer Zeit, bringt es in seinem Werk „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" auf eine sehr klare Formel: Frieden und Erfüllung sind niemals an einen Ort oder eine äussere Bedingung gebunden, sondern einzig an die Qualität der Aufmerksamkeit, die wir dem gegenwärtigen Augenblick schenken. Auch das Lukasevangelium überliefert einen Satz von zeitloser Klarheit: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch." Wer im Aussen sucht, was nur im Inneren zu finden ist, wird – ganz gleich, wie oft er den Ort wechselt – stets mit leeren Händen zurückbleiben. Der persische Mystiker Rumi eröffnet sein Hauptwerk, das Masnavi, mit dem Bild einer Rohrflöte, die, aus ihrem Schilfbeet herausgeschnitten, seither klagend von der Trennung von ihrem Ursprung singt – ein Sinnbild für jene tiefe, oft unbewusste Sehnsucht, die Menschen von Ort zu Ort treibt, in der Hoffnung, anderswo endlich anzukommen, während das eigentliche Zuhause immer nur im eigenen Inneren zu finden gewesen wäre. Und der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh lehrte in unzähligen Variationen denselben schlichten Kerngedanken: „Wo auch immer du bist, sei ganz dort." Nicht der Ort entscheidet über unseren inneren Frieden, sondern die Vollständigkeit unserer Anwesenheit an ihm.

Eine eigene Erinnerung

Ich denke an eine ältere Frau, der ich einmal auf einer einfachen Parkbank begegnete, mit einem Pausenbrot in Papier gewickelt und einer Thermoskanne Tee. Sie sass dort, die Augen geschlossen, das Gesicht der Sonne zugewandt, und ein Lächeln lag auf ihren Zügen, das ich bei so manchem Menschen an den prächtigsten Stränden dieser Welt vermisst habe. Sie besass keinen Palast, keinen Whirlpool, kein Flugticket nach irgendwohin – und doch strahlte sie eine Zufriedenheit aus, die sich durch nichts Äusseres erklären liess. Diese Frau auf der Parkbank hatte, ohne es vermutlich selbst philosophisch zu benennen, genau das verwirklicht, wovon Diogenes, Seneca und die grossen spirituellen Lehrer sprachen: Sie war ganz bei sich – und damit überall zu Hause.

Der Garten als Bewusstseinszustand

Was bleibt also am Ende dieser Betrachtung? Ich lebe schon viele Jahre ohne eigenen Garten. Und doch fehlt mir nichts. Wenn ich in der Natur unterwegs bin, wird der Wald zu meinem Garten, die Wiese zu meinem Garten, das Ufer eines Sees zu meinem Garten. Ich liebe und geniesse jene Momente, die ich dort, oft ganz allein, verbringen darf, mit derselben Tiefe, mit der andere ihren eigenen, sorgsam gepflegten Garten geniessen mögen – vielleicht sogar mit noch grösserer Dankbarkeit, weil ich weiss, dass dieser Garten mir in Wahrheit nicht gehören muss, um mir zu gehören.

Der Garten, so verstehe ich es heute, ist letztlich kein Ort auf einer Landkarte, sondern ein Zustand des Bewusstseins. Wer diesen inneren Garten in sich selbst gefunden hat, trägt ihn an jeden Ort dieser Welt mit sich – nach Paris ebenso wie nach Hinterdupfing. Und wer ihn nicht gefunden hat, wird ihn auch an den prächtigsten Küsten dieser Erde vergeblich suchen. In diesem Sinne wünsche ich jedem, der diese Zeilen liest, nicht in erster Linie ferne, glanzvolle Reisen – sondern jenen inneren Ort des Friedens, von dem aus jeder Ort, an dem man sich gerade befindet, zum schönsten Ort der Welt werden kann.



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Samstag, 19. September 2026

Die Stimme ist der Klang der Seele - Ein Blogartikel von Ernst Koch


Die Stimme ist der Klang der Seele

Es war mir schon vor weit über vierzig Jahren bewusst, dass die menschliche Stimme sehr viel über den jeweiligen Menschen verrät. Ob jemand gut gelaunt ist, vor Freude die ganze Welt umarmen könnte, oder ob jemand gestresst, nachdenklich, schwer beschäftigt oder ängstlich ist – all das schwingt mit, lange bevor ein einziges Wort seinen eigentlichen Sinn preisgibt. Die Stimme trägt mehr in sich, als den meisten Menschen bewusst ist. Sie ist wie ein Fluss, der nicht nur Wasser transportiert, sondern auch das Gestein, den Schlamm, das Licht und die Farbe der Landschaft, durch die er geflossen ist.

Vor ungefähr fünfunddreissig Jahren erlebte ich, wie eindrücklich sich die Stimme einer Frau veränderte, weil es ihr plötzlich rundum gut ging. Nur kurz zuvor war ihre Stimme eng gewesen, gepresst, fast schneidend – man konnte den Druck, der auf ihr lastete, förmlich hören. Doch nun klang ihre Stimme voll, warm, fast gurrend, von einer Weichheit, der man ewig hätte lauschen können. Was war geschehen?

Nach allem, was ich seither über die Verbindung von Stimme und Seele erfahren, gelesen und selbst beobachtet habe, lautet die Antwort: Nichts hatte sich an ihrer Stimme direkt verändert. Etwas hatte sich in ihrem Inneren gelöst – eine Last, eine Angst, ein altes Nein zu sich selbst –, und die Stimme, die diesen inneren Zustand niemals verbergen kann, hatte es einfach nur nach aussen getragen. Die Stimme lügt nicht. Sie ist der ehrlichste Bote, den wir besitzen.

Der Atem als Brücke zwischen Körper und Geist

Um zu verstehen, warum das so ist, lohnt sich ein Blick auf das, was Stimme eigentlich ist: geformter Atem. Ohne Atem kein Ton. Und genau in diesem einfachen Umstand liegt schon eine ganze spirituelle Weltanschauung verborgen. Im Lateinischen bedeutet spiritus zugleich „Atem" und „Geist". Im Griechischen trägt pneuma dieselbe Doppelbedeutung – Hauch, Wind und Seele in einem Wort. Und im Hebräischen meint ruach ebenso Atem wie Geist Gottes, jenen Hauch, der nach der biblischen Schöpfungserzählung dem Menschen erst Leben einbläst. Wenn wir sprechen, holen wir also nicht nur Luft – wir lassen etwas von diesem uralten, beseelenden Hauch hörbar werden. Die Stimme ist verkörperter Atem, und der Atem ist die feinste Schnittstelle zwischen dem, was wir Körper, und dem, was wir Seele nennen.

