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Dienstag, 30. Dezember 2025

Wie Du jetzt bewusst neue Weichen für ein erfülltes 2026 stellst


Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Wie jedes Jahr nimmt ab Oktober der Stress zu: Termine stapeln sich, Erwartungen steigen, und plötzlich soll am 24. Dezember alles friedlich sein. „Stille Nacht, heilige Nacht“ ertönt, Familien versammeln sich – zumindest in vielen Haushalten. Doch diese Idylle täuscht: Immer mehr Menschen verbringen die Feiertage allein, ob aus Wahl als Singles, nach Trennungen, als Senioren in Pflegeheimen oder im Krankenhaus.

Diese Zeit lädt zum Innehalten ein und wirft Fragen auf: Warum wird echte menschliche Nähe seltener? Was lässt sich dagegen tun?

 

Die wachsende Einsamkeit in einer vernetzten Welt

Früher war Kontakt direkter: Handschriftliche Weihnachtskarten, lange Telefonate am Festnetz oder unangemeldete Besuche bei Verwandten oder Freunden. Oft wurde man herzlich empfangen, mit Tee oder Kaffee, und es entstanden echte Gespräche. Heute dominieren vorgefertigte Bilder mit Sprüchen, versendet per WhatsApp oder anderen Kanälen an Hunderte.

Die COVID-19-Pandemie hat diese Entwicklung massiv verstärkt. Studien zeigen einen Anstieg schwerer Einsamkeit während der Lockdowns von etwa 6 % auf über 21 %, mit anhaltenden Effekten. Bis 2025 berichten 25–30 % der Erwachsenen von höherer Einsamkeit als vor der Pandemie, besonders Jüngere und Ältere. Physische Distanz hat emotionale Distanz geschaffen und das Gefühl verstärkt, Alleinsein sei sicherer. Auch Ende 2025 bleibt Einsamkeit ein weit verbreitetes Problem, obwohl in manchen Ländern leichte Rückgänge zu beobachten sind.

 

Von der Wegwerfgesellschaft zu „wegwerfbaren“ Beziehungen?

Früher galt die Wegwerfgesellschaft Konsumgütern: Kleidung und Geräte werden schnell ersetzt. Heute überträgt sich das auf Beziehungen. Viele fordern nur, geben wenig zurück – Gefühlskälte statt Mitgefühl. Menschen wirken wie „Zombies“, emotionslos im Alltag. Psychologisch fördern Dating-Apps und Social-Media dies: Ein Swipe, und der Nächste kommt. Beziehungen werden austauschbar, emotionale Ablösung normalisiert. Das führt zu Dynamiken ohne Empathie, wo Menschen Energie rauben, ohne zu geben.

 

Psychologische Perspektiven und antike Weisheiten

Psychologisch entsteht emotionale Distanz oft als Schutzmechanismus gegen Überforderung oder Verletzung, verstärkt durch digitale Kommunikation. „Disposable Relationships“ korrelieren mit geringerer Bindungsfähigkeit, höherem Burnout-Risiko und beeinträchtigter mentaler Gesundheit. Empathie lässt sich jedoch trainieren – durch bewusste Präsenz und aktives Zuhören.

Die antiken Denker sahen in der menschlichen Verbindung den Kern eines erfüllten Lebens. Aristoteles beschrieb in seiner Nikomachischen Ethik drei Arten von Freundschaft: die auf Nutzen beruhende, die auf Vergnügen und die höchste – die tugendhafte Freundschaft (philia). In letzterer wünscht man dem anderen Gutes um seiner selbst willen, fördert gemeinsam Tugend und wächst daran. Für Aristoteles ist der Mensch ein „zoon politikon“, ein Gemeinschaftswesen – ohne echte Beziehungen bleibt das Glück unvollständig.

Epikur ging sogar weiter: Freundschaft ist für ihn das höchste Gut, unverzichtbar für ein Leben in Ataraxie (Gelassenheit). Freunde schaffen Sicherheit in einer unsicheren Welt und teilen Freude ohne Neid. Er riet, alles für Freundschaft zu tun, denn sie allein macht das Leben lebenswert.

Die Stoiker – Seneca, Epiktet und Marcus Aurelius – betonten die kosmopolitische Verbundenheit: Alle Menschen teilen die gleiche vernünftige Natur (logos). Mitgefühl und Gerechtigkeit sind daher Pflicht, nicht Gefühlssache. Marcus Aurelius schrieb in seinen „Selbstbetrachtungen“: „Was die Menschen verbindet, ist stärker als das, was sie trennt.“ Emotionale Kälte wäre für sie ein Verstoß gegen die Natur und ein Hindernis für innere Ruhe.

 

Die Sicht großer spiritueller Lehrer

Große spirituelle Traditionen betrachten Einsamkeit und Gefühlskälte als Ausdruck von Verblendung und Getrenntheit, die das eigentliche Wesen des Menschen verdunkelt.

Im Buddhismus lehrt Buddha, dass alles Leid aus Anhaftung und der Illusion eines getrennten Ichs entsteht. Einsamkeit ist eine Folge dieser Illusion – in Wahrheit sind alle Wesen miteinander verbunden (Pratityasamutpada, bedingtes Entstehen). Der Weg aus dem Leid führt über die vier Brahmaviharas: liebevolle Güte (Metta), Mitgefühl (Karuna), Mitfreude (Mudita) und Gleichmut (Upekkha).

Besonders Karuna – das aktive Mitfühlen mit dem Leid anderer – heilt nicht nur den anderen, sondern vor allem einen selbst.

Thich Nhat Hanh prägte den Begriff „Intersein“: „Ich bin in dir, und du bist in mir.“ Wer diese Verbundenheit erkennt, kann nicht mehr gleichgültig bleiben.

