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Freitag, 19. Dezember 2025

Die Kunst der Selbstgestaltung: Gewohnheiten, Süchte und die Kraft der Disziplin

 

Stellen Sie sich das Leben als einen Fluss vor, der mal ruhig dahingleitet, mal in reißende Strömungen gerät. Gewohnheiten sind die unsichtbaren Ufer, die diesen Fluss lenken – sie formen unseren Alltag, oft ohne dass wir es bemerken. Süchte hingegen sind wie Wirbel, die uns in die Tiefe ziehen, während Selbstdisziplin der ruhige Steuermann ist, der uns wieder ans Licht führt. Bis hin zur Askese, jener strengen Zurückhaltung, die den Geist befreit. In diesem Artikel tauchen wir tief in diese Themen ein, beleuchtet durch die Weisheit antiker Denker, moderner Psychologen, inspirierender Schriftsteller und spiritueller Lehrer.


Gewohnheiten: Die stillen Architekten unseres Lebens

Gewohnheiten sind wie Pfade in einem Wald – je öfter wir sie betreten, desto tiefer werden sie. Aristoteles, der große griechische Philosoph, sah darin den Schlüssel zur Tugend: „Wir sind, was wir wiederholt tun. Die Exzellenz ist daher keine Handlung, sondern eine Gewohnheit.“ Er betonte, dass gute Gewohnheiten durch bewusste Wiederholung entstehen, schlechte hingegen durch Nachlässigkeit. 

Die Stoiker wie Epictetus und Seneca ergänzten dies: Wahre Freiheit liegt in der Kontrolle über unsere Reaktionen. Epictetus, einst Sklave, lehrte, dass Disziplin uns von äußeren Zwängen befreit – Gewohnheiten formen den Charakter, und Selbstbeherrschung ist der Weg zur inneren Ruhe.

Aus psychologischer Sicht erklären Forscher wie Charles Duhigg in The Power of Habit Gewohnheiten als Schleife: Auslöser, Routine, Belohnung. 

James Clear in Atomic Habits fügt hinzu, dass kleine, atomare Veränderungen – wie eine winzige gute Handlung täglich – kumulativ wirken. 

Roy Baumeister beschreibt Willenskraft als Muskel, der durch Übung stärker wird, aber auch ermüden kann.

Berühmte Selbsthilfe-Autoren wie Napoleon Hill (Think and GrowRich - Denke nach und werde reich) und Og Mandino sahen Gewohnheiten als Grundlage des Erfolgs. 

Hill sprach von „kosmischer Gewohnheitskraft“, einer universellen Energie, die durch disziplinierte Gedanken aktiviert wird. 

Dale Carnegie betonte in seinen Werken soziale Gewohnheiten, die Beziehungen stärken.

Ein klassisches Beispiel für den systematischen Austausch schlechter Gewohnheiten ist Benjamin Franklin. Der US-Gründervater und Erfinder entwickelte ein System mit 13 Tugenden (wie Mäßigung, Ordnung, Fleiß). Er konzentrierte sich jede Woche auf eine einzige, markierte täglich Erfolge und Misserfolge in einem Notizbuch und wiederholte den Zyklus viermal im Jahr. 

Franklin gestand, dass er nie perfekt wurde – besonders die Tugend „Ordnung“ blieb eine Herausforderung, da sein Schreibtisch oft chaotisch war. Dennoch schaffte er es, viele schlechte Gewohnheiten durch gute zu ersetzen, indem er eine nach der anderen anging. 

Dieses fokussierte Vorgehen inspirierte spätere Autoren wie Hill und Mandino.

Weitere Beispiele: Viele historische Figuren ersetzten Laster durch Tugenden. Der Apostel Paulus in der Bibel beschreibt eine innere Umwandlung, bei der alte Gewohnheiten abgelegt werden. Moderne Studien zeigen, dass der Ersatz effektiver ist als bloße Unterdrückung: Statt Rauchen aufzugeben, könnte man Stress durch Spazierengehen abbauen – der Auslöser bleibt, die Routine wechselt zur Belohnung.


Süchte: Die Fesseln des Verlangens

Süchte sind Gewohnheiten, die zur Knechtschaft werden. Antike Denker wie Seneca warnten vor Übermaß im Genuss, das zur Sklaverei führt. Epictetus verglich Trunkenheit mit Verlust der Vernunft – wahre Freiheit erfordert Abstand von solchen Fesseln.

