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Donnerstag, 21. August 2025

Die Melodie der Automatismen: Wie Handlungen und Worte unser Bewusstsein formen


In den stillen Augenblicken des Lebens, wenn die Welt kurz innehält, bemerken wir es manchmal: Ein vertrauter Duft weht durch die Luft – vielleicht der Hauch von frisch gebrühtem Kaffee oder der erdige Geruch von Regen auf warmem Asphalt – und plötzlich sind wir woanders. Eine Erinnerung fließt herauf, klar wie ein Bergbach, und mit ihr kommt eine Handlung, ein Satz, eine Reaktion, die so selbstverständlich scheint, als wäre sie in uns eingraviert.

„Guten Morgen“, sagen wir mechanisch, noch bevor die Sonne unsere Gedanken erhellt. Oder wir greifen nach dem Telefon, sobald eine Benachrichtigung erklingt, ohne zu hinterfragen, warum. Haben wir uns je gefragt, wie tief diese automatischen Muster in uns verwurzelt sind? Wie sie unser Handeln lenken, unsere Worte formen und uns manchmal in einem Tanz gefangen halten, dessen Schritte wir nicht bewusst gewählt haben? 

In diesem Blogartikel möchte ich dich einladen, mit mir auf eine Reise zu gehen – eine Reise in die Tiefen unseres Geistes, wo Psychologie, Tiefenpsychologie, Verhaltensforschung und spirituelle Weisheit sich treffen, um die Frage zu beantworten: Warum neigen wir dazu, automatisch zu handeln, und wie können wir diese Muster durchbrechen, um bewusster, freier und authentischer zu leben? Es ist eine Reise der Selbsterkenntnis, des Kaizen – der stetigen, liebevollen Verbesserung unseres Selbst – und der spirituellen Meisterschaft, inspiriert von Weisheitslehrern wie Zen-Meistern oder dem visionären Tantrameister Osho.

 

Der unsichtbare Faden: Automatismen im Alltag

Stell dir vor, dein Leben sei ein Fluss, der in vertrauten Bahnen fließt. Jeden Morgen, wenn du die Küche betrittst, gießt du Wasser in die Kaffeemaschine, während du deinem Partner ein „Guten Morgen“ zurufst, noch bevor du wirklich wach bist. Vielleicht bemerkst du, wie du in einem Streitgespräch immer wieder denselben Satz sagst – „Das machst du immer!“ – obwohl er längst nicht mehr passt. Oder du greifst nach deinem Handy, sobald Stille eintritt, als ob die Leere des Moments ausgefüllt werden müsste. Diese Handlungen, diese Worte, sie scheinen wie von selbst zu kommen, wie Marionetten, die an unsichtbaren Fäden tanzen. Die Tiefenpsychologie, insbesondere in der Tradition von C.G. Jung, erklärt solche Automatismen als Ausdruck unseres Unbewussten. Unser Geist speichert Erfahrungen, Prägungen und Muster, die durch Wiederholung zu Gewohnheiten werden. Diese Gewohnheiten sind wie Pfade im Wald: Je öfter wir sie gehen, desto tiefer graben sie sich ein, bis wir sie kaum noch hinterfragen. Verhaltensforscher wie B.F. Skinner betonen, dass viele dieser Muster durch Konditionierung entstehen – Belohnungen und Bestrafungen, die wir oft nicht einmal bewusst wahrnehmen, formen unsere Reaktionen. Ein Lächeln nach einem „Guten Morgen“ verstärkt die Gewohnheit, es zu sagen. Ein vertrauter Duft, der mit einer Erinnerung verknüpft ist, ruft eine Handlung hervor, weil unser Gehirn diese Verbindung als sicher und vertraut abgespeichert hat. Doch was passiert, wenn diese Muster nicht mehr stimmig sind? Wenn der Satz, den wir automatisch sagen, die Wahrheit verfehlt? Oder wenn die Handlung, die wir ausführen, uns von unserem wahren Selbst entfernt? Hier beginnt die Reise der Selbstreflexion, die uns dazu führt, die Fäden unserer Automatismen zu erkennen und, wenn nötig, zu durchtrennen. 