Jesus von Nazareth stellte die Nächstenliebe ins Zentrum seiner Botschaft: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mk 12,31) und radikalisierte sie sogar: „Liebet eure Feinde“ (Mt 5,44). Für ihn ist Gottes Reich bereits gegenwärtig, wo Menschen einander in Liebe begegnen. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter zeigt: Wahre Nähe überschreitet Grenzen von Herkunft, Religion oder Status. Gefühlskälte wäre Verrat an der göttlichen Liebe, die in jedem Menschen wohnt.

Der Dalai Lama, Vertreter des tibetischen Buddhismus, wiederholt unermüdlich: „Meine wahre Religion ist Güte.“ Er unterscheidet zwischen angeborener, natürlicher Wärme – die wir alle als Säuglinge erfahren haben – und trainiertem Mitgefühl. Letzteres lässt sich durch Meditation und bewusste Praxis stärken. Selbst schwierige oder „energieraubende“ Menschen sieht er als wertvolle Lehrer: Sie zwingen uns, Geduld, Verständnis und Grenzen zu entwickeln, ohne das Herz zu verschließen.

Auch in anderen Traditionen findet sich Ähnliches: Rumi, der sufische Dichter, schrieb: „Jenseits von richtig und falsch gibt es ein Feld. Dort werde ich dich treffen.“ Laozi im Tao Te Ching rät zur Weichheit und zum Fließen mit dem Dao, das alle Dinge verbindet. Und indigene Weisheitstraditionen betonen oft die Verwobenheit mit der gesamten Schöpfung – Mensch, Tier, Pflanze, Erde.

Alle diese Stimmen eint die Überzeugung: Wahres Menschsein entfaltet sich nur in Beziehung. Isolation und Gefühlskälte sind keine unausweichliche Moderne, sondern eine Abwendung vom tiefsten Potenzial des Menschen.

 

Ein Aufruf zum Handeln – mit gesunden Grenzen und viel Hoffnung

Du stehst genau jetzt, in diesen letzten Tagen des Jahres 2025, an einem kraftvollen Übergang. Diese Zeit ist nicht nur ein Kalenderwechsel – sie ist eine offene Tür zu neuen Möglichkeiten. Mit Deinen Gedanken, Deinen Emotionen und Deiner inneren Überzeugung kannst Du bereits heute das Fundament für ein wirklich gutes, schönes, freudiges und gesundes 2026 legen. Es ist wissenschaftlich und spirituell bewiesen: Was Du mit tiefer positiver Absicht aussendest, zieht Ähnliches an. Manifestiere bewusst, was Du Dir von Herzen wünschst – nicht als flüchtigen Wunsch, sondern als klare, liebevolle Vision.

Fang klein an, aber mit Konsequenz. Vermeide die üblichen Proforma-Vorsätze, die am 15. Januar schon vergessen sind. Wähle stattdessen eine oder zwei Veränderungen, die wirklich zu Deinem Herzen sprechen, und setze sie mit Entschlossenheit um. Kleine, konsequente Schritte führen oft zu den größten Transformationen.

Ein persönliches Beispiel: An Silvester 2022 habe ich spontan entschieden, einen Monat lang keinen Alkohol zu trinken – einfach so, aus einer inneren Eingebung heraus. Der Monat verging, und plötzlich waren es drei, sechs, neun Monate und ein ganzes Jahr. An Silvester stieß ich an, goss den Großteil des Sekts weg und beschloss erneut: nur einen Monat. Wieder vergingen drei, sechs, neun Monate, ein weiteres Jahr. 2024 trank ich an Silvester gar nichts, und inzwischen ist wieder ein Jahr vorbei – insgesamt drei Jahre ohne Alkohol.

Ich war nie abhängig, doch diese intuitive Entscheidung hat mein Leben bereichert: Mühelos verlor ich überflüssiges Gewicht, ohne Diät. Ich fühle mich leichter, klarer, freier. Meine Energie ist höher, mein Schlaf tiefer, und besonders in meiner spirituellen Entwicklung hat sich unglaublich viel bewegt – mehr Präsenz, tiefere Meditationen, stärkere Intuition.

Solche Veränderungen zeigen: Wenn Du Deinem inneren Impuls vertraust und konsequent bleibst, entfaltet sich Magie. Vielleicht ist Dein Thema etwas anderes – mehr Bewegung, gesündere Ernährung, regelmäßige Meditation, echtere Gespräche mit lieben Menschen oder das Setzen klarer Grenzen. Was auch immer es ist: Tu es aus Liebe zu Dir selbst.

Pflege gleichzeitig Deine Beziehungen bewusster. Rufe jemanden an, den Du lange nicht gesprochen hast. Schreibe eine echte Karte. Lade zu einem Tee ein. Öffne Dein Herz für echte Nähe – und setze gleichzeitig gesunde Grenzen. Sage Nein zu Energieräubern, ohne Schuldgefühle. Schütze Deine Energie, denn nur aus einem vollen Kelch kannst Du wirklich geben. Das ist kein Egoismus, sondern weise Selbstliebe, die Dich befähigt, anderen noch authentischer zu begegnen.

Du hast die Kraft, Dein Leben genau so zu gestalten, wie es Deinem Herzen entspricht. Jetzt, in diesen letzten Stunden des alten Jahres, lade positive Energie ein: Visualisiere lachend, gesund, erfüllt und von liebevollen Menschen umgeben.

Spüre die Freude schon jetzt in Deinem Körper. Diese Schwingung trägt Dich ins Neue Jahr und zieht Wunder an.

Von Herzen wünsche ich Dir alles erdenklich Liebe und Gute für 2026 und weit darüber hinaus. Möge es Dein bisher schönstes, leichtestes und erfülltestes Jahr werden – voller tiefer Verbindungen, inneren Friedens und strahlender Momente. Du verdienst es. Du schaffst es.