Psychologen sehen Süchte als verstärkte Habit-Loops, oft durch Dopamin getrieben. Baumeister und Duhigg erklären, wie Belohnungen das Gehirn umprogrammieren. 

Der Schlüssel zum Brechen: Den Auslöser erkennen und durch eine gesunde Alternative ersetzen.

Spirituell ist Sucht pure Anhaftung. Buddha lehrte im Vier Edlen Wahrheiten, dass Verlangen (Tanha) die Ursache des Leidens ist. Süchte entstehen aus dem Versuch, Leere zu füllen. 

Nagarjuna, der Madhyamaka-Philosoph, betonte die Leerheit aller Phänomene – Anhaftung ist Illusion. 

Osho, moderner Interpret, sah Süchte als unbewusste Wiederholungen: „Erlebe sie bewusst, und die Sucht löst sich.“ Er riet, Gewohnheiten wie Rauchen voll bewusst auszuführen, ohne Eile – die Intensität enthüllt ihre Leere.


Der Unterschied zwischen Genuss, Sucht und Askese – und die Gefahr der Selbstgeißelung

Genuss ist wie ein sanfter Windhauch, der das Leben bereichert, ohne es zu beherrschen. Er entsteht in der Mäßigung, in der bewussten Freude an einem guten Essen, einem Gespräch oder einer Berührung. Aristoteles nannte dies die „goldene Mitte“: Tugend liegt im richtigen Maß, weder im Übermaß noch im Mangel. 

Epikur, oft missverstanden, lehrte einen vernünftigen Genuss einfacher Freuden, frei von überflüssigen Begierden. 

Sucht hingegen ist der Sturm, der den Windhauch zur zerstörerischen Kraft macht. Was als Genuss beginnt, wird zur Abhängigkeit – das Verlangen wird unstillbar, der Genuss schwindet, und Schmerz folgt. 

Psychologisch markiert der Übergang den Punkt, an dem Kontrolle verloren geht: Das Gehirn gewöhnt sich an die Belohnung, Toleranz entsteht, und das Verhalten wird zwanghaft.

Askese ist der bewusste Verzicht, um Freiheit zu gewinnen – wie ein Baum, der Äste beschneidet, um stärker zu wachsen. Sie dient der Selbstbeherrschung und spirituellen Klarheit, ohne den Körper zu zerstören. 

Stoiker wie Seneca übten freiwillige Entbehrungen, um Unabhängigkeit zu erlangen. 

Doch Askese kann in Selbstgeißelung umschlagen: Eine perverse Form der Folter, die Schmerz zum Selbstzweck macht, oft aus Schuldgefühlen oder masochistischer Neigung. 

Osho nannte solche Praktiken „Selbsttortur“, die Freude verweigern und das Ego nur umkehren – von Genuss-Sucht zur Schmerz-Sucht. 

Buddha erlebte extreme Askese und Selbstkasteiung, erkannte ihre Nutzlosigkeit und wählte den Mittleren Weg: Weder hemmungsloser Genuss noch selbstzerstörerische Entsagung. 

Psychologisch kann echte Askese Willenskraft stärken und Genussfähigkeit steigern – Verzicht macht bewusste Freuden intensiver. 

Selbstgeißelung jedoch schwächt, erzeugt Frustration und behindert Wachstum.


Selbstdisziplin: Der Steuermann durch alle Lebensbereiche

Selbstdisziplin ist die Brücke von Wunsch zur Wirklichkeit. Sie reicht bis zur Askese, jener radikalen Entsagung, die den Geist läutert. Aristoteles sah Mäßigung als goldene Mitte; Stoiker wie Seneca übten freiwillige Entbehrungen, um Unabhängigkeit zu gewinnen.

In der Psychologie ist Disziplin der Muskel der Willenskraft (Baumeister). Sie steigert Produktivität, indem sie Ablenkungen bannt und Fokus schafft. In der Gesundheit führt sie zu regelmäßigem Sport und Ernährung, reduziert Stress und stärkt Resilienz. In Beziehungen fördert sie Zuverlässigkeit, geduldige Kommunikation und Grenzen – Konflikte werden konstruktiv gelöst. Finanziell ermöglicht sie Sparen und kluge Entscheidungen; beruflich konstanten Einsatz.

Hill nannte Disziplin „Meisterschaft der Gedanken“: Denke zuerst, handle dann. 

Mandino und Carnegie sahen sie als Basis für Erfolg und harmonische Beziehungen.

