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Donnerstag, 23. Juli 2026

Maharishikaa | Liebe nach der Verwüstung einer Trennung

 

Transkription (Deutsch): 
 
Deshna: Namaskaar Maiyaa.
 
Maharishikaa: Namaskaar.
 
 
Deshna: Vor ein paar Monaten hatte ich diese Erfahrung, dass plötzlich das Gefühl aufkam, das Wort „Liebe“ selbst habe seine Kraft verloren… dieses tiefe, echte Verständnis davon, was es wirklich bedeutet, war einfach weg. Ich erinnere mich, wie eine Freundin wegen einer Trennung geweint hat, und es schien, als könnte die Person nicht über die Liebe hinausblicken, die sie kannte. Deshalb fühlte es sich so an, als wäre das Wort „Liebe“, mit dem ich aufgewachsen bin, nicht wirklich… vollständig. Wenn du dazu etwas Licht werfen könntest. 
 
Maharishikaa: Nun, das Wort Liebe, mit dem die meisten Menschen aufwachsen, ist die Liebe der Anhaftung. Es ist die Liebe des Nehmens. Jemand in deinem Alter verliebt sich – was bedeutet das? Es bedeutet, dass du dich auf jemanden anderen einstimmst, weil du von ihm nehmen willst. Denn wenn es ums Geben ginge, wärst du nicht daran gebunden… denn dann fließt du einfach. Du gibst, und was genommen wird, wird genommen, und was nicht genommen wird, wird nicht genommen.Diese Vorstellung von Liebe ist eine Liebe der Anhaftung. Die meiste Zeit passiert genau das. 
 
Du verliebst dich in einen Jungen… und du willst, dass er dir gibt, was du willst. Und wenn er aufhört, dir zu geben, was du willst… dann bist du am Boden zerstört. 
 
Wenn Menschen in der Liebe am Boden zerstört sind… genau dann beginnen sie, diese Fragen zu stellen: Was ist Liebe? Was habe ich erlebt? Warum habe ich verloren, was ich verloren habe? Und so weiter.
 
Der goldene Schlüssel, um in einen Zustand der wahren Liebe zu gelangen – die kein Zustand der Anhaftung ist, kein Zustand des Nehmens, sondern ein Zustand des Gebens – ist Folgendes:Stell dir vor, ein Paar hat sich gerade getrennt… genau dann ist die Verwüstung am größten. 
 
Wenn du es in diesem Zustand schaffst, dich auch nur für eine Sekunde, eine Minute, zu beruhigen und dich auf deine Quelle, auf deine Seele einzustimmen… auf die Liebe in dir selbst… das ist der Meister deines Seins, diese Quelle, die Seele… auf Sanskrit Antaraatman genannt… der Ausdruck der Liebe in dir selbst.Wenn du es in diesem Zustand der Verwüstung auch nur für einen Moment schaffst, eine Pause zu machen und dich auf deine Seele einzustimmen und sie zu spüren… was ist das in mir, was ist dieses Ding? 
 
Es gibt etwas, das der Meister meines Seins ist, und wenn ich mich darauf einstelle… werde ich Liebe erfahren, die nicht von Anhaftung ist, sondern eine Liebe, die gebend und mitfühlend ist.Allein um dich von diesem Schmerz zu befreien, ist es in diesem Moment der Verwüstung wichtig, dich zumindest einmal auf deine Quelle, auf deinen Meister einzustimmen… und einen Moment darin zu verweilen. Denn plötzlich wird alles still, und es gibt eine Erfahrung von Liebe, die unabhängig von einem anderen Menschen ist.
 
Und das Interessante ist: Wenn du dich auf diese Liebe in dir einstimmst – deinen Meister, deinen Guru, deinen inneren Guru, die Seele, die Quelle – dann erfährst du die Fähigkeit, Liebe nach außen zu geben. Aber dann richtet sie sich nicht mehr nur auf diese eine Person. Es kann sein, dass du wieder in den zerstörten Zustand fällst, aber das Wichtige ist, dass du in diesem einen Moment eine Liebe erfahren hast, die größer ist als diese kleine Geschichte zwischen dir und dieser Person.Und wenn du diese größere Liebe erfährst, dann reagiert auch die andere Person, auf die du so fokussiert bist, auf diese allgemeine Liebe, die du aussendest. Sehr oft passiert es dann auch, dass sie plötzlich wieder im Bild sind… weil niemand die Liebe ablehnen kann, die von jemandem kommt, der mit seiner eigenen Quelle verbunden ist.Je mehr du dich einstimmst und in dieser Liebe bist, desto mehr Menschen werden dich umgeben, die dich lieben. 
 