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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 30.12.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/12/wie-du-jetzt-bewusst-neue-weichen-fur.html


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Veröffentlicht: 04.03.2025
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Sonntag, 6. Juli 2025

Die Kunst des Verstehens: Jede Lebensgeschichte ist einzigartig


Jeder Mensch trägt eine Geschichte in sich – eine einzigartige Erzählung, gewebt aus Erfahrungen, Entscheidungen, Triumphen und Niederlagen. Diese Geschichten formen, wer wir sind, wie wir denken, handeln und die Welt um uns herum wahrnehmen. Doch wie oft nehmen wir uns die Zeit, hinter die Fassaden zu blicken, um die Hintergründe einer Entscheidung oder Handlung zu verstehen? Wie leicht fällt es uns, andere zu beurteilen, ohne ihre Lebensgeschichte zu kennen? Dieser Blogartikel lädt dazu ein, innezuhalten, die Perspektive zu wechseln und die Komplexität menschlicher Entscheidungen mit mehr Empathie zu betrachten.


Der Ursprung eines Lebens: Unterschiedliche Ausgangsbedingungen

Jeder Mensch betritt die Welt unter einzigartigen Umständen. Manche werden in Wohlstand geboren, mit Zugang zu Bildung, Sicherheit und Möglichkeiten. Andere kämpfen von Anfang an mit Armut, Unsicherheit oder familiären Herausforderungen. Diese Ausgangsbedingungen prägen nicht nur die Kindheit, sondern oft ein ganzes Leben. Sie beeinflussen, welche Chancen wir ergreifen können, welche Werte wir entwickeln und wie wir mit Herausforderungen umgehen.

Stellen wir uns zwei Menschen vor: Einer wächst in einem stabilen, liebevollen Zuhause auf, mit Eltern, die ihn ermutigen, seine Träume zu verfolgen. Der andere kämpft in einer Umgebung, in der Grundbedürfnisse wie Nahrung oder Sicherheit nicht immer garantiert sind. Ist es da verwunderlich, dass ihre Lebenswege unterschiedlich verlaufen? Dass sie Entscheidungen treffen, die für Außenstehende vielleicht unverständlich oder sogar falsch erscheinen? Die Ausgangsbedingungen eines Menschen sind wie der Boden, auf dem ein Baum wächst – sie bestimmen, wie tief die Wurzeln reichen und wie stark der Stamm wird.


Der Wunsch nach Glück: Ein universelles Streben

Trotz aller Unterschiede verbindet uns ein gemeinsames Ziel: das Streben nach Glück. Doch was Glück bedeutet, ist für jeden Menschen anders. Für die einen ist es finanzielle Sicherheit, für die anderen tiefe zwischenmenschliche Beziehungen oder die Freiheit, kreativ zu sein. Dieses Streben führt uns auf verschlungene Pfade, und manchmal treffen wir Entscheidungen, die andere nicht nachvollziehen können. Vielleicht verlässt jemand eine vermeintlich sichere Karriere, um ein riskantes Unternehmen zu gründen. Oder jemand entscheidet sich, eine Beziehung zu beenden, die von außen „perfekt“ erscheint.

Solche Entscheidungen können uns befremden. „Warum tut jemand so etwas?“, fragen wir uns. „Ich hätte das anders gemacht.“ Doch genau hier liegt der Kern des Problems: Wir urteilen aus unserer eigenen Perspektive, mit unseren eigenen Erfahrungen und Werten. Was für uns logisch oder moralisch richtig erscheint, muss für einen anderen Menschen nicht dasselbe bedeuten. Ohne die Hintergründe zu kennen – die Ängste, Hoffnungen, Traumata oder Sehnsüchte – bleibt unser Urteil oberflächlich.


Das schnelle Urteil: Ein menschlicher Reflex

Es liegt in der Natur des Menschen, schnell zu urteilen. Unser Gehirn ist darauf ausgelegt, Informationen zu kategorisieren und Schlüsse zu ziehen, um die Welt zu vereinfachen. Doch was geschieht, wenn wir jemanden aufgrund einer einzelnen Handlung verurteilen? „Das war unverantwortlich!“, „So etwas macht man nicht!“ Solche Aussagen kommen schnell über die Lippen, aber sie ignorieren die Komplexität des Lebens. Vielleicht hat die Person, die wir verurteilen, in einer ausweglosen Situation gehandelt. Vielleicht war ihre Entscheidung das Ergebnis von Jahren voller Schmerz, Enttäuschungen oder innerem Kampf. Ein Beispiel: Eine junge Frau verlässt ihre Familie, um in eine andere Stadt zu ziehen, ohne sich zu verabschieden. Für Außenstehende mag das kalt oder egoistisch wirken. Doch was, wenn sie in einem Umfeld aufgewachsen ist, das sie emotional erdrückte? Was, wenn dieser Schritt ihre einzige Chance war, sich selbst zu finden? Ohne ihre Geschichte zu kennen, bleibt unser Urteil einseitig. Wir sehen nur die Oberfläche, nicht die Tiefen, die darunterliegen.


Die Kraft der Empathie: Ein Blick hinter die Kulissen

Empathie ist die Brücke, die uns erlaubt, die Lebensgeschichten anderer zu verstehen. Sie fordert uns auf, unsere Vorurteile beiseitezulegen und Fragen zu stellen, anstatt Antworten zu geben. Was hat diese Person durchlebt? Welche Ängste oder Hoffnungen haben sie zu dieser Entscheidung geführt? Wenn wir die Lebensgeschichte eines Menschen kennen, können wir beginnen, seine Handlungen in einem neuen Licht zu sehen. Ein bewegendes Beispiel ist die Geschichte von Menschen, die in schwierigen Verhältnissen aufwachsen und dennoch außergewöhnliches leisten. Nelson Mandela, der nach 27 Jahren Haft zu einem Symbol für Versöhnung wurde, hätte leicht in Bitterkeit oder Hass versinken können. Doch seine Lebensgeschichte – geprägt von Ungerechtigkeit, aber auch von einem unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit – erklärt, warum er den Weg der Vergebung wählte. Ohne seine Geschichte zu kennen, könnten wir seine Entscheidungen als naiv oder unpraktisch abtun. Doch mit diesem Wissen wird sein Handeln zu einer Inspiration.


