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Freitag, 29. August 2025

Die Kunst des wahren Glücks: Bedürfnisse erkennen, Ersatzbedürfnisse überwinden


In einer Welt, die von Geschwindigkeit und unmittelbarem Genuss geprägt ist, scheint die Befriedigung unserer Bedürfnisse nur einen Klick, einen Kauf oder einen flüchtigen Moment entfernt. Der Zeitgeist unserer Epoche flüstert uns zu, dass jedes Verlangen – sei es nach einem neuen Gadget, einem schnellen Snack oder einem flüchtigen Moment der Ablenkung – im Handumdrehen gestillt werden kann. Doch wie ein Schatten, der über einem sonnigen Tal liegt, bleibt eine nagende Leere zurück. Denn oft jagen wir Ersatzbedürfnissen nach, ohne die wahren Sehnsüchte unserer Seele zu erkennen. Die Weisheit antiker Denker, großer Psychologen, spiritueller Lehrer wie Rudolf Steiner und die hermeneutische Lehre laden uns ein, innezuhalten und zu ergründen: Was sind unsere wahren Bedürfnisse? Wie können wir das Streben nach flüchtigem Glück überwinden und stattdessen dauerhafte Freude finden? Dieser Artikel taucht tief in diese Fragen ein und zeigt, warum weniger oft mehr ist – und wie wir dem wahren Glück auf die Spur kommen.

 

Bedürfnisse und Bedarf: Ein Blick auf die Grundlagen

Ein Bedürfnis, so lehrt uns die Wirtschaftswissenschaft, ist ein Mangelgefühl, gepaart mit dem Drang, diesen Mangel zu beheben. Bedarf hingegen ist jener Teil der Bedürfnisse, der durch materielle oder wirtschaftliche Mittel gedeckt werden kann. Doch während diese Definition nüchtern und klar erscheint, birgt sie eine tiefere Wahrheit: Nicht jedes Bedürfnis, das wir zu spüren glauben, ist echt. Viele unserer vermeintlichen Sehnsüchte sind bloße Ersatzbedürfnisse – künstliche Konstrukte, die uns von der Konsumgesellschaft, von äußeren Erwartungen oder innerer Unruhe aufgedrängt werden. Wie ein Wanderer, der in der Wüste einer Fata Morgana nachjagt, rennen wir oft Illusionen hinterher, nur um festzustellen, dass die Oase des Glücks weiter entfernt liegt, als wir dachten.

 

Der Zeitgeist der sofortigen Befriedigung

Heutzutage ist die Welt ein Schlaraffenland der Möglichkeiten. Ein Klick auf das Smartphone, und die neueste Mode, ein Snack oder ein Unterhaltungsangebot wird an unsere Tür geliefert. Diese Kultur der sofortigen Befriedigung ist ein Zeichen unserer Zeit – ein Zeitgeist, der uns in einem Sturm aus Reizen und Optionen gefangen hält. Doch wie die antiken Stoiker, etwa Seneca oder Epiktet, uns lehrten, liegt das wahre Glück nicht in der Anhäufung äußerer Dinge, sondern in der Meisterschaft über die eigenen Wünsche. Seneca schrieb: „Es ist nicht der Mangel, der uns arm macht, sondern das Übermaß an Verlangen.“ Die ständige Jagd nach mehr – mehr Besitz, mehr Status, mehr Ablenkung – führt nicht zur Erfüllung, sondern zur Erschöpfung.

 

