Unsere fünf Sinne – Sehen,
Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen – sind wie Türen. Wir denken oft, dass sie
nur dazu da sind, die Welt da draußen wahrzunehmen: die Farben eines
Sonnenuntergangs, den Duft frisch gebrühten Kaffees, die Melodie eines Liedes oder
den Geschmack eines liebevoll zubereiteten Essens. Doch diese Türen öffnen sich
in beide Richtungen. Was wir durch sie hereinlassen, prägt nicht nur unseren
Moment, sondern auch unser Inneres – unseren Geist, unsere Seele und sogar
unseren Körper. Je bewusster wir uns dessen werden, desto achtsamer gehen wir
mit dem um, was wir konsumieren. Und das betrifft weit mehr als nur Essen und
Trinken.
Die Macht der Achtsamkeit
über unsere Sinne
Stell dir vor, du sitzt am
Morgen mit einer Tasse Tee in der Hand. Du riechst die Kräuter, spürst die
Wärme an deinen Fingern, schmeckst die sanfte Bitternis auf der Zunge. Dieser
Moment kann dich erden, dich beruhigen. Doch was passiert, wenn du gleichzeitig
durch dein Handy scrollst, Nachrichten liest oder ein lautes Video abspielst?
Plötzlich wird aus dem stillen Genuss ein Chaos aus Reizen. Deine Sinne nehmen
alles auf – ob du willst oder nicht. Und genau hier beginnt die Reise: zu
verstehen, dass alles, was wir durch unsere Sinne aufnehmen, Auswirkungen hat.
Das gilt für Essen und
Trinken ebenso wie für Informationen. Die Musik, die du hörst, die Nachrichten,
die du ansiehst, die Bilder und Videos, die du im Internet findest – all das
sind Energien, die in dich hineinfließen. Manche erheben dich, andere ziehen
dich herunter. Hast du schon einmal bemerkt, wie schwer sich dein Herz nach
einer Stunde negativer Schlagzeilen anfühlt? Oder wie ein bestimmtes Lied dich
in eine andere Welt versetzen kann? Unsere Sinne sind Filter, aber auch Kanäle.
Und je mehr wir uns dessen bewusst werden, desto sorgfältiger wählen wir aus,
was wir hindurchlassen.
Eine feinere Wahrnehmung auf
dem spirituellen Weg
Wenn du beginnst, dich mit
deiner inneren Welt auseinanderzusetzen – sei es durch Meditation, Achtsamkeit
oder einfach durch das Hinterfragen deiner Gewohnheiten –, verändert sich
etwas. Deine Sinne werden feiner, empfindlicher. Das ist kein Zufall. Auf dem
Weg der spirituellen Entwicklung schärfst du nicht nur deine fünf physischen
Sinne, sondern öffnest auch tiefere Ebenen deiner Wahrnehmung: dein sogenanntes
drittes Auge, deine Intuition.
Plötzlich können Dinge, die
dir früher egal waren, störend wirken. Ein lautes Geräusch, eine schrille
Stimme, dissonante Musik – all das kann sich anfühlen wie ein Stich. Selbst
bestimmte Gerüche oder der Anblick von Unordnung können dich aus dem
Gleichgewicht bringen. Und dann ist da noch die Gesellschaft anderer Menschen.
Manche fühlen sich an wie ein warmer Sommerwind, während andere eine schwere,
dichte Energie mit sich bringen, die du fast körperlich spürst. Das ist kein
Urteil über sie, sondern ein Zeichen dafür, dass du Schwingungen und Frequenzen
immer deutlicher wahrnimmst.
In meinem letzten
Blogartikel, „Warum deine Worte manchmal im Wind verwehen: Eine Reise zu
Körper, Geist und Seele“ (hier nachlesen), habe ich bereits über die Bedeutung
von Schwingungen gesprochen. Dieser Artikel baut darauf auf und geht einen
Schritt weiter. Denn je mehr du dich spirituell entwickelst, desto mehr
erkennst du: Alles hat eine Frequenz. Und deine Sinne werden zu Antennen, die
diese Frequenzen empfangen.
Wenn deine Mitmenschen dich
nicht mehr verstehen
Mit dieser gesteigerten
Sensibilität kommt oft ein Gefühl der Isolation. Du nimmst so viel mehr wahr
als deine Umgebung – feine Nuancen in einem Gespräch, die Energie eines Raumes,
die unausgesprochenen Emotionen hinter einem Lächeln. Doch die Menschen um dich
herum sehen das vielleicht nicht. Sie fragen sich, warum du plötzlich bestimmte
Orte meidest, warum du keine Lust mehr auf laute Partys hast oder warum dich Nachrichten
im Fernsehen so sehr aufwühlen. „Du bist ja richtig empfindlich geworden“,
könnten sie sagen. Und in gewisser Weise haben sie recht. Aber diese
Empfindlichkeit ist kein Schwäche, sondern eine Stärke – ein Zeichen dafür,
dass du wach wirst.
Das kann einsam sein. Doch
es ist auch eine Einladung, dich mit Menschen zu umgeben, die auf einer
ähnlichen Wellenlänge schwingen. Menschen, deren Energie dich nährt statt
erschöpft. Und vor allem: Es ist eine Einladung, deiner inneren Stimme mehr
Raum zu geben.
Die Intuition als dein
inneres Navigationssystem
Neben den fünf Sinnen und
dem dritten Auge gibt es noch etwas, das mit deiner Entwicklung wächst: deine
Intuition. Sie ist wie ein leises Flüstern, das dir den Weg zeigt. Manchmal
spürst du einfach, dass etwas nicht stimmt – ein ungutes Gefühl im Bauch, ein
Kribbeln im Nacken. Oder du weißt plötzlich, dass du eine bestimmte
Entscheidung treffen solltest, ohne genau erklären zu können, warum. Das ist
deine Intuition, dein höheres Selbst, das durch dich spricht.
Je mehr du ihr vertraust,
desto klarer wird sie. Sie wird zu einem Navigationsgerät, das dich um die
„Staus“ des Lebens herumführt – unnötige Konfrontationen, schädliche
Situationen, Menschen, die dir nicht guttun. Natürlich passiert es manchmal,
dass du unachtsam bist. Dass du dieses leise Flüstern überhörst oder
ignorierst, weil dein Verstand lautstark dazwischenfunkt. Aber mit der Zeit
lernst du, dich immer mehr dieser Führung zu übergeben. Und das macht vieles
leichter.
Ein sanfter Anfang für Neulinge
Falls all das für dich neu
ist, keine Sorge. Du musst nicht sofort alles verstehen oder umsetzen. Beginne
einfach damit, einmal am Tag innezuhalten und zu spüren: Was nehme ich gerade
wahr? Wie fühlt sich dieser Moment an? Was höre ich, sehe ich, rieche ich? Und
wie fühle ich mich dabei? Schon diese kleine Übung öffnet die Tür zu mehr
Bewusstsein. Von dort aus kannst du weitergehen – Schritt für Schritt, in
deinem Tempo.
Deine Sinne sind ein
Geschenk. Sie verbinden dich mit der Welt, aber auch mit dir selbst. Und je
achtsamer du mit ihnen umgehst, desto mehr wirst du entdecken, wie tief diese
Verbindung wirklich geht.
© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 30.03.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/03/deine-5-sinne-sind-turen-die-nicht-nur.html
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