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Sonntag, 12. April 2026

Die unsichtbare Kette der Erwartungen – Ein Weg zur tiefen Gelassenheit


Stellen Sie sich vor, das Leben sei ein großer, wilder Fluss. Wir stehen am Ufer, werfen Steine hinein und erwarten, dass das Wasser in geraden Bahnen fließt, genauso, wie wir es uns in unseren Träumen ausgemalt haben. Doch der Fluss lacht nur leise und bahnt sich seinen eigenen Weg – mal sanft, mal tosend, immer unvorhersehbar.

Und wir? Wir stehen da, nass vom Spritzwasser der Enttäuschung, verärgert, manchmal sogar wütend. Warum nur? Warum klammern wir uns so hartnäckig an diese unsichtbare Kette der Erwartungen, die uns mehr Fesseln als Flügel schenkt?

Ich habe dieses Thema schon unzählige Male berührt – in Gesprächen mit ehemaligen Klienten, in Reflexionen über mein eigenes Leben und besonders in meinem YouTube-Video aus dem Jahr 2012.

Damals veröffentlichte ich auf meinem Kanal Ernst Koch – Arkanum Solution das Video „Erwartung und Erwartungshaltung – Wie gehe ich damit um?“.

In diesem sonnigen Outdoor-Monolog sprach ich davon, wie universell Erwartungen und die dazugehörige Erwartungshaltung sind. Ich gab konkrete Beispiele: Die Erwartungen von Frauen an Männer (viel Geld nach Hause bringen, Geschenke machen, ausführen), die von Männern an Frauen (Gegenleistung in Form von Zuneigung und Aufmerksamkeit), die Erwartungen von Kindern ans Christkind – und wie schnell Enttäuschung, Ärger oder sogar Wut entstehen, wenn diese stillschweigenden Annahmen nicht erfüllt werden.

Ich erzählte auch von persönlichen Erlebnissen, etwa als ich monatelang kostenlos für einen Freund arbeitete und der Geschäftspartner ganz andere Erwartungen an mich hatte – ohne dass je klar darüber gesprochen wurde. Viele Zuschauer nickten damals zustimmend. Doch in den Augen meiner Klienten – und oft auch in meinen eigenen – sah ich etwas anderes: ein leises Zögern, ein inneres „Ja, aber...“.

Die Prägung sitzt tief, wie eine Wurzel aus der frühen Kindheit, wo Erwartungen Sicherheit versprachen und Liebe bedingten. Wir lernten früh: Wenn ich brav bin, komme ich ans Christkind. Wenn ich perfekt bin, bleibe ich geliebt. Und so weben wir ein Netz aus „müsste“, „sollte“ und „muss“, das uns heute noch gefangen hält.

Doch warum ist das so? Wäre es nicht unendlich schöner, gelassener, zufriedener und glücklicher zu leben? Ohne diesen ständigen inneren Sturm der unerfüllten Wünsche? Wäre es nicht ein Geschenk, die unnötigen Emotionen wie welke Blätter vom Baum des Herzens fallen zu lassen und stattdessen das Leben zu leben, zu lieben und zu akzeptieren? Wie wäre es, wenn wir uns tiefer mit unserem inneren Selbst verbinden – mit jenem leisen, weisen Kern, der den roten Faden des Lebens erkennt? Dann, so die alte Weisheit, käme alles von ganz allein, wie Blüten, die sich im Frühling von selbst öffnen.

Dieses Thema ist so alt wie die Menschheit selbst. Es durchzieht die Geschichte wie ein goldener Faden der Erkenntnis, den die Großen der Antike, die Psychologen unserer Zeit und die spirituellen Lehrer aller Epochen immer wieder aufgenommen haben. Lassen Sie uns ihn gemeinsam entwirren – mit der bildhaften Klarheit eines Spaziergangs durch einen alten, weisen Garten.