 

Die Kunst des Bewusstwerdens: Automatismen erkennen

Um unsere automatischen Handlungen und Worte zu hinterfragen, müssen wir zunächst lernen, sie zu sehen. Dies erfordert Achtsamkeit – eine Praxis, die sowohl in der Psychologie als auch in spirituellen Traditionen wie dem Zen-Buddhismus eine zentrale Rolle spielt. Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh lehrt, dass Achtsamkeit bedeutet, mit voller Präsenz im Moment zu sein, ohne Urteil, ohne Ablenkung. Stell dir vor, du sitzt in einem Café, und deine Hand greift automatisch zum Telefon, sobald dein Gesprächspartner aufsteht. In diesem Moment kannst du innehalten und dich fragen: „Warum tue ich das? Was suche ich?“ Vielleicht ist es die Flucht vor Stille, die Angst vor Langeweile oder einfach eine Gewohnheit, die sich eingeschlichen hat. Ein praktischer Ansatz, um solche Muster zu erkennen, ist das Führen eines Reflexionstagebuchs. Notiere dir über eine Woche hinweg Situationen, in denen du automatisch handelst oder sprichst. Vielleicht sagst du bei jedem Abschied „Pass auf dich auf“, auch wenn es nicht immer passt. Oder du bemerkst, dass du in Stresssituationen immer denselben Satz denkst: „Ich schaffe das nicht.“ Diese Beobachtungen sind der erste Schritt, um die unsichtbaren Fäden sichtbar zu machen. Aus tiefenpsychologischer Sicht können solche Muster auch mit unbewussten Glaubenssätzen oder Traumata verbunden sein. Vielleicht hast du gelernt, Konflikte zu vermeiden, weil du als Kind Streit mit Ablehnung gleichgesetzt hast. Deine automatische Reaktion – Schweigen statt Sprechen – ist dann ein Schutzmechanismus, der einst sinnvoll war, aber heute vielleicht nicht mehr passt. Hier kann die Arbeit mit einem Therapeuten oder Coach hilfreich sein, um die Wurzeln dieser Muster zu ergründen.

 

Kaizen: Der Weg der bewussten Selbstverbesserung

Die japanische Philosophie des Kaizen – der stetigen, kleinen Verbesserung – bietet einen Rahmen, um Automatismen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu transformieren. Kaizen fordert uns auf, kleine, bewusste Schritte zu machen, um unser Verhalten zu verändern. Wenn du zum Beispiel bemerkst, dass du in Meetings automatisch zustimmst, obwohl du anderer Meinung bist, könntest du dir vornehmen, einmal pro Tag bewusst innezuhalten und deine wahre Meinung zu äußern. Diese kleinen Schritte summieren sich und führen zu tiefgreifendem Wandel. Ein weiterer Ansatz ist die kognitive Verhaltenstherapie (CBT), die uns hilft, automatische Gedankenmuster zu identifizieren und zu hinterfragen. Wenn du zum Beispiel in stressigen Momenten denkst: „Ich bin nicht gut genug“, kannst du diesen Gedanken bewusst durch einen anderen ersetzen, etwa: „Ich tue mein Bestes, und das ist genug.“ Mit der Zeit wird dieser neue Gedanke zur neuen „Automatik“, die dich stärkt, anstatt dich zu begrenzen.

 

Die spirituelle Dimension: Freiheit durch Bewusstsein

Spirituelle Meister wie Osho oder die Zen-Tradition gehen noch einen Schritt weiter. Für Osho ist das bewusste Leben der Schlüssel zur Befreiung. Er schreibt: „Die meisten Menschen schlafen, auch wenn sie wach sind. Sie handeln wie Roboter, gefangen in ihren Gewohnheiten.“ Osho fordert uns auf, jeden Moment mit voller Wachheit zu erleben, als wäre es der erste. Stell dir vor, du sagst „Guten Morgen“ nicht aus Gewohnheit, sondern mit der vollen Absicht, dem anderen Freude zu schenken. Plötzlich wird ein einfacher Satz zu einem Akt der Liebe. Im Zen-Buddhismus wird dieser Zustand als „Anfängergeist“ beschrieben – die Fähigkeit, jede Erfahrung frisch und ohne Vorannahmen zu erleben. Ein Zen-Meister würde uns fragen: „Wer spricht, wenn du ‚Guten Morgen‘ sagst? Dein wahres Selbst oder ein Echo deiner Vergangenheit?“ Indem wir uns diese Frage stellen, beginnen wir, die Schichten unserer Konditionierungen abzulegen und unser Handeln mit unserem inneren Kern in Einklang zu bringen.