Die Ausbeutung der inneren Unzufriedenheit

Nicht nur Philosophen und Psychologen beschäftigen sich mit unserer inneren Unzufriedenheit und der Suche nach Glück – auch Unternehmen haben dieses menschliche Streben längst erkannt und nutzen es geschickt zu ihrem Vorteil. Ein Vorgesetzter mag seine Mitarbeiter anspornen, mehr Stunden zu leisten und sich stärker einzubringen, mit dem Versprechen, dass mehr Arbeit zu mehr Geld oder einer höheren Position führt. Dieses Belohnungsprinzip durchzieht unsere Gesellschaft wie ein roter Faden. Werbung suggeriert uns, dass eine exklusive Handtasche, ein Paar teurer Schuhe, das neueste Smartphone oder ein glänzender Sportwagen die Leere in uns füllen kann. Diese Botschaften sind verführerisch wie das Lied der Sirenen: Sie sprechen unsere innere Unzufriedenheit an und bieten scheinbare Lösungen, die jedoch nur unsere Ersatzbedürfnisse bedienen. Eine ganze Industrie lebt davon, diese Illusion aufrechtzuerhalten. Rund um die Uhr arbeiten Marketingstrategen daran, uns davon zu überzeugen, dass Glück in einem Konsumgut liegt, das wir uns unbedingt leisten müssen. Mit jedem neuen Produkt wird uns ein Stück vermeintliches Glück versprochen – doch wie ein flüchtiger Regenbogen verblasst die Freude daran schnell. Diese Unternehmen verdienen Milliarden, indem sie nicht unsere wahren Bedürfnisse ansprechen, sondern geschickt die Lücke ausnutzen, die durch unsere innere Leere entsteht. Wie ein geschickter Zauberkünstler lenken sie unseren Blick auf glänzende Objekte, während die wahre Quelle des Glücks im Verborgenen bleibt.

 

Die Leere der Seele und die Falle der Ersatzbedürfnisse

Diese innere Leere, die so viele von uns plagt, entstammt oft einer tiefen Entfremdung von uns selbst. Unbewusst versuchen wir, diese Leere zu füllen, indem wir Ersatzbedürfnisse befriedigen – doch dabei überhören wir den leisen Ruf unserer Seele. Statt dem inneren Kompass zu folgen, der uns zu unserer wahren Bestimmung leiten könnte, suchen wir Glück und Erfüllung im Äußeren. Viele von uns haben ungeprüft die Lebensmodelle ihrer Vorbilder, Eltern oder der Gesellschaft übernommen. Wir streben nach Erfolg, Wohlstand oder Anerkennung, weil uns beigebracht wurde, dass dies der Weg zum Glück sei. Doch irgendwann, vielleicht nach Jahren des „alles richtig Machens“, stehen wir vor einer ernüchternden Erkenntnis: Trotz aller Erfolge in Beruf, Familie oder sozialem Status sind wir zutiefst unglücklich. Diese Leere versuchen wir dann, dummerweise, mit Ersatzbedürfnissen auszugleichen. Wir kaufen teure Kleidung, um uns wertvoller zu fühlen, oder jagen einer Beförderung hinterher, um Anerkennung zu erlangen. Doch wie ein Fass ohne Boden bleibt die Leere bestehen, denn diese Dinge können den Ruf der Seele nicht beantworten. Es ist, als würden wir versuchen, einen Ozean mit Sand zu füllen – die wahre Sehnsucht bleibt ungestillt. Die große Tragik liegt darin, dass wir oft erst in Momenten der Krise erkennen, dass wir den falschen Götzen nachgejagt sind. Doch gerade in dieser Erkenntnis liegt die Möglichkeit zur Transformation.

 

Die Weisheit Rudolf Steiners und spiritueller Lehrer

Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, bot eine tiefere Perspektive auf die menschliche Seele und ihre Bedürfnisse. Für Steiner war der Mensch ein Wesen aus Körper, Seele und Geist, dessen wahre Bedürfnisse nicht allein in der materiellen Welt befriedigt werden können. Er sah die moderne Konsumgesellschaft als eine Ablenkung von der spirituellen Aufgabe des Menschen, sich selbst zu erkennen und seine Verbindung zum Kosmos zu stärken. Steiner betonte, dass echte Erfüllung aus der Pflege des inneren Lebens kommt – durch Kunst, Meditation, Gemeinschaft und das Streben nach höherer Erkenntnis. Wenn wir den Ruf der Seele ignorieren und stattdessen äußeren Verlockungen folgen, entfernen wir uns von unserer wahren Bestimmung und nähren die innere Leere nur weiter. Ähnliche Gedanken finden wir bei großen spirituellen Lehrern wie dem Dalai Lama oder Eckhart Tolle. Der Dalai Lama betont, dass wahres Glück aus Mitgefühl, Dankbarkeit und innerem Frieden entspringt, nicht aus dem Anhäufen materieller Güter. Tolle wiederum weist darauf hin, dass viele unserer Bedürfnisse vom Ego geschaffen werden – ein falsches Selbst, das uns in einem Kreislauf aus Mangel und Verlangen gefangen hält. Diese Weisheiten erinnern uns daran, dass Ersatzbedürfnisse oft aus einer Verwechslung der Ebenen entstehen: Wir suchen im Äußeren, was nur im Inneren gefunden werden kann.