Kein Wunder also, dass sich Anspannung sofort in einer flachen, gepressten Stimme zeigt, während innerer Frieden den Atem vertieft, den Brustkorb weitet und dem Ton jenen samtigen, tragenden Klang verleiht, den wir instinktiv als „schön" empfinden. Wir hören nicht die Melodie eines Menschen – wir hören seinen inneren Zustand in Echtzeit.

Was schon die Alten wussten

Diese Erkenntnis ist keineswegs neu. Bereits Pythagoras, der grosse Weise des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts, entdeckte an der schwingenden Saite, dass Klang und mathematische Harmonie untrennbar miteinander verwoben sind. Er ging weiter und lehrte, dass dieselbe Harmonie, die den Kosmos und die Bewegung der Himmelskörper durchdringt – die berühmte „Sphärenharmonie" –, auch Leib und Seele des Menschen ordnet. Musik und Klang, so die Pythagoreer, könnten Körper und Seele buchstäblich heilen, weil sie den Menschen wieder in Einklang mit jener grösseren, kosmischen Ordnung bringen, aus der er selbst hervorgegangen ist.

Auch Aristoteles widmete der Stimme in seiner Schrift „Über die Seele" (De Anima) eine eigene, sehr genaue Betrachtung. Für ihn war die Stimme (griechisch phoné) kein beliebiges Geräusch, sondern ausdrücklich der Laut eines beseelten Wesens – ein Klang, der nur dort entstehen kann, wo eine Seele am Werk ist, die dem Atem Absicht und Bedeutung mitgibt. Ein Windhauch, der durch ein hohles Rohr streicht, erzeugt Klang, aber keine Stimme. Erst die Seele macht aus Luft eine Stimme. Und Platon wiederum sprach in seinem Werk „Politeia" von der „wohlgestimmten Seele" – einer inneren Ordnung, in der Verstand, Wille und Begehren wie die Töne einer Leier zueinanderfinden. Ist diese innere Leier verstimmt, hören wir es. Ist sie gestimmt, hören wir auch das.

Was die moderne Wissenschaft bestätigt

Was die Antike ahnte, hat die Wissenschaft des zwanzigsten Jahrhunderts auf verblüffende Weise untermauert. Der französische Hals-Nasen-Ohren-Arzt Alfred Tomatis (1920–2001) entdeckte in den 1950er-Jahren einen Zusammenhang, der seither als „Tomatis-Effekt" bekannt ist und 1957 von einem Forscherteam um Raoul Husson an der Sorbonne experimentell bestätigt wurde: Das Ohr und die Stimme stehen in einer so engen Wechselbeziehung, dass ein Mensch keinen Laut hervorbringen kann, den sein Ohr nicht auch zu hören vermag. Tomatis entwickelte daraus die Audio-Psycho-Phonologie, eine Hörtherapie, die nicht nur die Sprachentwicklung von Kindern, sondern auch das seelische Gleichgewicht von Erwachsenen beeinflussen sollte. Zu seinen bekanntesten Patienten zählten so unterschiedliche Künstlerpersönlichkeiten wie die Sopranistin Maria Callas, die Schauspielerin Romy Schneider und der Schauspieler Gérard Depardieu, der einst kaum einen zusammenhängenden Satz sprechen konnte und nach der Behandlung zu einem der wortgewaltigsten Schauspieler Frankreichs wurde. Tomatis selbst war überzeugt: Der Mensch hört sich nicht nur zu, um Klang zu verarbeiten – er hört, um sein ganzes Sein in Schwingung zu halten.

Die heutige Stimmforschung, die sogenannte Psychoakustik, misst inzwischen mit feinsten Verfahren, wie sich Tonhöhe, Klangfarbe, Sprechtempo und selbst winzigste Frequenzschwankungen (Fachleute sprechen von Jitter und Shimmer) mit dem emotionalen und nervlichen Zustand eines Menschen verändern. Auch die Polyvagal-Theorie des amerikanischen Neurowissenschaftlers Stephen Porges beschreibt, wie der sogenannte Vagusnerv – jener Nerv, der Herz, Lunge und Kehlkopf miteinander verbindet – über seinen Aktivierungszustand direkt bestimmt, ob eine Stimme warm und tragend oder eng und blechern klingt. Sicherheit, Geborgenheit und innerer Frieden lassen buchstäblich einen anderen Klang entstehen als Angst und Alarmbereitschaft. Was die Frau aus meiner Erinnerung erlebte, lässt sich also auch physiologisch beschreiben: Ihr Nervensystem hatte sich beruhigt, ihr Vagusnerv in einen Zustand der Sicherheit gefunden – und ihre Stimme wurde zum hörbaren Zeugnis dieser inneren Wende.

Die Psychologie der Stimme

Auch die grossen Psychologen des vergangenen Jahrhunderts wussten um die Sprachkraft des Unbewussten. Sigmund Freud richtete sein Ohr bekanntlich auf das, was er „Fehlleistungen" nannte – jene kleinen Versprecher und Stockungen, in denen sich, wie er glaubte, unterdrückte Wünsche und Wahrheiten einen Weg an die Oberfläche bahnen. Für Freud war die Stimme also auch ein Schlupfloch des Unbewussten, ein Ort, an dem die Seele spricht, obwohl der Verstand schweigen möchte.

Carl Gustav Jung ging noch weiter. Er unterschied zwischen der „Persona" – jener Maske, die wir der Welt zeigen – und dem authentischen Selbst, das im Prozess der Individuation langsam ans Licht kommt. Viele Stimmtherapeuten, die sich auf Jung berufen, beschreiben genau diesen Weg klanglich: eine Stimme, die zunächst brav, kontrolliert und maskenhaft klingt, weil sie durch die Persona gefiltert wird, und die mit wachsender innerer Ehrlichkeit an Fülle, Wärme und Eigenheit gewinnt. Jung sprach zudem von der Anima und dem Animus, den inneren Gegenpolen der Seele, die sich – so beobachten es bis heute Stimmcoaches – oft genau dann bemerkbar machen, wenn eine Frau plötzlich aus einer ungewohnten Tiefe heraus spricht oder ein Mann eine überraschende Weichheit in seiner Stimme entdeckt. Die Stimme, so könnte man Jung zusammenfassen, ist einer der ehrlichsten Ausdrucksorte des ganzen, ungeteilten Selbst.