Es ist eine logische Konsequenz des Einstimmens auf die Quelle in dir und des Erfahrens dieser Liebe.Als du geboren wurdest, als du den Bauch deiner Mutter verlassen hast, hat der Antaraatman, die Seele, die Verantwortung für dein Sein übernommen und liebt dich von diesem Moment an bedingungslos. 
 
Wenn du dich auf bedingungslose Liebe einstimmst, was passiert dann mit dir? Du beginnst, bedingungslos zu lieben. Und wenn du bedingungslos liebst, was passiert dann? Du empfängst Liebe von allen um dich herum – einschließlich der Person, die dich eigentlich weggestoßen hat. Sie kann nicht anders, als dich zu lieben.
 
Es ist ein sehr kraftvoller Weg, dich zu sammeln und aus dem Leiden herauszutreten – auch wenn es nur für einen Moment ist. Das ist diese größere Liebe, die jeden in ihre Umarmung zieht. 
 
Es ist eine Meditation wert, besonders wenn jemand in einem Zustand emotionaler Verwüstung ist. Es lohnt sich, diese kurze Meditation des Einstimmens auf die Quelle zu machen.Und auch: Wenn zwei Partner das beide praktizieren, dann wird das Einstimmen auf die Liebe in sich selbst das, was sie zusammenhält – statt etwas vom anderen zu fordern. Wenn zwei Menschen in einer Partnerschaft sind und beide sich auf ihre eigene Wahrheit einstimmen, werden sie sich natürlich mehr lieben. Wenn sie sich auf den anderen einstimmen und etwas vom anderen wollen, dann werden sie irgendwann zurückgewiesen… weil nichts etwas hergeben will. 
 
Wenn ein Paar wirklich zusammenbleiben will, muss jeder sich auf sein eigenes Zentrum der Liebe in sich selbst einstimmen. Nur dann können sie den anderen bedingungslos lieben… und diese Liebe wächst dann zwischen den beiden. Je mehr du versuchst, von jemandem zu nehmen, desto mehr wird er dich ablehnen. Je mehr du in einen Zustand des Gebens gehst, desto mehr wird er dich umarmen.

 

 

Samstag, 24. Juni 2023

Ansammeln & Loslassen: "Weshalb weniger, mehr sein kann!"

 


Als "weisses unbeschriebenes Blatt" kommen wir auf diese Welt. Während wir mit den Jahren in diese neue Rolle hineinwachsen, häufen wir immer mehr Erfahrungen, Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten und Habseligkeiten an. Jede weitere Erfahrung und materieller Besitz etc. ist auch zugleich energetisch mit uns verbunden. Als Kind oder Jugendlicher haben wir noch wenig Pflichten, doch mit zunehmendem Alter werden die Verpflichtungen immer mehr. Und ehe man sich versieht, ist man erwachsen und hat jede Menge Verpflichtungen, die offenbar im Vergleich zum Übrigen eher zu wachsen, als abzunehmen scheinen.

Wenn man dann so ein paar Mal umgezogen ist, sieht man sehr schnell wie viel "Besitz" man hat und wie viel Kram...

Da dies ein sehr weit verbreitetes Phänomen ist, gab es schon immer Menschen, die sich sehr bewusst für ein sehr einfaches Leben mit wenig oder gar keinem Besitz entschieden haben. Dies ist für die meisten Menschen unvorstellbar, doch die Gemeinschaft der Minimalisten wächst zusehend. 


Ein lesenswerter Artikel zum Thema: 

MINIMALISMUS-SELBSTVERSUCHIch habe mein Leben entrümpelt und dabei gelernt, worauf es wirklich ankommthttps://www.stern.de/wirtschaft/news/minimalismus--es-geht-nicht-darum--moeglichst-wenig-zu-besitzen--sondern-das-richtige--8140586.html


Erfahrungsgemäss gibt es grundsätzlich zwei Menschentypen, die Jäger und die Sammler. Erstere häufen eher weniger Kram an, während letztere dazu neigen, alles aufzubehalten. Nach dem Motto "das kann man noch brauchen" wird wirklich alles aufbewahrt. Interessanterweise neigten die Menschen der sogenannten Nachkriegsgeneration zu diesem Typus, wie aber auch gerne deren Kinder.
Ich kannte vor ein paar Jahren eine junge Frau, die alle paar Wochen ihre Kleiderschränke durchwühlte und sich regelmässig von den Kleidern trennte, welche ihr nicht mehr passten, oder die sie nicht mehr anzog. Es war jeweils interessant zu beobachten, wie sie in ihrem Wesen wesentlich "leichter und freudiger" wurde, wenn sie wieder mal entrümpelt hatte. Sie verschenkte oder spendete diese Sachen und bekam wieder Platz im Schrank.
Kurz und vereinfacht gesagt: Haben wir viel, so sind eben auch viele energetische Verknüpfungen und Belastungen, die auf uns einwirken können.
Diese und ähnliche Erkenntnisse haben eben diese Menschen gemacht, welche sich dann zu einem minimalistischen Leben entschieden haben.
Auch Nonnen und Mönche leben ein sehr minimalistischen Leben, wodurch nichts materielles da ist, was sie extra belasten könnte.