 

Die hermeneutische Perspektive: Das Verstehen des Selbst

Die hermeneutische Lehre, die sich mit der Kunst des Verstehens beschäftigt, bietet einen weiteren Schlüssel zur Erkenntnis wahrer Bedürfnisse. Nach Hans-Georg Gadamer, einem der führenden Hermeneutiker, ist das Leben ein fortlaufender Dialog mit uns selbst und der Welt. Um unsere wahren Bedürfnisse zu erkennen, müssen wir diesen Dialog bewusst führen. Das bedeutet, unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen zu hinterfragen: Warum sehne ich mich nach diesem neuen Gadget? Ist es wirklich ein Bedürfnis nach dem Objekt, oder liegt dahinter ein tieferes Verlangen – nach Sicherheit, Anerkennung oder Sinn? Warum habe ich die Lebensmodelle meiner Eltern oder Vorbilder übernommen, ohne sie zu prüfen? Was sagt mir die Leere, die ich spüre? Die hermeneutische Methode fordert uns auf, die Schichten unserer Wünsche abzuschälen, wie man die Schale einer Zwiebel entfernt. Dabei entdecken wir oft, dass viele unserer Bedürfnisse nicht authentisch sind, sondern von äußeren Einflüssen geformt wurden – sei es durch Werbung, gesellschaftliche Normen oder die ungeprüften Lebensentwürfe anderer. Dieser Prozess des Verstehens ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine lebenslange Reise der Selbstentdeckung, die uns erlaubt, den Ruf der Seele zu hören und ihm zu folgen.

 

Wie erkennt man wahre Bedürfnisse?

Die Erkenntnis der wahren Bedürfnisse erfordert Mut, Achtsamkeit und Geduld. Hier sind einige Schritte, die uns helfen können, die Spreu vom Weizen zu trennen:

Innehalten und Reflektieren: In einer Welt, die uns zur Eile drängt, ist die Kunst des Innehaltens revolutionär. Nimm dir täglich Zeit für Stille – sei es durch Meditation, ein Tagebuch oder einen Spaziergang in der Natur. Frage dich: „Was fehlt mir wirklich? Was würde meine Seele nähren?“

Die Sprache des Körpers hören: Oft spricht unser Körper, wenn die Seele flüstert. Müdigkeit, Unruhe oder ein Gefühl der Leere können Hinweise darauf sein, dass wir Ersatzbedürfnisse verfolgen. Achte auf die Signale deines Körpers und frage, was sie dir sagen wollen.

Werte statt Dinge priorisieren: Wahre Bedürfnisse sind oft mit immateriellen Werten verbunden – Liebe, Gemeinschaft, Sinn, Kreativität. Erstelle eine Liste deiner Kernwerte und prüfe, ob deine Handlungen im Einklang mit ihnen stehen.

Den Konsum hinterfragen: Bevor du etwas kaufst oder einer Ablenkung nachgibst, frage dich: „Wird dies meine Seele wirklich nähren, oder ist es ein Ersatz für etwas Tieferes?“

Gemeinschaft suchen: Wahre Bedürfnisse werden oft in Beziehungen erfüllt. Gespräche mit Freunden, Familie oder einem spirituellen Begleiter können dir helfen, Klarheit zu gewinnen.