Stimmen, die Geschichte schrieben

Wie sehr die Stimme das Wesen eines Menschen offenbaren kann, zeigt sich eindrücklich an einigen der grossen Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts. Maria Callas, deren Stimme durch Tomatis' Arbeit erst ihre volle Kraft entfaltete, wurde von ihrem Publikum nicht nur als Sängerin, sondern als eine Frau erlebt, die auf der Bühne buchstäblich ihre Seele offenlegte – man sprach von ihrer Stimme oft so, als handle es sich um eine zweite, verletzlichere Person. Édith Piaf, der „Spatz von Paris", trug in ihrem brüchigen, kraftvollen Timbre ein ganzes Leben aus Verlust und Sehnsucht, das jede Zeile, die sie sang, glaubwürdig machte. Aretha Franklin wurde nicht zufällig zur „Queen of Soul" gekürt – ihre Stimme entsprang unmittelbar den Kirchengesängen ihrer Kindheit und trug jene spirituelle Kraft, die weit über blosse Gesangstechnik hinausging.

Auch ausserhalb der Musik prägte die Stimme das kollektive Gedächtnis: Nelson Mandelas ruhige, bedächtige Sprechweise vermittelte selbst nach siebenundzwanzig Jahren Gefängnis eine innere Freiheit, die keine Mauer hatte brechen können. Martin Luther King jr. verstand es, mit dem Auf und Ab seiner Stimme eine ganze Bewegung mitzureissen – seine berühmte Rede lebt bis heute weniger von ihrem Text allein als von der Kraft, mit der er ihn trug. Und Marilyn Monroe, deren zart-hauchige Stimme oft belächelt wurde, offenbarte gerade darin eine Verletzlichkeit, die Millionen Menschen berührte – ein Klang, der mehr über ihre Seele erzählte, als es jedes Interview je vermocht hätte. All diese Stimmen wurden nicht wegen ihrer Technik unsterblich, sondern weil in ihnen ein Mensch ungeschminkt hörbar wurde.

Was grosse spirituelle Lehrer über die Stimme sagen

Die spirituellen Traditionen der Menschheit haben diesem Zusammenhang von jeher eine noch tiefere, kosmische Bedeutung gegeben. Im Hinduismus kennt man die Lehre des Nada Yoga, des „Yoga des Klangs", die auf der Vorstellung von Nada Brahma beruht: „Die Welt ist Klang." Alles Sein, so diese uralte Weisheit, ist letztlich schwingende Energie, und der Urklang Om gilt als jene erste Schwingung, aus der die gesamte Schöpfung hervorgegangen ist. Wer diesen Klang in sich selbst zum Erklingen bringt – durch Gesang, Mantra oder bewusstes Tönen –, so lehrten Meister wie Paramahansa Yogananda, berührt damit unmittelbar seine eigene göttliche Natur.

Eine verwandte Vorstellung findet sich im Johannesevangelium, dessen berühmter erster Vers die Schöpfung selbst aus dem Klang, aus dem „Wort", hervorgehen lässt – Sprache und Klang stehen dort am allerersten Anfang allen Seins. Auch die islamische Mystik, der Sufismus, misst dem Klang eine zentrale Rolle bei: Im Dhikr, dem rhythmischen Wiederholen heiliger Namen, wird die Stimme zum Werkzeug der Erinnerung an das Göttliche im eigenen Inneren. Der persische Mystiker Rumi eröffnet sein Hauptwerk mit dem Bild einer Rohrflöte, die von ihrem Schilfbeet getrennt wurde und seither klagend jene Sehnsucht besingt, die jede von ihrer Quelle getrennte Seele in sich trägt – ein Sinnbild, das bis heute als eines der eindrücklichsten Gleichnisse für die menschliche Stimme als Ausdruck seelischer Sehnsucht gilt. Im tibetischen Buddhismus wiederum gilt das gemeinsame Skandieren von Mantras als Weg, den eigenen Geist zu beruhigen und mit einer grösseren, mitfühlenden Ordnung in Einklang zu bringen, während zeitgenössische spirituelle Lehrer wie Thich Nhat Hanh das bewusste, achtsame Sprechen selbst zu einer Form der Meditation erhoben haben: Jedes Wort, jeder Tonfall, so seine Lehre, kann entweder Trennung oder Verbindung säen.

Zurück zur Frau mit der singenden Stimme

Wenn ich all dies zusammennehme – die antiken Philosophen, die Ohrenärzte und Psychoakustiker, die Psychologen und die spirituellen Meister –, dann ergibt sich ein Bild, das erstaunlich einheitlich ist: Die Stimme ist niemals nur Technik. Sie ist der hörbare Abdruck dessen, was in einem Menschen an Frieden oder Unruhe, an Liebe oder Angst, an Wahrheit oder Verstellung lebt. Was ich vor fünfunddreissig Jahren bei jener Frau hörte, war also weit mehr als ein glücklicher Zufall der Stimmbänder. Etwas in ihrem Inneren hatte sich gelöst, ihr Nervensystem hatte sich beruhigt, ihre Seele hatte – um es mit Platon zu sagen – wieder zu ihrer eigenen Stimmung gefunden. Der Klang, der daraus entstand, war nichts anderes als ihre Seele selbst, hörbar geworden.

Eine Einladung zum Zuhören

Vielleicht ist das die schönste Übung, die sich aus all diesem Wissen ableiten lässt: der eigenen Stimme wieder ehrlich zuzuhören. Nicht, wie sie klingt, wenn wir eine Rolle spielen, sondern wie sie klingt, wenn wir ganz bei uns selbst sind – beim Summen unter der Dusche, beim leisen Sprechen mit einem geliebten Menschen, beim ersten Wort nach dem Erwachen. In diesem ungeschützten Klang liegt oft mehr Wahrheit über unseren inneren Zustand, als tausend Gedanken uns verraten könnten. Wer lernt, seiner eigenen Stimme zu lauschen, lauscht in Wahrheit seiner eigenen Seele.