Vor über 10 Jahren betreute ich einen Mann, der das Haus der Familie verkaufen musste. In den gut 60 Jahren hatte sich im Haus so einiges angesammelt, was erst beim ausräumen des Hauses zu Tage kam. 

Alte Bücher, Gemälde, Zeichnungen, antike Möbel und unzählige Dekorations-Gegenstände. 
Roberto war von seinen Grosseltern und Eltern immer vermittelt worden, dass er der Verwalter dieser "Reichtümer" sei und diese gut zu erhalten habe. Als der Verkaufstermin seines Hauses feststand, musste er in kürzester Zeit alles ausräumen. Hatte er sich in den ersten Tagen noch mit Händen und Füssen gewehrt, sich vom "wertvollen Besitz" seiner Familie zu trennen, so erkannte er nach wenigen Wochen, dass die Dinge nicht so wertvoll waren, wie er immer dachte. Ein paar antike Möbel und alte Bücher konnte er zwar verkaufen, doch weit unter Wert. Eines Tages fing er an, plötzlich alles Mögliche vor seiner Garage an die Strasse zu stellen. Er machten einen Zettel mit einer Notiz, dass jeder sich nehmen könne, was er wolle...

Roberto war zuerst noch sehr verstimmt, da es ihn in keiner Weise freute, die alten Wertgegenstände seiner Familie entweder zu einem Spottpreis zu verschleudern oder gar zu verschenken. 

Doch mit jedem Teil, was er loswerden konnte, stellte sich immer mehr eine neue Art von Fröhlichkeit ein, die ich von ihm nicht kannte. 
Mit der Zeit machte er sogar Witze darüber und ab und zu konnte er auch ganz herzlich und frei lachen. Es war schön Zeuge dieser Entwicklung zu sein.

Selbstverständlich kamen ihm immer wieder Zweifel, ob das die richtige Entscheidung war, doch die Zeit drängte, da der neue Hauseigentümer in wenigen Wochen sein Haus übernehmen wollte. 

Tag für Tag räumten wir das Haus aus, versuchten noch das ein oder andere Teil zum bestmöglichen Preis zu verkaufen, doch letztlich musste sich Roberto von seinem Besitz trennen - und selbst wenn er es verschenken musste, er musste es los-lassen. Da waren antike Bücher dabei, welche bestimmt einen sehr grossen Wert hatten und wo ein ehrlicher Sammler, bestimmt einen anständigen Preis bezahlt hätte. Doch die Zeit drängte.

Dieser ganze Ablösungsprozess dauerte ca. 3-6 Monate und der 60-jährige hatte auch noch gute 2-4 Jahre danach damit zu kämpfen, dass er den Besitz seiner Familie "verschenken" musste.

Doch das ist nicht die ganze Geschichte, da er auch das Haus selbst weit unter Preis verkaufen musste, da es sonst unverkäuflich gewesen wäre. Doch Dank einer göttlichen Fügung, bekam ich eine intuitive Führung, welches es ihm ermöglichte das Elternhaus doch noch zu einem vernünftigen und akzeptablen Preis zu verkaufen.

Als dann der Verkauf des Hauses erfolgreich abgewickelt war, durfte Roberto in einen neuen Lebensabschnitt eintreten, der ihm noch sehr viele freudige Momente des Lebens verschaffte. Sein Leben war nach über 60 Jahren des Ansammelns und Pflicht erfüllen, Dank dieser grossen Übung des Loslassens, plötzlich wieder wesentlich leichter, freier und letztlich glücklicher geworden. 




Dies ist nur ein kleiner Blogartikel, der dieses Thema flüchtig beleuchtet, denn das Thema des Loslassens ist ein sehr wichtiges menschliches Thema, dem sich jeder irgendwann mal stellen muss. Es betrifft nicht nur das Materielle, sondern unendlich Vieles mehr... Eventuell gibt es einen zweiten Teil? Ganz sicher werde ich das Thema in meinem eBook/Buch verarbeiten, an dem ich seit ca. 3 Jahren schreibe, da es ein sehr wichtiges Element der menschlichen und spirituellen Entwicklung ist. 

© 2023 Fotos und Text (sofern nicht anders vermerkt)  sind geistiges Eigentum von: Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - erster Veröffentlichung am 24. Juni 2023 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2023/06/ansammeln-loslassen-weshalb-weniger.html