Spirituell ist Disziplin der Weg zur Befreiung. Buddha praktizierte strenge Askese, fand aber den Mittleren Weg – Disziplin ohne Extrem. Nagarjuna lehrte Achtsamkeit als Disziplin des Geistes. 

Osho warnte vor unterdrückender Askese, plädierte für bewusste Transzendenz: Verlangen löst sich durch Erkenntnis, nicht Zwang.


Der Weg zur Veränderung: Praktische Schritte um schlechte Gewohnheiten zu ersetzen:

  • Identifizieren Sie den Auslöser (Duhigg).
  • Wählen Sie eine gute Alternative (Clear: Machen Sie sie attraktiv).
  • Üben Sie fokussiert, wie Franklin – eine Tugend pro Woche.
  • Feiern Sie kleine Erfolge, um Dopamin positiv zu nutzen.


Selbstdisziplin wächst durch Übung: 

Beginnen Sie klein, in einem Bereich – der Effekt strahlt aus. Am Ende ist das Leben ein Garten: Gewohnheiten sind die Samen, Disziplin der Gärtner. Pflegen wir ihn bewusst – mit Genuss in Maßen, Verzicht aus Weisheit und ohne Selbstfolter –, blüht er in voller Pracht. Wie ein alter Baum, dessen Wurzeln tief reichen, wird unser Charakter stark und unerschütterlich.


Persönliche Anmerkung

Ich hatte das grosse Glück, dass mir sehr viele aussergewöhnliche Menschen begegnet sind, die für eine gewisse Zeit, jeweils meine "Lebenslehrer" waren. Durch diese Vorbilder durfte ich in nahezu allen Lebensbereichen viele neue Erfahrungen und in Folge eigene Erkenntnisse machen. 

Meine Mutter war auch ein sehr gutes Vorbild in vielen Bereichen, vor allem was Konsequenz und Selbstdisziplin anging. Zudem hatte sie eine unerschütterlich positive Einstellung bis ins hohe Alter. Ausserdem glaubte sie an die Kraft des Gebets. Sie erlebte unzählige kleine und grössere Wunder...

Aber es gab auch Menschen, welche weniger durch ihre positiven, sondern eher durch ihre negativen Verhaltensweisen mir einiges vor Augen geführt haben.

Ich bin dankbar für alle diese Vorbilder, welche mir auf meinem bisherigen Lebensweg begegnet sind. 

Selbstverbesserung erfordert Disziplin und Konsequenz. 

Es ist auch hier so: Übung macht den Meister. 

Wichtig hierbei: es geht nie um den Vergleich mit anderen, sondern nur im Vergleich zu Deinem früheren Sein. Wenn Du Dich verbessern möchtest, braucht es hierfür, in erster Linie den Willen, eine Veränderung/Verbesserung herbeizuführen. Dann ergibt es sich oft, dass Dir Menschen und Situationen "vom Universum geliefert werden", welche Dir helfen, Deine Wünsche umzusetzen.

Alles ist Energie! Mit Kraft Deiner Gedanken, Emotionen, inneren Überzeugungen und Handlungen erschaffst Du stets Dein Leben. Du manifestierst stets - ob unbewusst (wie die meisten Menschen) oder eben ganz bewusst!

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Mit herzlichen Grüssen

Ernst Koch


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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 19.12.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/12/die-kunst-der-selbstgestaltung.html


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Pfad der Heilung von Körper, Geist & Seele
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Veröffentlicht: 04.03.2025
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Dienstag, 29. April 2025

Was echter Erfolg wirklich bedeutet – und was Spiritualität damit zu tun hat


Wahrer Erfolg zeigt sich nicht in großen Häusern, schnellen Autos oder prall gefüllten Terminkalendern. Dirk Hessel geht in diesem inspirierenden Beitrag der Frage nach, warum gesellschaftliche Vorstellungen von Erfolg oft in die Irre führen und was uns tatsächlich erfüllt. Er spricht über die natürliche Bewegung des Lebens, die Kraft der Stille und die Bedeutung echter Gemeinschaft. Mit unverwechselbarer Klarheit lädt er dazu ein, die Höhen und Tiefen des Lebens anzunehmen und die tiefe Freude in der eigenen Existenz zu entdecken – jenseits von äußeren Maßstäben. Ein liebevoller Impuls für alle, die erkennen möchten, was wirklich zählt.