Nachtrag

Erstaunliche Ergebnisse  kann es u.a. in Bezug auf die Stimme bei spirituellen Behandlungen geben, wenn die permanente Anspannung der Menschen plötzlich abfällt. In über 22 Jahren durfte ich wahre Wunder bei Männern und Frauen miterleben.  Ernst Koch

 


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Dienstag, 8. September 2026

Maharishikaa | AI, Spirits, Shamans, Danger | KI, Geister, Schamanen, Gefahr

Maharishikaa | AI, Spirits, Shamans, Danger

Vollständiges Transkript (Deutsch)

Originalvideo: https://www.youtube.com/watch?v=fUwWd_LoSR0


Dnyaneshwar:

Namaskaar Maiyaa.

Maharishikaa:

Namaskaar.

Dnyaneshwar:

Mit dem Fortschritt der KI, wo es überall selbstfahrende Autos gibt und … diese Roboter, die Intelligenz oder ein Gewissen haben, wo sie weit besser sind als Menschen … sie sind weit besser als Menschen … also, denkst du, ist es in der Zukunft möglich, mit dem Fortschritt der Technologie etwas Ähnliches wie den Antaraatman (die Seele im Inneren) oder die Quelle nachzubilden?

Maharishikaa:

Ich habe nicht das Gefühl, dass das etwas ist, was die Arbeit der Technologie ist, weil Technologie in einer materiellen Welt operiert, einer komplexen materiellen Welt. Während der Antaraatman (die Seele im Inneren) oder die Seele ein einzelnes Atom ist – die Seele ist ein Atom. Es ist ein einzelnes Atom, und es ist ein energetisches Feld um dieses Atom herum.

Also braucht es nicht, in der materiellen Welt repliziert zu werden, weil es bereits existiert. Ich meine, man kann es herausnehmen und irgendwohin setzen. Vielleicht wird der Mensch in ferner Zukunft lernen, wie man eine Aatma (Seele) isoliert und sie mit etwas Mechanischem verbindet – das ist eine Möglichkeit.

Die Sache ist, dass Menschen bereits Aatmas isolieren können. Es gibt viele Schamanen und solche Leute – ihre Arbeit besteht darin, einen Geist zu isolieren und diesen Geist für sich arbeiten zu lassen. Und ein Geist ist eine Aatma, es ist eine Seele. Also ist diese Arbeit des Isolierens der Seele bereits unternommen worden.

Nun würde es einfach darum gehen, sie materiell auf eine Weise einzusperren, und es besteht eine hohe Möglichkeit, dass das in der Zukunft getan wird. Ob es das Richtige ist oder nicht, ist eine andere Frage. Aber Schamanen haben … sie haben Geister isoliert, sie haben sie in Flaschen gehalten, sie haben alle möglichen Dinge getan, ich meine … Die Genies zum Beispiel sind eigentlich Geister, weißt du.

Dnyaneshwar:

Was sind die Auswirkungen, wenn eine solche Seele eingesperrt wird, oder … was geschieht in diesem Fall?

Maharishikaa:

Nun, du wirst bemerkt haben, dass die meisten Schamanen ziemlich jung sterben. Tatsächlich kannte ich einen, der vor kurzem gestorben ist, sehr jung tatsächlich, weil sie mit einer Welt herumspielen, die nicht die ihre ist.

Also nutzen sie tatsächlich die körperlosen Wesen oder Geister, um Arbeiten für sie zu erledigen. Und an einem Punkt werden sie deswegen angegriffen. Weil diese Wesen, diese Geister, die sie benutzen, unfähig sind, sich selbst zu verteidigen. Also an einem Punkt, wenn eine Zeit kommt, in der diese Geister auch stark werden, weil es auch eine Zunahme der energetischen Stärke gibt, greifen sie an, und dann ist es vorbei.

Es ist also wirklich keine gute Idee, die Energien eines körperlosen Wesens einzusperren und zu nutzen, weißt du. Man hat eigentlich nicht das Recht, das zu tun. Es ist schwarze Magie, und es ist gefährlich, und es zieht einfach Elend an, und es zieht schließlich den Tod an, viel früher als …

Dnyaneshwar:

Im Zusammenhang damit, Maiyaa, es gibt diese Menschen, deren Systeme offen sind, und sie werden von Gottheiten oder verschiedenen körperlosen Wesen besessen, sie sagen die Zukunft voraus oder verschiedene Dinge wie das. Wer zahlt den Preis – ist es grundsätzlich derjenige, der im Körper ist, ist das richtig? Wenn ein Geist einen Menschen besitzt und durch diesen Menschen zu sprechen oder zu handeln beginnt, wer zahlt in dieser Situation den Preis?

Maharishikaa:

Es ist selten ein Geist, der das von sich aus tut, es wird immer von jemand anderem getan … einem lebenden Menschen, der tatsächlich diesen Geist benutzt, um etwas geschehen zu lassen.

Ein Geist kann im Allgemeinen nicht … – ich meine, es mag seltene Ausnahmen geben, aber – er kann nicht einfach in einen menschlichen Körper eintauchen und anfangen … Es ist, weil irgendwo ein Schamane sitzt, der das bewirkt hat.

Also was geschieht – und das ist tatsächlich eine gängige Praxis – da gibt es einen Schamanen, dieser Schamane weiß, wie man einen Geist nutzt, ihn auf eine Weise einsperrt, ihn tatsächlich versklavt – das ist das echte Wort. Also was sie tun, ist, dass sie eine Person auswählen, deren Körper offen ist, und dann versklaven sie den Geist, sie lassen diesen Geist tatsächlich in jemanden fallen, und diese Person beginnt sich sehr seltsam zu verhalten und in Zungen zu sprechen und Dinge wie das.

Und dann wird der Schamane gerufen, um in dieser Situation zu helfen. Also schaffen sie diese Situationen, um zu leben und ihre Rechnungen zu bezahlen, denke ich, oder wie auch immer man es nennen will. Und es gibt viele Fälle wie diesen, und es geschieht auf der ganzen Welt, es ist nicht nur an einem Ort oder so. Es geschieht in Afrika, es geschieht in Südamerika, in … es geschieht in Indien, es geschieht in Europa.