 

Die antike Weisheit: Der Stoiker und der Fluss des Tao

Schon in der Antike erkannten Denker, dass Erwartungen kein Segen, sondern ein Gift sind. Die Stoiker – Epiktet, Seneca und Marcus Aurelius – sahen darin den Kern menschlichen Leidens. Epiktet formulierte es so klar wie ein Kristall: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen uns, sondern unsere Meinungen über die Dinge.“ Erwartungen sind genau solche Meinungen – starre Skripte, die wir der Welt aufzwingen. Die Stoiker lehrten stattdessen: Kontrolliere, was du kontrollieren kannst – deine Haltung, deine Tugend, deinen inneren Garten. Lass los, was außerhalb liegt.

Noch tiefer geht Lao Tzu im Tao Te Ching mit dem Wu Wei – dem fließenden Mitgehen ohne Erwartung. Sei wie Wasser, das sich den Felsen anpasst, ohne zu brechen. Dann wird der rote Faden des Lebens sichtbar.

 

Die Psychologen: Die Falle der irrationalen „Muss“-Gedanken

Albert Ellis, Begründer der Rational-Emotiven Verhaltenstherapie, erkannte scharf: Unsere emotionalen Stürme entstehen vor allem durch irrationale „Muss“- und „Sollte“-Forderungen. Viktor Frankl und Carl Rogers ergänzen dies mit der Erkenntnis, dass wahre Freiheit und Zufriedenheit entstehen, wenn wir lernen, bedingungslos zu akzeptieren – uns selbst, andere und das Leben.

 

Die spirituellen Lehrer: Vom Loslassen zum reinen Sein

Buddha sah in Erwartungen und Anhaftung die Ursache allen Leidens und lehrte Achtsamkeit als Weg in die Freiheit.


Jesus mahnte in der Bergpredigt: „Sorgt euch nicht um morgen…“

und lud ein zum bedingungslosen Vertrauen.


Osho rief radikal: „Drop expectations!“ – denn Erwartungen stehlen die Freude am gegenwärtigen Moment.


Mooji erinnert uns daran, dass Erwartungen ein Spiel des Ego sind und wahrer Frieden nur im reinen Gewahrsein entsteht.

 

Der Weg nach Hause: Der rote Faden des inneren Selbst

Verbinden Sie sich täglich mit Ihrem inneren Selbst – durch Meditation, Stille oder Zeit in der Natur. Spüren Sie den roten Faden. Akzeptieren Sie das Leben wie einen alten Freund. Üben Sie bewusstes Loslassen. Im Video von 2012 riet ich bereits ganz praktisch: Sprechen Sie Erwartungen klar und ehrlich aus, sagen Sie „Nein“, wenn es kein Ja ist, und befreien Sie sich dort, wo möglich, von stillschweigenden Annahmen.

Wer diese unsichtbare Kette sprengt, erlebt, wie das Leben leichter, farbenfroher und wahrhaft glücklicher wird.

Möge dieser Artikel Sie einladen, den Fluss nicht mehr zu zähmen, sondern mit ihm zu schwimmen. Der rote Faden wartet. Folgen Sie ihm – und alles kommt von ganz allein.

Mit herzlicher Gelassenheit,


Ernst Koch 

Schauen Sie sich auch mein Video von 2012 an:
Erwartung und Erwartungshaltung – Wie gehe ich damit um?

auf meinem Kanal: Ernst Koch – Arkanum Solution

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© 2026 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 12.4.2026 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2026/04/die-unsichtbare-kette-der-erwartungen.html


Kontakt zum Autor dieses Blogbeitrags: arkanumsolution@gmail.com 

(Es werden nur seriöse E-Mails mit möglichst ausführlichem Hintergrund der Kontaktaufnahme & entsprechend aussagefähigem Betreff zeitnah [idR: innert 24-48 Stunden] beantwortet. Da ich täglich hunderte von E-Mails erhalte, bitte ich um eine konkrete Beschreibung Ihres Anliegens. E-Mails ohne Betreff oder fragwürdiger Herkunft werden sofort gelöscht und blockiert.)