Weitere Informationen über Dirk Hessel, sein Wirken, sein Buch und vieles andere mehr findest Du in der Beschreibung unter dem YouTube-Video:


Montag, 13. März 2023

Hirnforscher: Wie du (wortwörtlich) dein Gehirn in 4 Minuten reinigst – Das sollte jeder wissen 🔥


Hirnforscher: Wie du (wortwörtlich) dein Gehirn in 4 Minuten reinigst – Das sollte jeder wissen 🔥

Du wurdest mit Flügeln geboren, warum durchs Leben kriechen? Ein tolles Zitat von Rumi, das Dir Mut macht und Selbstvertrauen schenkt.

Die meisten Menschen leben ihr Leben nicht richtig, sie verschlafen es, angepasst wie Schafe in der Herde, weil die Gesellschaft sie so dressiert hat, als sie klein waren. In jedem Säugling steckt aber ein Löwe: eine Persönlichkeit mit Impulsen, Wünschen, eigenem Willen, voller überbordender Liebe, Talent und Tatendrang, bestimmt für ein Leben voller Glück. Aber weil schon die Eltern als Kinder dressiert wurden, geben sie das Erlernte weiter. Und so werden aus Löwen Schafe: unauffällig, freudlos, angepasst und ängstlich. Schafe, die ihre Gefühle und Wünsche ständig unterdrücken.

Mittwoch, 8. März 2023

Können Frauen in Führungspositionen die Welt friedvoller machen? | Sadhguru


Sadhguru beantwortet eine Frage zu Frauen und Erfolg und weist darauf hin, dass Frauen in der heutigen Gesellschaft leider ihre weibliche Natur aufgeben müssen, um erfolgreich zu sein.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Wie viele Schritte muss ich gehen?


Ich finde es immer wieder äusserst interessant, wie viele Menschen doch gerne im Vorfeld alles wissen wollen, ohne dass sie auch nur bereit sind, den ersten Schritt machen.

Ob dies im geschäftlichen oder privaten Leben oder bei der spirituellen Entwicklung ist, viele Menschen fordern Informationen und Know-how ein, ohne dass sie sich auch nur einen einzigen Schritt vorwärts bewegen wollen.

Teilweise erinnert mich das an kleine Kinder, mit denen man eine Autoreise macht: "Papa, wann sind wir endlich da?"...Der Vater erklärt geduldig Schritt für Schritt..."Papa, was passiert dann?"...Der Vater erklärt dies oder versucht diese Frage zu beantworten..."Papa, mir ist langweilig...wie lange geht es noch?"

Als ich vor vielen Jahren meinen spirituellen Weg beschritt, fragte ich nicht, wohin es mich bringt und wie viele Schritte und Jahre ich machen musste. Ich hörte in mein Innerstes und liess mich voller Hingabe führen. Auch ich hatte einige spirituelle Lehrer. Ich musste ihnen vertrauen für die Zeit, in der sie mich begleiteten. Allerdings war es ein langer, einsamer und steiniger Weg, der dann nur durch Demut und Hingabe, sowie der Gnade, der Essenz allen Seins, zum spirituellen Erwachen führte. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich Alles. Das bunte Treiben der Menschen, das Gezerre und Geschrei berührte mich nicht mehr und ich sah ab diesem Zeitpunkt die Menschen als Kinder, was sie letztlich sind. Es sind Kinder, die ihre Rollen spielen, die sie mehr oder weniger ernst nehmen. Jeder spielt bewusst oder (meist) unbewusst seine Rolle und ist sich leider oft nicht bewusst, wie unwichtig die meisten (äusseren) Dinge sind, an denen sie sich krampfhaft fest halten. 

Du willst wissen, wie viele Schritte Du zu Deinem Glück oder zu Deiner Erleuchtung gehen musst. Gehe los und frage nicht. Geh einen Schritt nach dem anderen und so wirst Du mit jedem weiteren Schritt etwas mehr sehen, etwas mehr verstehen, tiefere Einblicke, Erfahrungen, Erkenntnisse und Verständnis bekommen. Sobald die Gier (auch nach Erleuchtung) verschwunden ist, ebnet sich der Weg.