Die spirituelle Dimension: Seelenverträge und Lebensaufgaben

Neben den sichtbaren Umständen eines Lebens gibt es eine weitere, oft übersehene Ebene, die unser Verständnis vertiefen kann: die spirituelle Perspektive. Diese betrachtet den Menschen nicht nur als Produkt seiner irdischen Erfahrungen, sondern als Seele, die mit bestimmten Aufgaben und Vereinbarungen in dieses Leben gekommen ist. Innerhalb einer Seelenfamilie können vor der Geburt Verträge geschlossen werden, die auch schwierige oder schmerzhafte Erfahrungen umfassen. Solche Seelenverträge dienen dem Wachstum der Seele, auch wenn sie aus menschlicher Sicht unverständlich oder sogar verwerflich erscheinen mögen. Manchmal führt ein solcher Vertrag dazu, dass ein Mensch Handlungen begeht, die andere verurteilen. Ein Beispiel könnte ein Konflikt sein, der tiefes Leid verursacht – für die Beteiligten mag dies unverzeihlich erscheinen, doch auf spiritueller Ebene könnte es eine notwendige Erfahrung sein, um Erkenntnis, Heilung oder Wachstum zu ermöglichen. Die Betroffenen selbst sind sich dieser Zusammenhänge oft nicht bewusst. Erst durch spirituelle Weiterentwicklung oder ein spirituelles Erwachen können sie im Rückblick verstehen, warum bestimmte Ereignisse oder Handlungen notwendig waren. Dieser Erkenntnisprozess öffnet die Tür zu Heilung und Vergebung – sowohl für andere als auch für sich selbst.


Ein Plädoyer für mehr Verständnis

Die Welt wäre ein mitfühlenderer Ort, wenn wir uns die Zeit nähmen, die Geschichten hinter den Menschen zu entdecken – sowohl die irdischen als auch die spirituellen. Natürlich ist es unmöglich, die Lebensgeschichte jedes Einzelnen vollständig zu kennen. Doch wir können lernen, vorschnelle Urteile zu hinterfragen und Offenheit zu üben. Anstatt zu sagen „Das hätte ich nie getan“, könnten wir uns fragen: „Was weiß ich über diesen Menschen? Welche Umstände, sichtbar oder unsichtbar, haben ihn zu dieser Entscheidung geführt?“ Dieser Ansatz erfordert Geduld, Demut und die Bereitschaft, über die Grenzen des Sichtbaren hinauszublicken. Indem wir die irdischen und spirituellen Dimensionen einer Lebensgeschichte betrachten, erweitern wir unseren Horizont. Wir erkennen, dass es keine „richtigen“ oder „falschen“ Entscheidungen gibt – nur Seelen, die auf unterschiedlichen Wegen nach Wachstum, Sinn und Glück streben.


Fazit: Jede Geschichte verdient es, gehört zu werden

Jeder Mensch ist ein Buch, gefüllt mit Kapiteln voller Höhen und Tiefen, Freude und Schmerz, sowie verborgenen Seelenaufgaben, die über das Irdische hinausgehen. Wenn wir jemanden verurteilen, lesen wir oft nur die Überschrift eines Kapitels, ohne die Tiefe seiner Geschichte zu kennen. Lassen wir uns darauf ein, die Seiten umzublättern – mit Neugier, Mitgefühl und einem offenen Herzen für die unsichtbaren Fäden, die unser Leben weben. Denn am Ende sind es die Geschichten – die sichtbaren und die spirituellen –, die uns verbinden. Sie erinnern uns daran, dass wir alle, trotz unserer Unterschiede, dasselbe suchen: einen Weg, unser Leben mit Sinn, Heilung und Glück zu erfüllen. Lasst uns also langsamer urteilen, schneller zuhören und die Weisheit erkennen, die in jeder Lebensgeschichte verborgen liegt. Denn in der Tiefe dieser Geschichten finden wir nicht nur Verständnis für andere, sondern auch für uns selbst.

 

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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - Veröffentlicht am 6.07.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/07/die-kunst-des-verstehens-jede.html

Freitag, 30. Mai 2025

Manchmal braucht es nur Geduld und Zeit: Der verborgene Diamant in jedem Menschen


Die Erkenntnis, dass der andere Mensch uns oft gar nicht so fremd ist, wie wir zunächst denken, ist eine der tiefsten Weisheiten, die das Leben lehrt. Mit 64 Jahren, davon 49 Jahre im Berufsleben und über zwei Jahrzehnte als spiritueller Lifecoach und Heiler, habe ich die Vielschichtigkeit des menschlichen Wesens immer wieder bestaunt. Jeder Mensch trägt unzählige Schichten in sich – wie ein Schieferstein, der durch Zeit, Druck und Umstände geformt wurde. Doch unter diesen Schichten, tief im Kern, verbirgt sich bei jedem ein Diamant. Bei manchen funkelt er sichtbar, bei anderen ist er tief verborgen, doch er ist immer da. Geduld und Zeit sind oft der Schlüssel, um dieses Strahlen zu entdecken – sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben, aus der Perspektive alter Denker, der Tiefenpsychologie und der spirituellen Entwicklung.


Die Schichten des Menschen: Ein Blick ohne Urteil

Der indische spirituelle Lehrer Osho beschreibt diesen Ansatz treffend: „Den Verstand beobachten, sich des Verstandes bewusst sein – unbeteiligt bewusst sein, ohne irgendeine Seite zu wählen – das ist das Geheimnis. Und langsam, langsam, tritt der Verstand zur Seite, und dann ist da ein gewaltiger leerer Raum. In dieser Leere wirst du den Weg finden.“ (Osho, The Osho Upanishad, Talk #5, zitiert nach [www.osho.com]. Dieses Zitat aus Oshos Buch Bewusstsein: Beobachte, ohne zu urteilen fordert uns auf, Menschen ohne vorschnelle Urteile zu betrachten. Es ist eine Einladung, die Schichten eines Menschen mit Geduld zu erkunden, anstatt ihn in Schubladen zu stecken.