Es gibt sehr, sehr viele Fälle von Menschen, die in Zungen sprechen, sie wissen nicht, was sie tun sollen, dann suchen sie jemanden, und es geschieht im Allgemeinen um solche Menschen herum. Ein Geist wird nicht einfach hineingehen und eintreten in … es ist immer ein menschliches Element involviert.

Weil ein körperloses Wesen, ein Geist, auf dem Weg vom Planeten hinaus ist, es hat seine Arbeit hier beendet, und es geht einfach. Es kommt nicht und beginnt in Dinge einzutreten, und die Leute sagen immer … „oh, diese Seele“ … weißt du … „sie hängt noch herum und hält an der Familie fest“ … oder dies oder das. Es ist sehr selten so. Es ist meistens jemand in der Nähe, der ein bisschen herumspielt.

Es gibt viele Menschen, die das tun, weil es keine so schwierige Siddhi (Kraft) ist, tatsächlich zu lernen, wie man … Geister nutzt … aber es ist einfach gefährliches Geschäft und deshalb ist es keinem meiner Schüler erlaubt, solche Dinge zu tun.

Es gab, weißt du, Babas, die zu mir gekommen sind, und ich rate ihnen immer, es einfach zu lassen. Geh zu dem Geist, der in dir selbst ist, weil das derjenige ist, mit dem du umgehen sollst. Du sollst nicht mit körperlosen Wesen umgehen und den Geistern anderer Leute und all dem Zeug.

Weißt du, sogar diese Kan … wie heißen die, die flüstern … Kan … Karna Pishachini. Karna Pishachinis sind tatsächlich Geister, die ins Ohr flüstern, nicht wahr? Aber wer ist das? Warum sollte ein Geist kommen und unnötig in dein Ohr flüstern? Er hat andere Dinge zu tun. Er tut das, weil ein Mensch das bewirkt hat.

Weißt du, da sitzt ein Mensch, der will, dass dieser Geist kommt und ins Ohr flüstert, weil sie damit Geld verdienen. Oder entweder bekommen sie Geld, oder sie bekommen Anerkennung, oder sie bekommen zwischenmenschliche Beziehungen. Eine der drei Dinge werden sie bekommen. Also tun sie das, ansonsten tun Geister das nicht.

Sie sagen … „Oh, dieses Haus ist verflucht, da lebt ein Geist“ … Der Geist wird niemandem schaden, es ist ein Mensch, der hinter dieser Handlung steckt. Deshalb, wenn … wenn du absolut keine Angst vor so etwas hast, kann es keinen Einfluss haben. Weil dieser … dieser Schamane mit der Angst der Menschen arbeitet. Nichts kann geschehen, weil es keine Angst gibt, mit der dieser Geist dann in Kontakt tritt.


Dieses Transkript basiert auf der offiziellen YouTube-Auto-Transkription und allen verfügbaren Quellen. Das Video dauert ca. 8 Minuten 50 Sekunden.

Aayushmaan bhava.

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Donnerstag, 3. September 2026

Maharishikaa | The Surrender Practice, Material Impulse & Migraines | Die Praxis der Hingabe, materielle Impulse und Migräne

Maharishikaa | The Surrender Practice, Material Impulse & Migraines

Die Hingabe-Praxis, materieller Impuls & Migräne | Preeti Upanishad

Vollständiges Transkript (Deutsch)

Originalvideo: https://www.youtube.com/watch?v=xHV0Y9uSM74


Petra:

Also ich habe natürlich getestet und geschaut, was die Wahrheit ist, und ich habe bemerkt, dass es ein „Ja“ gibt, wenn es sich hier öffnet (zeigt auf das Herz) und ein „Nein“, und es zieht hier hoch (zeigt auf den Nacken). Und interessant genug habe ich in der Vergangenheit Migräne gehabt, also immer dieses Ziehen, und das ist für mich interessant zu verstehen, weil ich mein ganzes Leben lang geschaut habe: „Warum bekomme ich diese Migränen?“ Und es war ein „Nein“ und hat mir immer „Nein“ gesagt. Ich habe auch diese Verwirrung beim Testen… manchmal scheint es so, als hätte das Ego das System ein bisschen zu gut verstanden und versucht, mir einen Impuls vorzutäuschen, der aber nicht von der Wahrheit kommt, sondern vom Ego. Tut das Ego das?

Maharishikaa:

Natürlich tut es nur das. Das ist sein Hauptgeschäft: dich zu verwirren. Je irdischer du bist, je körperlicher du wirst, je präsenter du wirst, desto weniger kann dieses Ego – dieses durchtriebene Ding, diese Ego-Lüge – dich verwirren. Je abgelöster vom System, je mehr in einem höheren Zustand oder wie auch immer es in den verschiedenen Traditionen genannt wird, desto mehr hat das Ego die Kontrolle. Das ist die… das ist die schreckliche Wahrheit dieser Erfahrungen, und natürlich kann man dieses Risiko eingehen, es gibt Leute, die das alles gerne machen. Es gibt viele Wege zur Wahrheit. Das Thema und das Problem ist die Frage des Samarpan (Hingabe), der Hingabe. Es gibt einen tiefen Widerstand gegen die Hingabe in jeder Form und Facette dieses… Ausdrucks. Das Beugen muss da sein, es gibt keine Erfahrung der Wahrheit ohne es. Und was beugt sich wozu? Es ist Petra – der Name dieses Körpers ist Petra, richtig? Er hat bei der Geburt einen kleinen Stempel bekommen. Also gibt es Petra, und sie beugt sich dem Impuls der Wahrheit, der aus ihrem Zentrum hervorkommt, ihrem zentralen Impuls, dem kosmischen Impuls, dem Antaraatman (Seele innerhalb), dem Antarguru (innerer Führer), der Liebe, der Wahrheit. Es hat verschiedene Facetten und verschiedene Namen, aber es ist dieses Ding schließlich, und sich dem zu beugen, Samarpan (Hingabe) daran, bedeutet, mit diesem Impuls zu fließen. Also wenn du diese Art von Schmerz in deinem Leben hattest und wenn du das jetzt mit einem „Nein“ vom System verbindest, dann versuche dir vorzustellen, wie viel „Nein“ du gelebt hast. Was bedeutet, dass das Ego einen großen Teil deiner Existenz bestimmt hat, und es ist erstaunlich jetzt, weil du das sehen kannst! Du musst nur diesen Kompass in die richtige Richtung bewegen… oder dem Kompass folgen, der dich in die richtige Richtung weist. „Richtig“ bedeutet das, was diesem System die größte Freude bringt. Wir sind nicht hier auf diesem Planeten, um so zu leiden!