Bei geschäftlichen Vorhaben ist verständlich, dass immer wieder nach einem Prozedere gefragt wird. Doch selbst wenn dieses Prozedere vorliegt, muss Jeder seinen Weg selbst gehen und dieser beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt. Meine über 30-jährige geschäftliche Erfahrung lehrte mich, dass ich mir die Menschen, mit denen ich Geschäfte machen will, genauer ansehe, mit ihnen spreche und ihre wahren Absichten und ihre innere Motivation verstehe. Habe ich Vertrauen gefasst, so nehme ich den nächsten Schritt. Allerdings, kann ohne offene und ehrliche gegenseitige Kommunikation, nie Vertrauen entstehen und sämtliche Bemühungen sind vergebens.

Jede zwischenmenschliche Beziehung funktioniert im Grunde nach den gleichen Regeln und Prinzipien: Es ist alles eine Frage des Vertrauens! Ist ein gegenseitiges Vertrauen da, ist Alles möglich! Ist hingegen kein Vertrauen vorhanden, kann man sich viel Unnötiges ersparen, indem man sich lieber mit Dingen beschäftigt, die einem wahre Freude bereiten.

Die Prinzipien des Lebens sind sehr einfach. Wer diese kennt und anwendet, hat in allen Lebensbereichen sehr viel Klarheit. Eines dieser Prinzipien ist Balance und Ausgleich. Ein klarer Geist kann sehr schnell den wahren IST-Zustand einer privaten, beruflichen oder geschäftlichen Situation erkennen und weiss auch, ob der gewünschte SOLL-Zustand zu erreichen ist oder nicht. Es ist sehr oft eine Frage der Energie und der wahren Absichten der Beteiligten.

Da jeder Mensch nur eine begrenzte Lebenszeit zu Verfügung hat, ist die Lebenszeit das teuerste Gut jedes Menschen - egal wie arm oder reich er in materiellen Dingen sein mag. Wer sich dies genau vor Augen führt, wird dann selbst entscheiden, mit wem oder für was er diese Lebenszeit verbringt oder verwendet. Lohnt es sich hierfür wertvolle Zeit zu verwenden oder nicht? Ist vielleicht nicht ein Spaziergang, eine Stunde nichts Tun, meditieren oder was auch immer sinnvoller...? Wer immer noch mit der Argumentation:"Das ist aber wichtig!" oder "Es bringt viel Geld!" zu ködern ist, hat leider noch nicht wirklich viel über das Leben und die wahren Prioritäten gelernt.


© - 27.Oktober 2018 – Ernst Koch – spiritueller Lehrer, Lifecoach und Heiler www.spirituellerLifecoach.de - Businesscoach, Business Consultant und Autor - Arkanum Solution Publishing Ltd. - www.arkanumsolutionpublishing.co.uk
Dieser Artikel wurde von mir am 27. Oktober 2018 auf Linkedin veröffentlicht: https://www.linkedin.com/pulse/wie-viele-schritte-muss-ich-gehen-ernst-koch/





Rechtlicher Hinweis:
1.  Eine Reiki-Behandlung (Anmerk: Spirituelle Energie Behandlung) ersetzt nicht den Arzt- oder Heilpraktikerbesuch!
2. Wer die Selbstheilungskräfte des Patienten durch Handauflegen aktiviert und dabei keine Diagnosen stellt, benötigt keine Heilpraktikererlaubnis (BVerfG, AZ: 1 BvR 784/03 vom 02.03.2004)
© Ernst Koch, 2012-2018 - www.SpirituellerLifecoach.de  Sämtliche Fotos, Videos  und Texte - sofern nicht ausdrücklich darauf hingewiesen - sind Eigentum bzw. geistiges Eigentum von Ernst Koch. 


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Montag, 19. Dezember 2016

Fülle- oder Mangelbewusstsein? - Ein Newsletter von Christoph Mogwitz


Heute bekam ich einen der wunderbaren und sehr seltenen Newsletter von Christoph Mogwitz. Seinen ersten Newsletter habe ich übrigens am 7. November 2007 erhalten. Ich habe von Christoph damals sehr viel über das Internet Marketing gelernt. Doch zurück zu diesem speziellen Newsletter. Ich finde das Thema ist mehr als aktuell und genau deshalb bat ich Christoph, ob ich sein E-Mail an mich veröffentlichen dürfte. Heute um 16:38 Uhr erhielt ich die Genehmigung von ihm. Christoph nochmals herzlichen Dank für diesen Newsletter.

Doch bitte lese selbst und mache Dir Deine Gedanken. Wir können über dieses Thema sehr gerne auf meiner Facebook Seite  diskutieren.



Fülle- oder Mangelbewusstsein?

Ernst,

was ist Mangelbewusstsein und warum ist es eine Illusion, die uns so oft unnötig leiden lässt?