Autorenprofil Ernst Koch (geschäftliche Mustervorlagen und Sachthemen eBooks) https://www.xinxii.com/ernst-koch-1425

Autorenprofil Ernst Koch - spirituellerLifecoach.de https://www.xinxii.com/ernst-koch-spirituellerlifecoach-101786


Pfad der Heilung von Körper, Geist & Seele
Ein spiritueller Weg zur Ganzheit
Autor: Ernst Koch-SpirituellerLifecoach
eBook
Seiten: 113
Arkanum Solution Consciousness (vol. 1)
Sprache: Deutsch
Veröffentlicht: 04.03.2025
Mehr Info & Kauf per Download:



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Freitag, 7. März 2025

Achte darauf, was dir wirklich gut tut: Dein Weg zu einem gesunden Gleichgewicht


In unserem Leben sind Beziehungen – ob privat, intim, beruflich oder geschäftlich – ein zentraler Bestandteil. Sie prägen uns, geben uns Halt, aber können uns auch herausfordern oder gar verletzen. Wie finden wir ein gesundes Gleichgewicht, das uns stärkt, ohne dass wir uns ausgenutzt fühlen oder zu Handlungen gedrängt werden, die wir nicht wollen? Wie schützen wir uns vor Missbrauch und bewahren gleichzeitig eine offene, respektvolle Haltung? In diesem Artikel möchte ich dich einladen, diesen Fragen auf den Grund zu gehen – mit einem Blick auf die feinstoffliche Ebene, die uns oft mehr beeinflusst, als wir ahnen. Es geht um gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und darum, anderen nicht das anzutun, was wir selbst nicht erleben möchten.

Beziehungen sind wie ein Tanz: Mal leicht und harmonisch, mal anstrengend und holprig. In privaten und intimen Verbindungen suchen wir Nähe, Vertrauen und Geborgenheit. Doch wie oft passiert es, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse hinten anstellen, um den anderen nicht zu enttäuschen? Vielleicht kennst du das: Du sagst „Ja“, obwohl dein Inneres „Nein“ schreit. Oder du lässt zu, dass jemand deine Grenzen überschreitet, weil du Konflikte vermeiden willst. Genau hier beginnt die Gefahr des Missbrauchs – nicht nur körperlich, sondern auch emotional. Missbrauch zeigt sich oft subtil: in Manipulation, Druck oder dem Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden. Im beruflichen und geschäftlichen Kontext sieht es ähnlich aus. Vielleicht arbeitest du Überstunden, obwohl du erschöpft bist, nur um Anerkennung zu bekommen. Oder du lässt dich zu Projekten überreden, die dir nicht entsprechen, weil du den Job nicht gefährden willst. In beiden Bereichen – privat wie beruflich – geht es darum, ein Gleichgewicht zu finden, das dich nicht auslaugt, sondern nährt.

Aus spiritueller Sicht betrachtet, hat dieses Gleichgewicht eine tiefere Dimension. Alles, was wir denken, fühlen und tun, ist Energie. Positive Energien, die aus Respekt, Liebe und Wertschätzung entstehen, wirken wie ein sanfter Wind, der uns trägt und belebt. Sie heben unsere Schwingung, stärken unser inneres Licht und lassen uns in unserer Kraft stehen. Negative Energien hingegen – aus Missbrauch, Druck oder Geringschätzung – sind wie dunkle Wolken, die sich über uns legen. Sie ziehen uns herunter, trüben unseren Geist und können sogar unseren Körper schwächen. Auf der feinstofflichen Ebene nehmen wir diese Energien wahr, oft bevor wir sie bewusst benennen können. Ein ungutes Bauchgefühl, eine plötzliche Müdigkeit oder ein innerer Widerstand sind Signale, die uns warnen: Hier stimmt etwas nicht. Doch wie oft überhören wir diese leisen Stimmen, weil wir uns selbst nicht ernst genug nehmen?