Die eigenen Lebensmodelle prüfen: Reflektiere über die Lebensentwürfe, die du übernommen hast. Stimmen sie mit deiner inneren Wahrheit überein? Frage dich: „Lebe ich mein eigenes Leben, oder das eines anderen?“

Weniger ist mehr: Dem Glück auf der Spur

Das Sprichwort „Weniger ist mehr“ birgt eine tiefe Weisheit. Indem wir uns von der Jagd nach Ersatzbedürfnissen befreien und die ungeprüften Lebensmodelle hinterfragen, schaffen wir Raum für das, was wirklich zählt. Ein einfaches Leben, das auf authentischen Bedürfnissen basiert, ist wie ein Garten, in dem nur die Pflanzen wachsen, die wir wirklich nähren wollen. Jeder Moment der Achtsamkeit, jede bewusste Entscheidung, jedes Gespräch mit einem geliebten Menschen wird zu einem Samen, der Freude sprießen lässt. Die antiken Denker, Psychologen und spirituellen Lehrer erinnern uns daran, dass das Glück nicht in der Anhäufung liegt, sondern in der Tiefe. Wenn wir lernen, unsere wahren Bedürfnisse zu erkennen, die Ersatzbedürfnisse loszulassen und den Mut finden, unseren eigenen Weg zu gehen, öffnen wir die Tür zu einer Freude, die nicht flüchtig ist, sondern beständig. Jeden Tag können wir kleine Momente der Erfüllung schaffen – ein Lächeln, ein tiefes Gespräch, ein Augenblick der Dankbarkeit. So wird das Leben zu einem Tanz mit dem Glück, in dem jeder Schritt uns näher an unser wahres Selbst bringt.

 

Fazit

Die Reise zu unseren wahren Bedürfnissen ist eine Reise zu uns selbst. In einer Welt, die uns mit Ersatzbedürfnissen lockt, unsere innere Unzufriedenheit ausnutzt und uns dazu verleitet, fremde Lebensmodelle ungeprüft zu übernehmen, ist es ein Akt der Rebellion, innezuhalten und zu fragen: „Was will ich wirklich?“ Die Weisheit der Antike, die Erkenntnisse der Psychologie, die spirituelle Tiefe Rudolf Steiners und die Kunst der Hermeneutik zeigen uns den Weg. Indem wir das Überflüssige loslassen, die Leere unserer Seele erkennen und den Mut finden, ihrem Ruf zu folgen, entdecken wir, dass weniger tatsächlich mehr ist – und dass das wahre Glück in den kleinen, bewussten Momenten des Lebens liegt.

 

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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - Erste Veröffentlichung am 29.8.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/08/die-kunst-des-wahren-glucks-bedurfnisse.html

Dienstag, 5. August 2025

Gehe nie aus einem Gespräch, ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben, mit Dankbarkeit an dieses Gespräch zurückzudenken

 

Gehe nie aus einem Gespräch,
ohne dem anderen die Gelegenheit zu geben,
mit Dankbarkeit an dieses Gespräch zurückzudenken.

Freiherr Adolph von Knigge
(1752 - 1796)

Freiherr Adolph von Knigge, dessen Worte aus dem 18. Jahrhundert bis heute nachhallen, schenkte uns mit diesem Zitat eine zeitlose Weisheit, die weit über die bloße Kunst der Konversation hinausreicht. Es ist eine Einladung, zwischenmenschliche Begegnungen mit Achtsamkeit, Respekt und einer tiefen Wertschätzung für die Verbindung zu gestalten. Lassen Sie uns diese Idee aus verschiedenen Perspektiven betrachten – von antiken Denkern über hermetische Prinzipien bis hin zu spirituellen Lehrern – und erkunden, wie sie uns lehrt, Beziehungen mit Tiefe und Bedeutung zu füllen.

 

Die Weisheit der Antike: Sokrates und die Kunst des Dialogs

In der antiken Philosophie, insbesondere bei Sokrates, war das Gespräch nicht nur ein Austausch von Worten, sondern ein Weg zur Wahrheit und Selbsterkenntnis. Sokrates’ Methode des Fragens zielte darauf ab, den Gesprächspartner zur Reflexion anzuregen und ihn mit einem Gefühl der Bereicherung zurückzulassen. Knigges Maxime spiegelt diesen Ansatz wider: Ein Gespräch sollte nicht nur informieren, sondern auch inspirieren und die Seele des Gegenübers berühren. Für Sokrates war ein gelungenes Gespräch eines, das den anderen mit neuen Einsichten und einem Gefühl der Erhebung zurückließ – eine Idee, die Knigges Aufforderung zur Dankbarkeit im Kern widerspiegelt. Ein solcher Dialog, geprägt von gegenseitigem Respekt und Offenheit, schafft eine Verbindung, die über den Moment hinaus Bestand hat.