 

Praktische Schritte zur Selbstbeherrschung

Um automatische Muster zu durchbrechen und bewusster zu leben, hier einige praktische Schritte, die Psychologie und Spiritualität verbinden:

Achtsamkeitsmeditation: Nimm dir täglich 10 Minuten, um still zu sitzen und deinen Atem zu beobachten. Wenn Gedanken oder Impulse auftauchen, betrachte sie ohne Urteil. Dies schult deine Fähigkeit, im Alltag innezuhalten und bewusst zu handeln.

Reflexionsfragen: Stelle dir regelmäßig Fragen wie: „Warum habe ich das gerade gesagt? Was fühle ich wirklich? Passt diese Handlung zu meinen Werten?“ Diese Fragen helfen, unbewusste Muster aufzudecken.

Gewohnheiten umprogrammieren: Wähle eine automatische Handlung aus, die du ändern möchtest, und ersetze sie bewusst durch eine neue. Zum Beispiel: Anstatt bei Stress zu schweigen, atme tief durch und sprich deine Gedanken aus.

Spirituelle Praxis: Lies Texte von Meistern wie Osho oder praktiziere Zen-Meditation, um deine Verbindung zum gegenwärtigen Moment zu vertiefen. Oshos „Buch der Geheimnisse“ bietet zahlreiche Meditationstechniken, um Automatismen zu durchbrechen.

Gemeinschaft suchen: Umgebe dich mit Menschen, die ebenfalls an ihrer persönlichen Entwicklung arbeiten. Ein Austausch über bewusste Handlungen und ihre Herausforderungen kann inspirierend wirken.

 

Der Weg zur Meisterschaft

Die Reise, unsere Automatismen zu erkennen und zu transformieren, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es ist ein Akt der Selbstliebe, ein Streben nach Kaizen, das uns nicht nur zu bewussterem Handeln führt, sondern auch zu tieferer Verbundenheit mit uns selbst und der Welt. Wie ein Fluss, der sich durch Fels schneidet, formen unsere bewussten Entscheidungen mit der Zeit neue Bahnen – Bahnen, die uns nicht einschränken, sondern befreien. Wenn wir lernen, mit Achtsamkeit und Absicht zu handeln, werden unsere Worte und Taten nicht länger Echos der Vergangenheit, sondern Ausdruck unseres wahren Selbst. In den Worten von Osho: „Lebe total, lebe intensiv, lebe bewusst – dann wirst du ein Licht, das nicht nur dich, sondern auch andere erleuchtet.“ Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen – Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug, hin zu einem Leben in voller Präsenz.


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© - 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - Erste Veröffentlichung am 21. August 2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/08/die-melodie-der-automatismen-wie.html


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Veröffentlicht: 04.03.2025
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Donnerstag, 29. Juni 2023

Über den Umgang mit Menschen: Hilfreiche Methoden für ein friedliches Miteinander


Was empfindest Du, wenn Du dieses Foto ansiehst? Was macht der Anblick dieses Bildes mit Dir?

Zwei hübsche kleine Kinder, angezogen wie Erwachsene. Kannst Du beim Anblick dieser Kinder Wut, Aversion oder irgendwelche anderen negativen Gefühle empfinden? Vermutlich nicht, oder?

Wären aber anstatt dieser kleinen Kinder, Erwachsene auf diesem Bild zu sehen, dürften einige Menschen vermutlich anders empfinden, oder etwa nicht?

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei der Fotografin für dieses geniale Foto. 