Petra:

Ich bin noch Anfängerin im Fragen und Sprechen oder im In-Kontakt-Treten mit der Wahrheit, aber was ich verstanden habe, ist, zuerst eine Hingabe in dir zu haben – und zwar direkt bevor du die Frage stellst – weil wenn ich das nicht bin, dann versucht das Ego hineinzukommen, also ist es zuerst ein bisschen Hingabe und dann die Frage stellen und dann hören.

Maharishikaa:

Ja, und was auch interessant ist: Nach einer Weile wirst du keine Fragen mehr stellen müssen. Weil das System mit der Wahrheit in Einklang ist! Natürlich ist es… du weißt, es ist etwas, das nicht kontinuierlich ist, manchmal… fällt man ab, dann bringt man sich wieder auf den Weg, dann weicht man vielleicht vom Weg ab, dann bringt man sich wieder auf den Weg. Aber was interessant ist, ist, dass es nicht diese Erleuchtung ist, nach der du dich sehnst und die du nie erreichst – abgesehen von drei Leuten, die unter einem Baum sitzen und vom Dorf versorgt werden – und da ist diese Art von Traurigkeit… du bist 75 und 80 Jahre alt und hast die Wahrheit immer noch nicht mit den Fingerspitzen berührt, während die ganze Zeit diese Wahrheit genau hier im Zentrum deines Seins ist. Sie ist nicht da draußen! Also wenn du beginnst, diese Wahrheit in dir zu fühlen, ist diese Ermächtigung keine egoistische Ermächtigung, es ist dann die Wahrheit, die in Aktion ist.

Petra:

Und das erste Mal, als ich Migräne hatte, war zu einer Zeit, als ich lange, lange Meditationen gemacht habe.

Maharishikaa:

Da hast du es. Nichts Ungewöhnliches. Das habe ich hier schon so oft gehört. Lange Meditationen sind wie ein Betäubungsmittel für das System. Sie drängen das Bewusstsein einfach hinaus. Und wenn du nach Erleuchtung suchst, kannst du das sicherlich tun, aber darf ich fragen – und nicht aus einer utilitaristischen Perspektive, sondern aus einer existenziellen Perspektive – was macht Erleuchtung? Jedes erleuchtete Wesen muss sich reintegrieren, um in diesem Körper zu funktionieren! Also wenn Das auch Dieses ist, warum dann in Das gehen, wenn du Dieses sein kannst? Und Das in Dieses erfahren. Die existenzielle Frage und Antwort, die vom erleuchteten Meister kommt, kommt erst nach der Reintegration in das System und der Vertiefung des Selbstverwirklichungsprozesses – dann beginnen sie, Fragen zu beantworten. Sie tun es nicht vorher, weil sie kaum sprechen können. Ein Beispiel nach dem anderen dafür. Also… Selbstverwirklichung ist, dass du dich der Quelle, der Seele, der Wahrheit, der Liebe beugst in Samarpan, in Hingabe, und furchtlos mit der Aktion der Wahrheit bewegst. Es geht darum, furchtlos zu handeln, und du entwickelst diese Furchtlosigkeit, mit der Wahrheit zu gehen, durch die verschiedenen Praktiken, die im Wesentlichen die spirituelle Suche unterstützen, wie zum Beispiel Sevaa (Dienst), Aadhyaatmic Sevaa, spiritueller Dienst. Jene Jünger von Ramana, die im Ashram waren und die Wahrheit an seinen Lotusfüßen empfingen, waren in Sevaa (Dienst), sie waren in Samarpan (Hingabe), sie waren in Sevaa. Sie haben nicht herausgepickt, was ihnen an dem, was er sagte, gefiel, und es auf einen begrenzten konzeptionellen Ansatz angewandt, weißt du? Also die Suche nach der Wahrheit ist nicht einfach eine konzeptionelle Suche, sie ist eine ganzheitliche Suche. Es geht darum, dass das gesamte System in der Wahrheit handelt. Nicht nur das Konzeptionelle, nicht nur das Emotionale, sondern das gesamte System im nicht-dualen Zustand. Also wenn die Erfahrung sich vertieft, wird das, was du jetzt als das „Nein“ erlebst, immer weniger und weniger. Und du wirst diesen Schmerz überhaupt nicht mehr haben. Den „Nein“-Schmerz. Weil die Öffnung des Herzens in deinem Fall eine Erfahrung des „Ja“ ist, richtig? Also wird sich das mehr und mehr öffnen.


Dieses Transkript basiert auf der offiziellen YouTube-Auto-Transkription und allen verfügbaren Quellen. Das Video dauert ca. 9 Minuten; die Auto-Transkription endet an dieser Stelle.
Aayushmaan bhava.

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Freitag, 28. August 2026

Maharishikaa | Consciousness & Where Does the Ego Come From? | Bewusstsein & Woher kommt das Ego?

Maharishikaa | Consciousness & Where does ego come from? | Preeti Upanishad
Bewusstsein & Woher kommt das Ego? | Preeti Upanishad

Vollständiges Transkript (Deutsch)

Originalvideo: https://www.youtube.com/watch?v=UpMFroaVjuU


Jubarn (aus Saudi-Arabien):
Mein Name ist Jubarn. Ich komme aus Saudi-Arabien. Meine Frage könnte grundlegend und einfach sein, aber ich bin neu in dieser Kultur … in dieser spirituellen Erfahrung … und ich möchte das Bewusstsein besser verstehen. Ist es nur die Dualität zwischen Seele und Ego? Ist das alles, was Bewusstsein ist? Gibt es noch andere Teile? Könntest du sie bitte definieren, damit ich sie besser verstehe?