 

Hermetische Prinzipien: Das Gesetz der Entsprechung

Die hermetischen Prinzipien, insbesondere das Gesetz der Entsprechung („Wie oben, so unten; wie innen, so außen“), bieten eine weitere Ebene, um Knigges Zitat zu verstehen. Ein Gespräch ist ein Spiegel der inneren Haltung der Beteiligten. Wenn wir mit Achtsamkeit, Freundlichkeit und dem Wunsch nach Harmonie in eine Unterhaltung gehen, schaffen wir eine Atmosphäre, die auch dem Gegenüber Raum für positive Gefühle gibt. Dieses Prinzip fordert uns auf, unsere innere Welt – unsere Gedanken und Absichten – mit Bedacht zu gestalten, da sie sich unweigerlich in unseren äußeren Interaktionen widerspiegelt. Knigges Aufforderung, ein Gespräch mit Dankbarkeit zu hinterlassen, ist somit eine Aufforderung, die innere Haltung der Großzügigkeit und Wertschätzung zu kultivieren, die sich im Außen als harmonische Begegnung manifestiert.

 

Adolph von Knigge: Der Meister der zwischenmenschlichen Kunst

Freiherr Adolph von Knigge, bekannt für sein Werk Über den Umgang mit Menschen, war ein Verfechter von Anstand, Respekt und taktvollem Miteinander. Sein Zitat ist kein bloßer Rat für höfliches Verhalten, sondern eine tiefere Aufforderung, das Gegenüber in seiner Würde zu sehen und zu ehren. Für Knigge war ein Gespräch eine Gelegenheit, nicht nur Wissen oder Meinungen auszutauschen, sondern eine Verbindung zu schaffen, die beide Seiten bereichert. Dankbarkeit in diesem Kontext entsteht nicht durch übertriebene Schmeicheleien, sondern durch echtes Zuhören, aufrichtiges Interesse und die Fähigkeit, das Gespräch so zu lenken, dass es für beide Seiten erhebend wirkt. 

Knigge wusste, dass wahre Höflichkeit nicht in oberflächlichen Regeln besteht, sondern in der Kunst, dem anderen das Gefühl zu geben, gesehen und wertgeschätzt zu werden.

 

Spirituelle Lehrer: Mitgefühl und Präsenz

Große spirituelle Lehrer wie der Dalai Lama oder Thich Nhat Hanh betonen die Bedeutung von Mitgefühl und Achtsamkeit in jeder Interaktion. Thich Nhat Hanh spricht vom „tiefen Zuhören“, einer Praxis, bei der man dem anderen mit voller Präsenz begegnet, ohne Urteil oder Eile. Ein solches Zuhören erlaubt es, den anderen in seiner Essenz zu erkennen, was eine Atmosphäre der Dankbarkeit schafft. Der Dalai Lama wiederum betont, dass jede Begegnung eine Gelegenheit ist, Freundlichkeit zu üben und das Herz des anderen zu berühren. In diesem Sinne ist Knigges Aufforderung, ein Gespräch mit Dankbarkeit zu hinterlassen, eine spirituelle Praxis: Es geht darum, mit Liebe und Achtsamkeit zu handeln, sodass der andere sich nicht nur gehört, sondern auch verstanden und geschätzt fühlt.

 

Die Kunst der Dankbarkeit im Gespräch

Wie setzen wir Knigges Weisheit in die Praxis um? Es beginnt mit der bewussten Entscheidung, jedes Gespräch als eine Gelegenheit zu sehen, etwas Positives zu hinterlassen. Dies kann durch einfache, aber kraftvolle Gesten geschehen: ein ehrliches Kompliment, eine aufmerksame Frage, die zeigt, dass wir den anderen wirklich wahrnehmen, oder ein respektvoller Abschluss, der das Gespräch würdigt. Es geht nicht darum, jedes Gespräch zu einer tiefgründigen philosophischen Debatte zu machen, sondern darum, auch in alltäglichen Momenten Präsenz und Wertschätzung zu zeigen. Ein Lächeln, ein aufrichtiges „Danke für dieses Gespräch“ oder die Bereitschaft, den anderen ausreden zu lassen, können Wunder wirken.