Ein gesundes Gleichgewicht beginnt damit, dass du dir erlaubst, deine Bedürfnisse zu spüren und zu schützen. Das heißt nicht, egoistisch zu werden oder andere auszuschließen. Es bedeutet, dich selbst genauso zu achten wie die Menschen um dich herum. Stell dir vor, du bist ein Gefäß: Wenn du es ständig leerst, ohne es wieder aufzufüllen, bleibt nichts übrig – weder für dich noch für andere. Respekt und Wertschätzung sind der Schlüssel, und sie müssen in beide Richtungen fließen. In einer guten Beziehung – egal ob mit einem Partner, Freund oder Kollegen – gibt es ein Geben und Nehmen, das sich natürlich und fair anfühlt. Niemand sollte sich überlegen oder unterlegen fühlen, niemand sollte Macht über den anderen ausüben. Denn Machtspiele, Druck oder gar Missbrauch entstehen dort, wo das Gleichgewicht kippt und einer beginnt, den anderen zu kontrollieren.

Spirituell betrachtet hat das auch mit einem alten, einfachen Prinzip zu tun: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ Diese goldene Regel ist nicht nur ein moralischer Leitfaden, sondern ein energetisches Gesetz. Alles, was wir aussenden – Worte, Taten, Gedanken – kommt zu uns zurück. Wenn wir andere respektieren, nähren wir positive Energien, die uns selbst stärken. Wenn wir hingegen Grenzen überschreiten oder zulassen, dass unsere eigenen überschritten werden, laden wir negative Energien ein, die uns schwächen. Missbrauch hinterlässt auf der feinstofflichen Ebene Spuren: Wunden, die nicht sichtbar sind, aber spürbar bleiben. Sie können sich als Ängste, Unsicherheiten oder ein diffuses Gefühl von Leere zeigen. Heilung beginnt, wenn wir diese Spuren erkennen und uns bewusst entscheiden, uns selbst und anderen mit Achtsamkeit zu begegnen. 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du solche Wunden heilen und deine Energie schützen kannst, findest du in meinem eBook „Pfad der Heilung“ (hier erhältlich: bit.ly/PfadDerHeilung) praktische Ansätze und tiefere Einblicke.

Wie kannst du das im Alltag umsetzen? Höre auf dich selbst. Nimm dir einen Moment, bevor du zusagst oder handelst, und frage dich: Fühlt sich das richtig an? Stärkt mich das, oder nimmt es mir Kraft? Sei ehrlich zu dir und mutig genug, „Nein“ zu sagen, wenn es nötig ist. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Gleichzeitig sei achtsam im Umgang mit anderen. Überlege, wie deine Worte und Taten auf sie wirken könnten. Respekt bedeutet, den anderen in seiner Würde zu lassen – so, wie du es für dich selbst erwartest. Im Beruf könnte das heißen, klare Grenzen zu setzen, wenn die Anforderungen überhandnehmen, und gleichzeitig fair mit Kollegen oder Kunden umzugehen. In privaten Beziehungen bedeutet es, offen zu kommunizieren, was du brauchst, und dem anderen denselben Raum zu geben.

Am Ende geht es darum, ein Leben zu führen, das im Einklang mit deiner Seele steht. Positive Energien entstehen dort, wo Liebe, Respekt und Wertschätzung fließen – zu dir selbst und zu anderen. Negative Energien lösen sich auf, wenn du dich von Missbrauch befreist, sei es durch klare Grenzen oder den Mut, dich aus ungesunden Beziehungen zu lösen. Du hast die Kraft, dein Gleichgewicht zu finden. Achte darauf, was dir wirklich guttut – auf allen Ebenen. Denn du verdienst es, in deiner vollen Stärke zu leuchten.


© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 7.03.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/03/achte-darauf-was-dir-wirklich-guttut.html

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Dienstag, 24. Oktober 2023

Wie kommt man zu Gelassenheit in stürmischen Zeiten? - Lebenserfahrung und Antworten älterer Menschen.


Gelassenheit und innere Ruhe erlangen die meisten Menschen erst, wenn sie schon einiges an Lebenszeit hinter sich gebracht und Lebenserfahrung dazu gewonnen haben.

Ich erinnere mich an einen älteren Mann, als ich in den Zwanzigern war. Durch äussere Umstände in der damaligen Firma, war ich sehr verärgert und machte meinem Ärger lautstark Luft. Da ständig die Planung durch die Chefs der Firma umgeschmissen wurde, musste ich sehr oft weit über 12 Stunden arbeiten. Dies führte dann letztlich dazu, dass mein Privatleben oft vollkommen flach fiel, da ich nicht selten erst spät am Abend nach Hause kam.  Roger, mein damaliger Vorgesetzter sagte:
" Take it easy, Ernst. Relax! Don´t make yourself crazy."  
 
Ich habe viel von diesem US-Amerikaner aus Florida gelernt, was ich allerdings erst viele Jahre danach merkte.  

Erst viel später ist mir aufgefallen, dass die meisten meiner Bekannten und Freunde oft wesentlich älter waren als ich. Von diesem Umstand und deren Lebenserfahrung konnte ich extrem profitieren. Doch auch dies wurde mir auch erst viel später bewusst. 


Sehr oft im Leben ist es wichtig, vollkommen in die innere Mitte, Ruhe und Balance zu kommen. Gerade in sehr turbulenten Zeiten, ob im privaten Alltag oder gerade im beruflichen Leben. Denn wer ständig unter grossen Druck, Stress etc. ist, kann oft nicht ruhig oder gelassen reagieren. 

Gerade dann braucht man winzig kleine Unterbrechungen, um den möglichen negativen Energiestrom zu stoppen und eventuell unüberlegte und hitzige Reaktionen zu vermeiden, die man hinterher bereuen könnte.

Ein anderer älterer Freund lehrte mich, einige Jahre zuvor auch Gelassenheit auf eine ganz andere Art und Weise. Rolf war in den Fünfzigern und ein Draufgänger, der kaum Angst zu haben schien. Er flog Drachen, was ihm unzählige Knochenbrüche einbrachte, wanderte ganz alleine auf einer Insel in den Bergen, ernährte sich von Kaktusfrüchten, wodurch er Stacheln im Mund hatte und vieles andere mehr. Seine  Lebensfreude, Furchlosigkeit und Gelassenheit waren jedoch ungebrochen und unbeschreiblich. Er war ein sehr faszinierender Mensch, der mich sehr beeindruckt hatte. Wir hatten oft stundenlang tiefschürfende Gespräche und ich denke noch heute gerne an diese Zeit zurück.

Im Laufe meines Lebens wunderte ich mich immer wieder mal über die Gelassenheit der Älteren. Hin und wieder, fasste ich dann allen Mut zusammen und fragte den ein oder anderen älteren Menschen, wie er bloss so gelassen sein kann, wo es doch gerade jetzt eine stressige Situation ist. Dies betraf Frauen wie Männer gleichermassen. Und die Antworten waren frappierend.


All die Befragten antworteten unterm Strich fast gleich. Hier ein paar Antworten auf meine oben gestellte Frage:

"Warum soll ich mich aufregen?"
"Ich kann die Situation nicht ändern!"
"Es wird nicht so heiss gegessen, wie gekocht!"
"Schauen wir mal..."
"Ernst, weisst Du, erfahrungsgemäss wird es halb so schlimm, wie wir befürchten..."
"Weshalb aufregen? Es macht schlicht keinen Sinn!"
"Warte erst mal ab, was wirklich passiert. Dann kannst Du ganz in Ruhe entscheiden!"
"Jedes Mal, wenn ich mich aufgeregt hatte, wurde es schlimmer. Wenn ich hingegen aber gelassen blieb, wurde es besser...oder besser gesagt, die Situation stellte sich nicht als ganz so dramatisch heraus..."
"Erst mal abwarten und Tee trinken!", sagte der alte Mann mit grossem Schnauzbart mit einem Augenzwinkern und machte es sich in seinem Sessel gemütlich.