Wir Menschen neigen durch unsere Lebenserfahrungen oft dazu, "andere Menschen in Schubladen zu stecken". Jemand, der so ausgesehen hatte, hat mich vor zig Jahren schlecht behandelt. Oder, ein Mann/eine Frau, mit diesem Namen, hat mir Schlechtes ... angetan. Es gibt unzählige Möglichkeiten. 

Jedoch schaden wir uns mit so einer Haltung nur selbst! Falls wir direkt mit Menschen zu tun haben und wir emotionale und gedankliche Abneigung empfinden, können die Betroffenen dies bewusst oder unbewusst spüren, was wiederum zu einer Kette von unangenehmen Emotionen, Handlungen und Verhaltensweisen gegenüber Dich and andere führen kann.

Vor fast zwanzig Jahren unterrichtete mich ein spiritueller Lehrer. Als ich das Verhalten eines gewissen Menschen verurteilte, sagte er folgendes: 

"Ernst, stell Dir vor, dieser Mensch oder auch andere, die gerade unangenehm oder zornig sind, sind kleine "wütende" Babys mit einem Schnuller im Mund. Kannst Du dann noch verstimmt gegenüber diesen Menschen sein? Oder musst Du lachen und hast liebevolles Verständnis für sie?"

Ich hatte in Folge über mehrere Wochen diese Übung gemacht und musste sehr oft innerlich lachen. Manchmal hatte ich regelrecht Mühe, dass ich nicht laut loslachen musste. Ja, es funktioniert! 

Wenn wir genau hinsehen, können wir anstatt einem erwachsenen Menschen, der durch das Leben und seine Erfahrungen, eventuell negativ geprägt ist, ein kleines verschüchtertes Kind sehen, welches sich nach Liebe und Anerkennung sehnt. Je mehr Geduld und Verständnis für das Verhalten wir für unsere Mitmenschen entwickeln, desto liebevoller können wir zu ihnen sein. 

Doch auch hier müssen wir achtsam und vorsichtig sein, da die meisten Menschen dies falsch interpretieren könnten. Nicht jeder ist es gewohnt, sehr nett, liebevoll und zuvorkommend behandelt zu werden. Manche Frauen und Männer denken dann, dass man irgendwas von ihnen will oder eine intime Beziehung mit ihnen haben möchte...
Es reicht, wenn wir innerlich den "wütenden, zornigen, aggressiven etc. Menschen segnen" und innerlich das Bild des kleinen wütenden Babys mit Schnuller sehen. Dann können wir leicht nachsichtig sein und Verständnis für das oft nicht ganz nachvollziehbare Verhalten unserer Mitmenschen entwickeln.

Selbst wenn Mitmenschen nicht zornig sind, kann ihr teilweise, unbewusstes, sehr unachtsames oder liebloses Verhalten, sehr störend sein. Doch auch hier, ist viel Nachsicht, Geduld und Verständnis gefragt. 

Gehe davon aus, dass es dieser Mensch nicht besser weiss, sonst würde er sich anders verhalten, oder etwa nicht?

Gerade in Hinblick auf vieler unbedachten und nachgeplapperte Aussagen (z.B. bekannte Zitate, die eher negativer Natur sind, oder deren Bedeutung uns nicht bekannt ist)  braucht es viel mehr Achtsamkeit und Übung, damit wir  nicht in alte Muster "der Unachtsamkeit" verfallen. In der Regel fällt uns dieses Verhalten nicht an uns selbst, aber umso besser an anderen auf. 

In vielen Fällen hilft die oben genannte Übung, indem wir uns das "erwachsene Gegenüber", als "unangenehmes, schreiendes, wütendes Kleinkind mit Schnuller" vorstellen. 

Weitere Methoden können helfen, nicht vorschnell auf Handlungen, Worte und sonstiges Verhalten von anderen zu reagieren.

Eine der bewährtesten ist, mindestens 3x tief ein- und auszuatmen, bevor man etwas sagt oder in irgendeiner Form reagiert. Oft wird man durch den Fokus auf die eigene Atmung vollkommen ruhig (man kann dies auch länger als die 3x machen) und die aufkommende innerliche Wut ist meist wie weg geflogen. 