Im privaten Leben zeigt sich dies etwa in Freundschaften oder Partnerschaften. Wie oft haben wir jemanden zunächst missverstanden, nur um nach Gesprächen, gemeinsamen Erlebnissen oder stiller Beobachtung zu erkennen, dass unter der Oberfläche Ängste, Hoffnungen oder Träume schlummern, die unseren eigenen ähneln? Im Berufsleben begegnet uns dies in Konflikten mit Kollegen oder Kunden. Ein Kollege, der zunächst abweisend wirkt, könnte unter Stress stehen oder persönliche Herausforderungen meistern. Geduld erlaubt es uns, hinter die Fassade zu blicken und den Menschen in seiner Tiefe zu verstehen.


Die Weisheit alter Denker: Der Mensch als vielschichtiges Wesen

Bereits die alten Denker, von Lao-tse bis Seneca, betonten die Komplexität des menschlichen Geistes. Lao-tse, der Begründer des Taoismus, lehrte, dass der Weg (Tao) darin besteht, im Fluss des Lebens zu verweilen, ohne zu erzwingen oder zu beurteilen. Sein Konzept des Wu Wei – des Handelns durch Nicht-Handeln – fordert uns auf, Menschen und Situationen mit Gelassenheit zu begegnen. Seneca, der römische Stoiker, wies darauf hin, dass wir oft Antworten in uns selbst finden, wenn wir in die Stille gehen und aufmerksam beobachten. Er schrieb: „Du musst dein Leben ändern, wenn du willst, dass es besser wird.“ Diese Aufforderung zur Selbstreflexion ist auch ein Aufruf, andere ohne Vorurteile zu betrachten, da wir alle denselben inneren Kämpfen und Sehnsüchten unterliegen.

Diese alten Weisheiten finden sich auch in Oshos Lehren wieder, die die Idee der Bewusstheit betonen. Bewusstheit bedeutet, die Schichten eines Menschen – seine Ängste, Masken, Freuden – zu erkennen, ohne sie sofort zu bewerten. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht, aber die Essenz des Menschen freilegt: den Diamanten, der in jedem von uns existiert.


Tiefenpsychologische Perspektive: Der Diamant im Unbewussten

Aus tiefenpsychologischer Sicht, wie sie Carl Gustav Jung entwickelte, trägt jeder Mensch ein kollektives Unbewusstes in sich, das universelle Archetypen und Muster enthält. Diese verbinden uns auf einer tiefen Ebene, auch wenn unsere äußeren Schichten – geprägt durch Kultur, Erziehung und Erfahrungen – unterschiedlich erscheinen. Jung sprach vom „Schatten“, jenen verborgenen Aspekten unserer Persönlichkeit, die wir oft verdrängen. Doch gerade im Schatten liegt Potenzial: Der Diamant, von dem ich spreche, könnte als Symbol für das „Selbst“ gesehen werden, jenes integrierte, authentische Ich, das durch Selbstreflexion und Akzeptanz sichtbar wird.

Im beruflichen Kontext zeigt sich dies, wenn wir Kollegen oder Vorgesetzte nicht nur nach ihren Handlungen beurteilen, sondern versuchen, die tieferliegenden Motive zu verstehen. Ein Mitarbeiter, der Fehler macht, handelt vielleicht aus Unsicherheit oder mangelnder Unterstützung. Im privaten Leben bedeutet dies, einem Freund oder Partner Raum zu geben, seine Schichten abzulegen, anstatt ihn für vermeintliche Schwächen zu kritisieren. Geduld erlaubt es, den verborgenen Diamanten zu entdecken – nicht durch Urteilen, sondern durch Verstehen.


Spirituelle Entwicklung: Der Weg zum inneren Licht

Spirituell betrachtet ist der Diamant in jedem Menschen ein Ausdruck des göttlichen Kerns, der in allen Religionen und Weisheitslehren beschrieben wird. Im Hinduismus spricht man von Atman, der Seele, die mit dem universellen Bewusstsein (Brahman) verbunden ist. Im Christentum wird dieser Kern als das „Ebenbild Gottes“ gesehen. Osho betont, dass dieser Kern durch Meditation und Bewusstheit zugänglich wird: „Zur Realität zu erwachen und vollkommen bewusst zu werden ist das Ziel aller menschlichen Entwicklung – und Bewusstheit ist der Weg“.

Im spirituellen Coaching habe ich immer wieder erlebt, wie Menschen, die zunächst von Selbstzweifeln oder Ängsten geplagt waren, durch Meditation und achtsames Beobachten zu ihrem inneren Licht fanden. Ein Klient, der sich jahrelang als „Versager“ sah, entdeckte durch geduldige Selbsterforschung seine Stärken und begann, sie im Beruf einzusetzen. Eine andere Klientin, die in ihrer Ehe Konflikte erlebte, erkannte durch diverse Übungen, Selbstreflexion und Meditation, dass ihre Reaktionen oft aus alten Verletzungen stammten. Indem sie lernte, ohne Urteil zu beobachten, fand sie Frieden – und damit auch ihren inneren Diamanten.


Geduld und Zeit im Alltag: Praktische Anwendung

Im privaten Leben bedeutet Geduld, einem Menschen Raum zu geben, sich zu öffnen. Statt jemanden zu drängen, seine Gefühle oder Gedanken sofort preiszugeben, können wir durch Zuhören und Präsenz Vertrauen schaffen. Im Berufsleben heißt Geduld, Kollegen oder Mitarbeitern die Zeit zu geben, ihre Fähigkeiten zu entfalten, anstatt sie nach ersten Eindrücken zu bewerten. Ein Beispiel: Ein junger Mitarbeiter, der anfangs unsicher wirkt, könnte mit der Zeit durch Förderung und Vertrauen zu einem wertvollen Teammitglied werden.