Maharishikaa:
Wenn wir über Bewusstsein sprechen, sprechen wir eigentlich über die Fähigkeit dieses Systems, wahrzunehmen, was geschieht … Es nimmt wahr durch den Sinn des Geschmacks … durch den Sinn des Geruchs … durch den Sinn des Sehens … durch den Sinn des Hörens … durch den Sinn des Tastens … und durch einen weiteren Sinn, der hauptsächlich durch die Haare und die Nägel gesteuert wird – alles, was aus dem Körper herausragt. Also hast du diese sechs verschiedenen Sinne.

Bewusstsein ist die Fähigkeit wahrzunehmen, und das Denken setzt dann ein und interpretiert, was wahrgenommen wird. In Beziehung zu diesen verschiedenen Sinnen stehen Bereiche im System, wie Chakren. So hast du das sehr materielle-physische, das mit dem Sinn des Geschmacks korreliert. Dann hast du das emotionale Sein, das mit dem Sinn des Geruchs korreliert. Darüber hinaus hast du den konzeptionellen Teil deines Bewusstseins, wo dein Denken stattfindet, und das korreliert mit dem Sinn des Sehens. Darüber hinaus hast du den transformativen Teil deines Bewusstseins, der eigentlich der kreative Teil deines Seins ist – deine Fähigkeit zu schaffen – und das korreliert mit deinem Sinn des Hörens. Also korreliert jeder Sinn mit einer dieser Schichten des Bewusstseins.

Und es geht darüber hinaus … es geht in das Einheitsbewusstsein, das deine Fähigkeit ist … sagen wir, dich im Bewusstsein mit dem anderen zu vereinen … eins zu sein, weißt du … vollständige Einsheit zwischen zwei Menschen … oder zwischen dir selbst und der Umgebung. Manchmal schaust du auf den Baum und du und der Baum seid eins … diese Erfahrung … Also sind das verschiedene Schichten des Bewusstseins, die tatsächlich … jeden Tag, die ganze Zeit in Aktion sind.

Für eine Person, deren Bewusstsein expandiert ist, wird sie nicht nur im Denken funktionieren … sie wird transformativ-kreativ … sie wird im Einheitsbewusstsein sein … sie wird in der Lage sein, eins mit dem anderen zu sein … sie wird in ein pluriformes Bewusstsein gehen, das in diesem Chakra ist, wo sie … wo sie einfach den anderen anschauen kann und wie eine Röntgenvision hat … um einfach zu wissen, was vor sich geht. Es wird alle Arten von Fähigkeiten geben, aber im Allgemeinen funktionieren Menschen hauptsächlich in einem komprimierten Bewusstsein, wo sie im Grunde denken … sie sind im Konzeptionellen … und im Emotionalen. … sie sind oft auch nicht sehr bewusst des Körpers … Also, das in einer Nussschale ist, worum es beim Bewusstsein im System … innerhalb des Systems geht.

Es gibt auch das kosmische Bewusstsein, das ist, wenn die … wenn die Wahrnehmung das System verlässt und nicht mehr bewusst wahrnehmen kann und in kosmische Zustände geht, wo sie den Kosmos in einem zunehmend … sagen wir, verdünnten Zustand wahrnimmt, wo es weniger und weniger Körpererfahrung gibt und mehr und mehr nur reines Bewusstsein, und du kannst einen Zustand erreichen, wo selbst diese Erfahrung des Bewusstseins wegfällt … wir nennen es die verschiedenen Samadhi-Zustände … Savikalpa-Samadhi … Nirvikalpa-Samadhi … eines bedeutet einen Samadhi-Zustand, wo es einige Attribute gibt … einige Erfahrung von … Identität … und einen Zustand, wo keine Identität da ist, der nur gewusst werden kann, wenn du von ihm zurückkommst, weil, wenn du in diesem Zustand bist, weißt du es nicht … denn da ist nichts, was wissen könnte … Also sind das die kosmischen Zustände des Bewusstseins und dann gibt es die körperlich-irdischen Zustände.

Also, was du versuchst zu tun, ist, dein Bewusstsein zu expandieren, und der Weg, wie du es tust, ist, dich auf die Wahrheit einzustimmen, anstatt dem Ego nachzugeben. Denn das Ego wird zu Leiden führen, was eine Kompression des Bewusstseins bedeutet. Und das Einstimmen auf die Wahrheit wird zu einem Aufblühen der Freude führen, was eine Expansion des Bewusstseins bedeutet … das wäre eine kurze Beschreibung …

Jubarn:
Aber ich muss immer noch den Unterschied zwischen dem Ego und der Wahrheit verstehen, die ich hier als die Seele annehme.

Maharishikaa:
Ja.

Jubarn:
Also, was … woher kam das Ego? … was ist es? … wie gehen wir damit um? Und ist das Einstimmen auf die Wahrheit die einzige Antwort? Oder könntest du ohne die Wahrheit leben … Könntest du? Könntest du leben und glücklich funktionieren … äh … ein volles Leben haben, ohne spirituell zu sein?

Maharishikaa:
Nun, lass mich zuerst die erste Frage beantworten … die war … „woher kommt das Ego?“ Also, wenn ein Kind geboren wird und den Bauch seiner Mutter verlässt, beginnen seine Sozialisierungsprozesse … die Gesellschaft beginnt, es Dinge zu lehren … sie lehrt es zu begehren … sie lehrt es zu wollen … sie lehrt es, Meinungen zu haben … sie lehrt es, Ideen durchzusetzen … sie lehrt es, auf Dingen zu bestehen … sie lehrt es, nach Dingen zu schreien … zu sehnen … zu wollen … zu hoffen … Das sind alles … was ein Kind lernt, während es aufwächst … Und je komplexer die Gesellschaft ist, in der dieses Kind aufwächst, desto mehr wird dieses Kind begehren. Also ist dieser Begehrenskörper das Ego, und während dieses Ego wächst … verliert das Kind den Kontakt zu seinem eigentlichen Meister … zum Göttlichen … dem Gott eigentlich, der innerhalb ist. Wir nennen es im Sanskrit den Antaraatman … die … Seele, die innerhalb wohnt … Also verliert das Kind diesen Kontakt und das Ego wächst, sodass das Kind fortwährend sich vor dem Ego verbeugt.