Viele Unternehmer leiden unter erheblichem Mangelbewusstsein. Der Glaube an Mangel erzeugt chronischen psychologischen Stress, aus meiner sich und der vieler Stressforscher die Todesursache Nr. 1. Chronischer, psychologischer Stress versetzt den Körper in ständige Alarmbereitschaft über die HPA-Achse und das vielleicht nur, weil jemand sich dermaßen unter Druck setzt, weil er glaubt, es mangelt ihm an Umsatz, Besuchern, Fähigkeiten, Ruhm oder Sportwagen.

Jedoch ist diese Art von „ReichtumsMangel“ eine Illusion.

Eine, die man sich über den Glauben daran auferlegen kann, aber es bringt nur Leid. Denn derjenige, dem etwas aus seiner Überzeugung mangelt, der sagt damit: Ich bin noch nicht komplett. Es fehlt noch etwas aus der äußeren Welt, bis er sich erlaubt, sich glücklich, wohlhabend oder gesund zu nennen. Ich mache mich also von der äußeren Welt abhängig. Diese Denke ist das Rezept zum Unglücklichsein. Ein Mangelbewusstsein ist das perfekte Mittel dazu.

Dieses Mangelbewusstsein erkennt man oft daran, dass sich jemand ständig beschwert, dass die Welt komplett falsch läuft.

Wenn Sie sterben, können Sie (wahrscheinlich) nix mitnehmen. Jedoch warum glaubt der Mensch, dass ihm zu seiner Lebenszeit ständig etwas mangelt? Sie merken es: Der Glaube an den ständigen Mangel ist unnötig. Menschen mit der Mangel-Denke übersehen die Fülle, die sich uns Tag für Tag präsentiert.

Der erste Schritt ist es also, zu erkennen, dass man alles hat, was man braucht.

„Du hast ein Leben geschenkt bekommen… was fängst Du heute Geiles damit an?“ Diese Frage rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis, wenn ich in die Mangel-Denke abdrifte.

Wenn wir den Glauben an das Gespenst Mangel abgelegt haben, besitzen wir automatisch ein Füllebewusstsein. Menschen mit Füllebewusstsein sehen das Wasserglas immer halb voll und erwarten bald ein volles Glass. Menschen mit Mangelbewusstsein sehen das Glas halb leer und fürchten sich, dass es bald ganz leer ist.

Es liegt in Ihrer Verantwortung, welche Brille Sie sich hier aufsetzen wollen, die der Fülle oder die des Mangels. Ich versuche mit diesen Zeilen lediglich, ein bisschen Feingespür für Mangel- und Füllebewusstsein zu schaffen, damit Sie sehen, wo Sie damit stehen.

Kommen wir in diesem Zusammenhang zum Setzen von Zielen. Das Setzen von Zielen ist eine erprobte Strategie, um gewünschte Ergebnisse zu erreichen. Jedoch machen die meisten den Fehler, dass sie im Hintergrund gleichzeitig und unterbewusst den Glauben an den Mangel „setzen“.

Beispiel: Umsatz in den nächsten 30 Tagen um 2.000 Euro steigern.
(Im Hintergrund: „Mir mangelt es an 2.000 Euro Umsatz und noch viel mehr.“)

Es ist wichtig, zu untersuchen, ob man sich während des Benutzens von Zielen in einem Mangel- oder Fülle-Setting befindet. Menschen, die eher chronisch zum Mangelbewusstsein neigen, rate ich, Ziele auf Tagesebene zu setzen und auf die langfristigen Ziele zu verzichten. Erst wenn sich Erfolgsbewusstsein durch gewünschte Ergebnisse gebildet haben, kann man größer denken.

Wie also das Mangelbewusstsein loswerden?

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die täglich meditieren, unter erheblich weniger Mangelbewusstsein leiden als die, die es nicht praktizieren. Für mich ist es Fülle, jederzeit in mich gehen zu können und zu meditieren. Seitdem ich meditiere, hat sich mein Glauben ein jeglichen Mangel aufgelöst. Umso stärker kann ich all die strebenden Menschen erkennen, die "ihrem Mangel" an Geld, Anerkennung oder Gesundheit hinterherjagen oder auch die erkennen, die aus einem Füllebewusstsein agieren (was wenige sind).

„Du hast ein Leben geschenkt bekommen… was fängst Du heute Geiles damit an?“

In diesem Sinne - Alles Gute!
Christoph