Spirituell gesehen erfordert Geduld, sich selbst und anderen Fehler zu verzeihen. Der Weg zur Bewusstheit ist kein linearer Prozess; er ist voller Rückschläge und Erkenntnisse. Doch genau diese Geduld – gepaart mit der Haltung, ohne Urteil zu beobachten – führt uns näher an den Diamanten in uns und anderen.


Fazit: Der Diamant in uns allen

Die Erkenntnis, dass jeder Mensch einen verborgenen Diamanten in sich trägt, erfordert Geduld, Zeit und die Bereitschaft, ohne Urteil zu beobachten. Osho fasst es treffend zusammen: „Die Menschen haben dich beurteilt, und du hast ihre Ideen ohne Überprüfung angenommen. Wenn du dich selbst einmal annimmst, kannst du auch andere annehmen“ (The Book of Secrets, Talk #4, www.osho.com). Dieser Ansatz verbindet die Weisheit alter Denker, die Einsichten der Tiefenpsychologie und die spirituelle Suche nach dem wahren Selbst.

 

Im privaten und beruflichen Leben, in der Psychologie und Spiritualität, zeigt sich: Der Diamant ist immer da. Es braucht nur Geduld, um ihn zum Leuchten zu bringen.



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© - 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - Erste Veröffentlichung am 30.05.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/05/manchmal-braucht-es-nur-geduld-und-zeit.html 

Samstag, 19. April 2025

Voll ins Leben: Ein Herz erwärmender Film über Träume und Menschlichkeit


Stell dir vor, du hast dein gesamtes Leben in einer bunten, aber abgeschotteten Welt verbracht, in der Freundschaften nur wenige Tage halten und das Leben wie ein ewiger Urlaub wirkt. Genau hier beginnt die Geschichte von Voll ins Leben (im Original: Life For Real), einer französischen Komödie, die nicht nur zum Lachen einlädt, sondern auch das Herz berührt. Im Mittelpunkt steht Tridan Lagache, ein Mann, der mit 50 Jahren zum ersten Mal aus seiner Komfortzone ausbricht, um seine große Kindheitsliebe zu finden. Dieser Film ist ein absolutes Muss für alle, die an die Kraft von Träumen, Freundlichkeit und menschlichen Werten glauben. Du kannst den Film hier ansehen: Voll ins Leben auf Amazon.*


Tridan Lagache: Ein liebenswerter Träumer

Tridan, gespielt von Dany Boon, ist eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sein ganzes Leben hat er im Club Med in Mexiko verbracht, einem Ort, an dem er geboren wurde und wo er als Animateur Touristen unterhielt. Alle acht Tage wechselten seine „Freunde“, die Gäste des Resorts, und so blieb ihm die Tiefe echter Beziehungen verwehrt. Doch Tridan ist alles andere als verbittert. Er ist freundlich, liebevoll, naiv und ein unverbesserlicher Träumer – Eigenschaften, die ihn unglaublich liebenswert machen.

Mit 50 Jahren trifft Tridan eine mutige Entscheidung: Er kündigt seinen Job, steigt zum ersten Mal in seinem Leben in ein Flugzeug und reist von Mexiko nach Paris, um Violette zu finden, seine Kindheitsliebe, die er seit 42 Jahren nicht mehr gesehen hat. Seine Naivität ist entwaffnend – er navigiert die Großstadt wie ein neugieriges Kind, stolpert über kulturelle Unterschiede und bringt mit seiner unerschütterlichen Freundlichkeit jeden in seiner Umgebung zum Schmunzeln. Tridans Reise ist nicht nur eine physische, sondern auch eine emotionale: Er sucht nicht nur Violette, sondern auch einen Platz in einer Welt, die ihm fremd ist.


Psychologische Tiefe und menschliche Werte

Ohne zu viel zu verraten – denn dieser Film verdient es, ohne Spoiler erlebt zu werden – nimmt Voll ins Leben eine überraschende und zutiefst menschliche Wende. Psychologisch betrachtet zeigt der Film, wie ein einziger Mensch durch seine pure, unverfälschte Art das Leben anderer positiv verändern kann. Tridans Ankunft in Paris, wo er bei seinem Halbbruder Louis (Kad Merad) unterkommt, sorgt für Chaos, aber auch für Wandel. Louis, der zunächst alles daran setzt, den „störenden“ Gast loszuwerden, wird durch Tridans unerschütterliche Herzlichkeit mit seinen eigenen Gefühlen und Prioritäten konfrontiert.

Der Film vermittelt eine klare Botschaft: Wahre menschliche Werte wie Freundlichkeit, Offenheit und das Festhalten an Träumen können Brücken bauen, Herzen öffnen und sogar eingefahrene Lebenswege verändern. Tridans Naivität ist keine Schwäche, sondern seine größte Stärke. Er erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, das Leben zu umarmen und für das einzustehen, was uns wirklich wichtig ist.


Warum du Voll ins Leben sehen musst

Voll ins Leben ist mehr als nur eine Komödie. Es ist ein Film, der dich zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken anregt. Die Situationskomik, gepaart mit der warmherzigen Darstellung von Tridan, macht den Film zu einem Feel-Good-Erlebnis, das lange nachwirkt. Die schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Dany Boon, sind herausragend, und die Chemie zwischen den Figuren verleiht der Geschichte Authentizität.

Ich kann dir diesen Film nur wärmstens ans Herz legen. Er ist eine Erinnerung daran, dass es die einfachen, echten Momente sind, die das Leben ausmachen. Also schnapp dir eine Decke, mach es dir gemütlich und lass dich von Tridans Reise inspirieren. Du wirst es nicht bereuen! Schau dir den Film jetzt an: Voll ins Leben auf Amazon.* 


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© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd. - Erste Veröffentlichung am 19.04.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/04/voll-ins-leben-ein-herz-erwarmender.html

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Montag, 31. März 2025

Die Seltenheit reiner Herzen


Vor über zehn Jahren habe ich ein Zitat niedergeschrieben, das mir damals wie heute tief im Herzen liegt: "Menschen mit wahrhaft reinen Herzen und Absichten, sind wie seltene reine Diamanten höchster Güte - unbezahlbar." Diese Worte kamen mir in einem Moment der Reflexion, als ich über die Menschen nachdachte, die unser Leben prägen – diejenigen, die mit einer aufrichtigen Güte und Ehrlichkeit handeln, die selten und kostbar ist. 