Nun, deine Frage … „können wir ein“ … „volles Leben führen, ohne spirituell zu sein?“ … es hängt davon ab, was du unter Spiritualität verstehst … ein spirituelles Leben zu führen würde bedeuten, in einem Zustand der Hingabe an deine Wahrheit zu leben … dieser Wahrheit zu folgen, anstatt dem Ego … Also, je nachdem, wo du aufwächst … wenn du in einem … auf einem Baum in Borneo sitzend aufwächst … und … die meiste Zeit deines Lebens in einer Hängematte zweihundert Fuß über der Erde in einem Baum verbringst … dann müsstest du definitiv nicht … so viel tun, um die Seele zu finden, weil das Ego sehr klein ist, weil dort nicht viel Begehrenskörper ermutigt wird. Aber wenn du andererseits … in New York City aufgewachsen bist, wo du von Kindheit an trainiert wurdest zu begehren … du wurdest … manipuliert zu begehren … du wurdest gehirngewaschen zu begehren … du wurdest wie eine Marionette zu begehren gesteuert … dann müsstest du spirituell sein, was bedeutet, wirklich bewusst dieser Wahrheit hinzugeben, um ein Leben von … sogar teilweiser Freude zu führen, weil das Leiden zu viel wäre.

Jubarn:
Können wir das Ego kontrollieren und es für uns arbeiten lassen, anstatt gegen uns? Können wir das tun? Ist das etwas, das wir tun können?

Maharishikaa:
Die Art, wie man mit dem Ego umgeht, ist, dass man sich davon abwendet. Es ist wie zu sagen, kann ich … Sehnsucht für mich arbeiten lassen? Wenn im Moment, in dem die Sehnsucht dich trifft … wenn du dich zur Wahrheit wendest … wird die Wahrheit dich so handeln lassen, dass nicht nur die Sehnsucht wegfällt, sondern das, wonach gesehnt wird, realisiert wird. Also, wenn du mit der Sehnsucht gehst, wirst du nicht realisieren, was gesehnt wird, weil der Moment … oder die Sehnsucht wird nicht weggehen, sagen wir, denn sobald eine Sehnsucht erfüllt ist, nimmt die nächste ihren Platz. Also, im Wesentlichen, in dem Moment, in dem du nach etwas sehnst, wendest du dich der Wahrheit zu, und je mehr du dich der Wahrheit zuwendest … desto weniger ist die Sehnsucht, aber desto mehr ist die Erfüllung da.

Also ist es eigentlich ein sehr kluger Weg … dich in einem Zustand der Freude zu halten, ohne verrückt zu werden und seltsam zu handeln, weißt du … du bleibst geerdet, du bleibst hier und jetzt, du bleibst verbunden mit allem, was um dich herum geschieht, und du fängst nicht an, seltsam zu handeln, und weißt du … zum Himmel zu sprechen, oder … oder herumzuschweben und … nicht in der Lage zu sein, dich mit der anderen Person zu verbinden, oder … nicht zu realisieren, wo du bist, oder Dinge wie das. Also, um ein erfülltes Leben zu führen, müsstest du dich sicherlich auf die Quelle einstimmen … besonders wenn du aus einem Land kommst, wo es eine fortgeschrittene Gesellschaft gibt … die so genannte fortgeschrittene …

Ja, ich fühle auch für jemanden, der, wie du … vielleicht mit der Idee eines … Gottes außerhalb aufgewachsen ist, es ist eine sehr revolutionäre … Art von … Idee eigentlich, dass … es eine Göttlichkeit innerhalb gibt, die die Seele ist. Und dass man sich mit dieser Seele verbinden kann … was bedeutet, dass … es dich in diesem Sinne „spirituell“ macht, weil, wenn du dich mit der Seele verbindest, bist du unabhängig von einer externen Agentur, um dich mit dem Göttlichen zu verbinden, weil die Seele innerhalb … ein Tropfen des Göttlichen, des Kosmischen ist, der innerhalb individualisiert ist. Also ist dieses … Konzept möglicherweise sehr schwer … ich meine nicht für dich, aber … für jemanden, der mit der Idee eines Gottes außerhalb stark so aufgewachsen ist … das umzukehren und zu sagen … „es ist innerhalb von mir“ … „und ich kann mich immer verbinden“ … „und wenn ich das Ego beobachte“ … „kann ich mich immer, in jedem Moment“ … „von diesem Ego wegbewegen“ … „und hören, was diese Quelle mir sagt“ … „auf eine binäre Weise, wie ein ‚Ja‘ und ‚Nein‘ … ‚negativ … positiv‘ … auf diese Weise, weißt du … Es funktioniert tatsächlich, wenn du dir die Zeit nimmst, dich zu trainieren. Man kann wirklich … man kann es tatsächlich fühlen, was … ziemlich erstaunlich ist … in Anbetracht der Tatsache, dass es nie wirklich so präzise gewusst wurde, dass man einen Impuls fühlen kann, der … binärer Natur ist.

Jubarn:
Ja, dieses Konzept, Göttlichkeit innerhalb von mir zu haben … ich denke, es wurde vom Ego gekapert … ich denke, das Ego hat einfach diesen Platz eingenommen und beschlossen zu sagen … „ja, ja, ich bin Gott“ … und …

Maharishikaa:
Ja … das ist genau das, was geschehen ist … eigentlich ist in der Geschichte der Menschheit geschehen, dass die Gründerreligionen kamen und sie Gott aus dem menschlichen Wesen herausnahmen und diesen Gott irgendwoanders platzierten … machten ihn zuerst zu einem Mann … und setzten ihn irgendwoanders hin und wurden dann die Agentur zwischen dem menschlichen Wesen und dem … und diesem Gott. Und was Spiritualität tut, ist, dass sie Gott nimmt und ihn zurück in den Menschen setzt und sagt … „Diese Göttlichkeit ist die Essenz deines Seins“ … „sie ist der Meister deines Seins“ … Wir nennen es im Sanskrit den Antaraatman … und ich bin ziemlich sicher, dass es auch ein Wort im Arabischen dafür gibt …


Dieses Transkript basiert auf der offiziellen YouTube-Auto-Transkription und allen verfügbaren Quellen. Das Video dauert ca. 15 Minuten; die Auto-Transkription endet an dieser Stelle. Aayushmaan bhava.

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