Das ist nur eine ganz kleine Auswahl der unzähligen Antworten, welche ich in weit über 40 Jahren von älteren Menschen erhalten hatte, als ich sie fragte, weshalb sie gerade in unangenehmen, überraschenden und sehr stressigen Lebenssituationen, so gelassen sein können. 

Mit nun selbst über 62 Lebensjahren eigener Erfahrung habe ich erkannt, dass man sehr gut von den Lebenserfahrungen Älterer profitieren kann, sofern man einerseits höflich frägt und auch dann ganz genau zuhört.
Ich bin unendlich dankbar für die vielen sehr weisen Gedanken, Worte und Ratschläge dieser Menschen, welche mein Leben sehr bereichert haben. Im Laufe der Jahrzehnte habe ich immer wieder unzählige oft Menschen befragt - und ich mache es noch heute - vor allem Ältere und Erfahrene Menschen, die in irgendeinem Bereich "Spezialwissen" haben. Im Laufe der Zeit konnte ich so unendlich viel von diesem Menschen dazulernen.

Dies betrifft hier in erster Linie die persönliche und menschliche Entwicklung und Reifung. Im Bereich des spirituellen Wachstums verhält es sich ein wenig anders, denn hier musst Du den Weg selbst gehen... Doch dazu mehr in einem anderen Blogbeitrag.

  • Eine der hilfreichsten Übungen, augeblicklich gelassener zu werden, ist tiefes und bewusstes Ein- und Ausatmen, indem Du Dich voll und ganz, ausschliesslich auf Deine Atmung konzentrierst. 
  • Mit bewusstem Atmen bist Du ganz automatisch im JETZT, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, nicht in irgendeinem dramatischen Kopfkino, wo Du Dir alles möglichst schlimm ausmalst. 
  • Atme und werde ganz gelassen und innerlich ruhig. 
  • Wenn Du dann noch die Möglichkeit hast, einen langen Spaziergang in der Natur zu machen, wirst Du feststellen, wie sich die ganze Spannung aus Dir und Deinem Körper löst. 
  • Wenn Du kaum Zeit hast, hilft ein Schuss kaltes Wasser ins Gesicht oder indem Du Deine Hände unter kaltes Wasser hältst und Dir innerlich vorstellst, wie der ganze Stress und die Anspannung aus Dir rausfliesst.
  • Zähle innerlich langsam bis 3 (oder mehr), bevor Du jemanden antwortest oder reagierst, wenn Du in Eile, Hektik oder "unter emotionalem Beschuss" bist.
  • Wer nicht in seiner Mitte ist, ist nicht Herr seiner Selbst und kann daher wirklich folgenschwere Fehler begehen, die man hinterher nicht mehr ungeschehen machen kann. Dies betrifft sowohl private wie auch berufliche Beziehungen. Leider kann man in solchen stressigen Situationen, sehr leicht Unfälle (bei möglichen Handgreiflichkeiten...,mit Maschinen, im Haushalt und auf der Strasse) verursachen... Daher macht es sehr viel Sinn, stets soweit wie nur möglich, in der inneren Mitte zu sein.
Wenn Du es EILIG hast, mach´LANGSAM! 

    Chinesisches Sprichwort

Auch spirituelle Reinigungen und Energiebehandlungen können sehr hilfreich sein... Wer mehr darüber wissen will, kann mit mir Kontakt aufnehmen.

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© 2023 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung auf  https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2023/10/wie-kommt-man-zu-gelassenheit-in.html am 24. Oktober 2023. 


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