Heute, im Frühjahr 2025, möchte ich dieses Bild wieder aufgreifen und darüber nachdenken, was es bedeutet, ein solches „reines Herz“ in einer Welt zu tragen, die oft laut, hektisch und manchmal auch zynisch ist.

Ein reiner Diamant entsteht unter Druck, durch Zeit und Transformation. Er beginnt als etwas Rohes, Unscheinbares und wird durch Prozesse, die wir uns kaum vorstellen können, zu etwas von außergewöhnlicher Klarheit und Schönheit. Menschen mit reinen Herzen durchlaufen vielleicht Ähnliches. Sie sind nicht perfekt – keiner von uns ist es –, aber ihre Absichten strahlen eine Klarheit aus, die andere berührt. Es ist die Art von Mensch, die zuhört, ohne zu urteilen, die hilft, ohne etwas zu erwarten, und die liebt, ohne Bedingungen zu stellen. Sie sind selten, weil solche Reinheit Mut erfordert: den Mut, verletzlich zu sein, den Mut, trotz Enttäuschungen an das Gute zu glauben.

Ich erinnere mich an eine Begegnung vor einigen Jahren, die mich an dieses Zitat denken ließ. Eine Frau die mich kaum kannte, half mir in einer sehr schwierigen Lebenssituation vollkommen selbstlos. Sie erwartete kein Dankeschön, keine Gegenleistung – sie tat es aus einem inneren Antrieb heraus, der so natürlich schien wie das Atmen. In diesem Moment fühlte ich mich an die „Diamanten“ erinnert, von denen ich gesprochen hatte. 

Doch die Seltenheit dieser Menschen macht sie auch verletzlich. Wie ein Diamant, der trotz seiner Härte zersplittern kann, sind reine Herzen oft diejenigen, die am meisten tragen – die Last der Welt, die Sorgen anderer, die Schläge des Lebens. Vielleicht ist das der Preis für ihre Kostbarkeit. Und vielleicht liegt darin auch unsere Aufgabe: sie zu schützen, sie zu schätzen, solange sie unter uns sind.

Wenn ich heute auf dieses Zitat zurückblicke, frage ich mich, wie viele solcher Diamanten ich in meinem Leben übersehen habe. Wie oft habe ich die stille Güte eines Menschen als selbstverständlich hingenommen? Es ist leicht, sich von der Hektik des Alltags ablenken zu lassen, von den lauten Stimmen, die oft mehr Aufmerksamkeit fordern als die stillen. Doch die wahren Schätze, die unbezahlbaren Diamanten, sind diejenigen, die ohne Fanfare leuchten.

Ich lade dich ein, heute innezuhalten und an die Menschen in deinem Leben zu denken, die ein reines Herz tragen. Vielleicht ist es jemand, den du schon lange kennst, oder jemand, den du erst kürzlich getroffen hast. Nimm dir einen Moment, um ihre Kostbarkeit zu würdigen – sei es durch ein Wort, eine Geste oder einfach durch stille Dankbarkeit. Denn wie seltene Diamanten sind sie unbezahlbar, und ihre Reinheit ist ein Geschenk, das die Welt ein kleines Stück heller macht.

Ernst Koch, März 2025



© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 31.03.2025 auf  https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/03/die-seltenheit-reiner-herzen.html

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Freitag, 21. Februar 2025

Wie 5 Minuten deiner Zeit das Leben eines anderen Menschen verändern können

Bild mithilfe von KI von ChatGPT erstellt

Heute, am Anfang meiner Spaziergangsrunde, sprach mich ein Mann mit Hund an, den ich vom Sehen her kenne und mit dem ich ab und zu ein paar Worte gewechselt habe. 

Er sah mich an und fragte, wie ich es geschafft habe, so abzunehmen – mit Diät oder sonst irgendwie? 

Das war nicht das entscheidende Thema. Viel wichtiger war, dass dieser Mann offensichtlich ein kleines Gespräch suchte. Das habe ich sofort gespürt und gesehen. Also blieb ich stehen und unterhielt mich kurz mit ihm. 

Dabei stellte sich heraus, dass er erst kürzlich mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Außerdem hat er eine pflegebedürftige Frau zu Hause, und es kamen noch weitere Sorgen ans Licht. 

Ich hörte ihm aufmerksam und aktiv zu, ließ ihn vor allem sprechen und gab nur kurze Kommentare oder antwortete auf seine Fragen, basierend auf meinen eigenen Erfahrungen. 

Wir standen schon einige Zeit lang da, und mir wurden langsam die Füße kalt. „Sie schaffen das schon!“, sagte ich schließlich. „Aber entschuldigen Sie, meine Füße werden kalt, und ich möchte jetzt weiter spazieren gehen.“ 

Er bedankte sich herzlich, ich erwiderte „gern geschehen“, und dann machte ich mich auf den Weg. 

Was soll uns diese kleine Geschichte sagen? Sie zeigt, dass es wieder mehr Herz, mehr Gefühl und mehr menschliche Wärme braucht, damit wir einander wirklich zuhören. 

Wenn wir einem Menschen nur ein paar Minuten Aufmerksamkeit schenken und ihm dadurch ein wenig Hoffnung und Zuversicht für sein Leben geben, ist das eine wunderbare und äußerst wertvolle Sache. 

Vielleicht wird sich dieser Mann gern an unser Gespräch erinnern, weil es ihm neuen Mut gemacht hat – und das ist entscheidend! 

Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig Mut, Hoffnung und Zuversicht schenken, mit Gefühl und Empathie, damit wir gemeinsam eine bessere Welt schaffen können. 