Man sieht nur mit dem Herzen gut, 
das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. 

Antoine de Saint-Exupery 


Wer spirituell etwas fortgeschrittener ist, kann sich mit seinem Herz-Chakra verbinden und wird dadurch wesentlich gütiger, verständnisvoller und liebevoller im Umgang mit dem Gegenüber sein.

Generell ist es auch sinnvoll, all seine Aktionen, zuerst kurz mittels der 3 Siebe von Sokrates kurz zu überdenken:

Die 3 Siebe des Sokrates

Zum weisen Sokrates kam einer und sagte: "Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen!"

"Halte ein!" unterbracht ihn der Weise, "hast du das, was du mir sagen willst, durch die 3 Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe?", fragte der andere voller Verwunderung.

"Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die 3 Siebe hindurchgeht: Das erste ist die Wahrheit. - Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es jemanden erzählen und..."

"So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. -
Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..."

"Hm", unterbrach ihn der Weise, "so lasst uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?"

"Notwendig nun gerade nicht ..."

"Also”, sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

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Wer verstanden hat, dass alles Energie ist und wir mit allem verbunden sind, weiss wie wichtig es ist, eventuelle negative Energieströmungen und deren Auswirkungen so schnell wie möglich zu unterbrechen, bzw. in positive Energieströmungen zu verwandeln. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir als Menschen immer wieder mal Fehler machen können. Dies ist gerade im zwischenmenschlichen Bereich häufig anzutreffen. Wer kennt nicht den Ausdruck "aber ich kann nicht aus meiner Haut"? Auch wenn dies im eigentlichen Sinne eine negative Selbstprogrammierung, oder anders gesagt eine selbst erfüllende Prophezeiung ist, brauche ich es jetzt als Denkmodell. Die Japaner haben eine spezielle Kultur der Selbstverbesserung, diese heisst "Kaizen".

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ed/Kaizen-2.svg/1280px-Kaizen-2.svg.png


Kaizen ist ein japanischer Begriff und bedeutet "gute Veränderung", "Veränderung zum Besseren" oder einfach nur "Verbesserung". Die Kaizen-Philosophie beschreibt laut Definition eine Denkweise, bei der kleine, schrittweise Änderungen im Laufe der Zeit eine große Wirkung erzielen. Quelle: https://safetyculture.com/de/themen/kaizen/

Was bedeutet Kaizen (Selbstverbesserung) für uns selbst und unser Verhalten? Du kennst es bestimmt, dass Du Dich selbst über Dein eigenes Verhalten, Deine Worte ärgerst, und zwar gleichzeitig in dem Moment, wo Du etwas sagst oder tust? Trotzdem fühlst Du Dich gedrängt etwas zu sagen oder zu tun, was Du eben im gleichen Moment bereust. Doch Du bist trotzdem nicht in der Lage, Dich zurückzuhalten. Ich merke schon, Du kennst das auch. 

Kennst Du den folgenden Film?

Und Täglich Grüßt Das Murmeltier - Trailer Deutsch




Falls Du ihn kennst oder nicht, schau ihn Dir nochmals an. In dieser Komödie wird auf wunderbare Weise gezeigt, wie man täglich die Möglichkeit hat, sich selbst zu verbessern! 

Man braucht nicht unbedingt eine Zeitschleife dafür, sondern jeder kann sein eigenes Verhalten in allen Lebensbereichen selbst verbessern. Dies ist ein Teil der menschlichen und aber auch spirituellen Entwicklung. Solange wir als Menschen auf der Erde sind, dürfen wir einerseits Fehler machen und dürfen und können uns  persönlich verbessern.

Ich wünsche Dir viel Vergnügen!

Und selbst wenn jemand glaubt, "über den Dingen zu stehen", wird er oder sie genau dann immer wieder eines Besseren belehrt.



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© - 2023 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - erste Veröffentlichung auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2023/06/uber-den-umgang-mit-menschen-hilfreiche.html  am 29.6.2023.