 

Eine persönliche Reflexion



Als ich dieses Zitat am 29.Oktober 2021 auf meinem Blog teilte, war es ein spontaner Impuls, inspiriert von der Einfachheit und Tiefe von Knigges Worten. Heute, im Jahr 2025, erscheint mir die Botschaft noch relevanter. In einer Welt, die von digitaler Kommunikation und oft oberflächlichen Interaktionen geprägt ist, erinnert uns Knigge daran, dass jedes Gespräch – sei es ein kurzer Austausch oder eine lange Unterhaltung – eine Gelegenheit ist, Menschlichkeit zu zeigen. Es fordert uns auf, innezuhalten, zuzuhören und mit einer Haltung der Offenheit und Dankbarkeit zu handeln.

 

Fazit: Ein Vermächtnis der Verbindung

Knigges Worte sind mehr als ein Ratschlag für höfliches Verhalten; sie sind eine Einladung, unsere Begegnungen mit Bedeutung zu füllen. Ob durch die sokratische Kunst des Fragens, die hermetische Weisheit der Entsprechung, Knigges eigene Lehren über respektvollen Umgang oder die spirituelle Praxis des Mitgefühls – die Essenz bleibt dieselbe: Ein Gespräch ist ein Geschenk, das wir einander machen. Wenn wir es mit Achtsamkeit und der Absicht gestalten, dem anderen etwas Positives zu hinterlassen, wird jede Begegnung zu einer Quelle der Dankbarkeit – für beide Seiten. Lassen Sie uns also Knigges Worte als Leitstern nehmen: Gehen wir aus jedem Gespräch so, dass es dem anderen ein Lächeln ins Herz zaubert und die Erinnerung daran von Wärme und Wertschätzung geprägt ist. 


Schlussgedanken

Da Sie die Zeit genommen haben, diesen Blogartikel zu lesen, darf man annehmen, dass Ihnen eine anmutige und respektvolle zwischenmenschliche Kommunikation am Herzen liegt. 

Sollten Sie inzwischen die transformative Kraft der Worte und die Energie, die sie tragen, erkannt haben, werden Sie zunehmend darauf achten, Ihre Ausdrucksweise mit Bedacht zu wählen. Darüber hinaus werden Sie bestrebt sein, durch Ihre Worte positive Impulse zu setzen, geleitet vom Verständnis des Prinzips von Ursache und Wirkung. 

Wenn Sie sich bereits seit einiger Zeit ernsthaft auf dem Pfad der persönlichen und spirituellen Entwicklung befinden, werden Sie mit größerer Achtsamkeit Ihre Gedanken, Emotionen, Worte und Taten pflegen. Dieser Entwicklungsprozess ist ein kontinuierliches Streben, ein Tanz der Selbstvervollkommnung. 

Viele großartige Geister haben diesen Weg lange vor uns beschritten, und auch sie waren nicht frei von Fehlern – doch aus diesen lernten sie und wuchsen. Wir haben das Privileg, von solchen erhabenen Seelen wie Buddha, Thich Nhat Hanh, Sokrates, und natürlich Freiherr Adolph von Knigge zu lernen. 

Ihre Zitate sind wie leise Weisheitsperlen, die uns den Weg weisen. Persönlich habe ich in den Schriften des römischen Kaisers Marc Aurel und zahlreicher anderer kostbare Hinweise entdeckt, auf die ich Sie, lieber Leser, nun gerne verweise. Möge Ihr Pfad der persönlichen und spirituellen Entwicklung von allem erdenklichen Segen begleitet sein.


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Veröffentlicht: 04.03.2025
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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., Erste Veröffentlichung am 5.August.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/08/gehe-nie-aus-einem-gesprach-ohne-dem.html 

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