Und noch etwas: Wenn du heute einem anderen hilfst, indem du zuhörst und diesem Menschen eine Freude machst, kann es gut sein, dass du zu einem anderen Zeitpunkt selbst diese Menschlichkeit, dieses Zuhören mit Gefühl von anderen brauchst. Nach den Gesetzen der Resonanz und dem Gesetz von Ursache und Wirkung können wir durch unser eigenes Verhalten genau das zurückerhalten, was wir geben. Denke immer daran: So wie du andere behandelst, so werden auch andere dich behandeln. In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderschönen Tag und ein schönes Wochenende – oder wann auch immer du diesen Blogbeitrag lesen wirst. Ich hoffe, dieser kleine Beitrag ist auch für dich, lieber Leser, eine Motivation und Aufmunterung in diesen Zeiten.

© 2025 - Ernst Koch - www.spirituallifecoach.de - Arkanum Solution Publishing Ltd., London - Erste Veröffentlichung am 21.2.2025 auf https://reiki-spiritualhealer-ernstkoch.blogspot.com/2025/02/wir-5-minuten-deiner-zeit-das-leben.html


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Samstag, 20. Januar 2018

Achtsamkeit, Mitgefühl und Zuhören...


Vor ein paar Tagen war ich in einem Supermarkt und stand an der Kasse. Ich spürte, dass mich Jemand beobachtete und drehte mich nach links. Dort stand ein älterer Mann, der mich ansah. Nachdem ich bezahlt hatte, kam er auf mich zu und fragte mich:"Entschuldigen Sie, darf ich Sie was fragen?"

Ich sagte Ja. "Ich habe mal für eine Zeitung ein paar Interviews gemacht" fing er an. Ich dachte mir, bin mal gespannt, was dieser Mann will. "Ich hatte mir die Menschen, in diesem Fall Männer ausgesucht, welche ihre Haare lang tragen, so wie Sie. Und es war erstaunlich. Ich hatte über 20 Männer mit langen Haaren, meist mit Pferdeschwanz Frisur gefragt und alle waren durchwegs sympathische und höfliche Männer." Ich wartete auf seine eigentliche Frage und warum er mich angesprochen hatte.

Der alte Mann fuhr fort: "Dann hatte ich Männer mit Glatzen angesprochen - ich meine nicht natürliche Glatzen, sondern rasierte - und diese waren meisten unfreundlich..."

Aha, dachte ich mir, dieser Mann unterscheidet Menschen - in diesem Fall Männer, anhand der Art und Weise, wie sie ihre Haare tragen. Interessant.

Wir kamen ins Gespräch und dann kam das, worauf ich gewartet hatte, er erzählte mir eine kleine Geschichte aus seinem Leben.

Ich war eigentlich nicht in Eile, aber ich dachte für einen kleinen Moment, ob ich ihm höflich sage, dass ich weiter muss, oder mir seine Geschichte anhöre?

Im Bruchteil einer Sekunde spürte ich, dass ich stehen bleiben und ihm geduldig zuhören sollte. Es dauerte vielleicht noch 5 Minuten und dann erzählte er mir ein paar sehr einschneidende Erlebnisse (Schicksalsschläge & Leiden) aus seinem Leben. Ich spürte den ganzen Schmerz, sein Leid und auch seine Verzweiflung. 

Es traten ihm Tränen in die Augen und der über 20 Jahre ältere Mann entschuldigte sich bei mir für dies. Ich liess ihn weiter sprechen, stellte ihm gezielte Fragen und er antwortete sehr klar und deutlich. Im Verlauf des Gesprächs erzählte er mir noch seine aussergewöhnliche Methode, mit der er sein Gedächtnis trainiert. Dies fing er vor Jahren an, als ein guter Freund von ihm an Alzheimer erkrankte.

Rudi* demonstrierte mir kurz diese simple aber wirkungsvolle Methode. Es war faszinierend! Auch aus seinem Arbeitsleben berichtete er mir und ich erfuhr, wie sehr dieser Mann sich für Schwächere einsetzte...

Während dem Gespräch stellte ich noch fest, dass Rudi zufällig einen Tag vor mir Geburtstag hat.

Er hatte mir nun das erzählt, was ihn bewegte und ich vermutete sehr stark, dass Rudi, indem er mich angesprochen hatte, ein klein wenig aus seinem grauen Alltag und der Einsamkeit entfliehen konnte. Was er nicht wusste war, dass ich genau dort hin gehen musste, um ihn zu sehen. Ich durfte ihm ein klein wenig seinen Schmerz abnehmen und mir wurde sehr deutlich bewusst, dass dieser ältere Mann auch ich in zwanzig Jahren sein könnte.

Wir gingen aus dem Supermarkt und verabschiedeten uns herzlich mit Handschlag.

Es geht nicht um diesen Mann, nicht um mich, sondern darum, dass wir Alle wieder menschlicher werden, Anderen kurz unser Ohr leihen, ihnen auf diese Art und Weise Trost geben und so einsamen Menschen etwas Herzenswärme geben.

Diese paar Minuten waren nicht nur für diesen älteren Mann wohltuend, sondern haben auch mir Vieles bewusst bzw. wieder bewusster gemacht. 

Übrigens hat Alles, was wir Anderen antun - im Guten, wie im Schlechten - Auswirkung auf uns und unser Leben. Ich dachte noch später über dieses Gespräch nach und fühlte, dass dieses Treffen sehr wertvoll war. Innerlich bedankte ich mich für dieses Erlebnis.

*Name geändert





Rechtlicher Hinweis:

1.  Eine Reiki-Behandlung (Anmerk: Spirituelle Energie Behandlung) ersetzt nicht den Arzt- oder Heilpraktikerbesuch!
2. Wer die Selbstheilungskräfte des Patienten durch Handauflegen aktiviert und dabei keine Diagnosen stellt, benötigt keine Heilpraktikererlaubnis (BVerfG, AZ: 1 BvR 784/03 vom 02.03.2004)
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